Wenn Sie Ihr Server-Produkt mit Plesk verwalten, haben die Möglichkeit, viele Webanwendungen direkt über das Administrations-Tool vorzunehmen. Unter anderem auch die Blogsoftware WordPress. In diesem Artikel möchte ich Ihnen diese komfortable Möglichkeit vorstellen. Die Installation über Plesk eignet besonders dann, wenn Sie schnell und einfach Standard-Installationen von WordPress vornehmen möchten.

Voraussetzung für die WordPress-Installation über Plesk

Die Grundvoraussetzung für die WordPress-Installation über Plesk ist natürlich, dass Sie Ihr Server-Produkt mit Plesk verwalten. Achten Sie darauf, dass Sie eine aktuelle Plesk-Version verwenden – wir empfehlen Ihnen Plesk 11 (oder höher). Außerdem muss die Domain, auf der Sie WordPress betreiben möchten, auf Ihrem Server installiert sein. Sofern Sie die Domaineinrichtung noch nicht vorgenommen haben, finden Sie in meinem Artikel Tipps zur Domain-Konnektierung auf einem (virtuellen) Server eine Anleitung, wie die Domain-Konnektierung funktioniert und was Sie dabei beachten sollten.

Step 1 – Wählen Sie die Domain aus, auf der Sie WordPress installieren möchten

Loggen Sie sich dafür in Plesk ein. Wählen Sie auf der Startseite den Menüpunkt Domains aus. Von dort gelangen Sie zu einer Übersicht aller, auf Ihrem Server-Produkt eingerichteten Domains. Wählen Sie nun die Domain aus, auf der Sie WordPress installieren möchten und öffnen Sie diese Domain dann im Control Panel. Klicken Sie dazu bitte auf den Link Im Control Panel öffnen.

Im folgenden Menü können Sie zahlreiche Einstellungen zu Ihrer Domain vornehmen, zum Beispiel Datenbanken anlegen, Subdomains erstellen, DNS-Einstellungen ändern oder FTP-Zugänge einrichten. Das Komfortable bei der WordPress-Installation über Plesk ist, dass praktisch keine besonderen Einstellungsänderungen erforderlich sind (es sei denn, Sie möchten bestimmte Änderungen vornehmen, z.B. WordPress auf einer Subdomain einrichten).

Allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme! Für die korrekte WordPress-Installation über Plesk ist es erforderlich, dass Sie die PHP-Einstellung safe_mode (bei der Verwendung von PHP 5.3.x) deaktivieren (off), sofern diese nicht bereits deaktiviert ist.

Step 2 – WordPress-Installation über Plesk – Das Applikationsmenü

Vergewissern Sie sich, dass die PHP-Einstellung safe_mode deaktiviert ist. Öffnen Sie den nun das Menüpunkt Applikationen.

Da WordPress eine der beliebtesten Webanwendungen weltweit ist, wird Ihnen WordPress bereits in der Liste der Top Applikationen angezeigt. Wenn Sie wissen möchten, welche weiteren Applikationen Sie bequem über Plesk einrichten können, klicken Sie auf alle verfügbaren Applikationen, ansonsten können Sie die Installation von WordPress direkt starten.

Im folgenden Menü haben Sie die Möglichkeit, den Installationsort bzw. das Verzeichnis festzulegen, in dem WordPress installiert werden soll.

Bereits nach wenigen Augenblicken ist WordPress installiert. Plesk legt dabei für die installierte WordPress-Version automatisch eine eigene Datenbank an.

Step 3 – Einstellungen von WordPress vornehmen

Nach der erfolgreichen Installation brauchen Sie jetzt nur noch die Einstellungen für Ihre WordPress-Seite vorzunehmen. Klicken Sie dazu bitte auf den Menüpunkt Einstellungen ändern.

Legen Sie fest, ob WordPress automatisch Updates einspielen soll. Wir empfehlen Ihnen, diese Funktion deaktiviert zu lassen und Updates lieber manuell über das WordPress-Dashboard einzuspielen.

Bestimmen Sie einen Administrator-Benutzernamen und vergeben Sie ein Passwort. Legen Sie einen Datenbank-Benutzernamen und ein entsprechendes Passwort fest. Außerdem haben Sie bereits an dieser Stelle die Möglichkeit, einen Namen für Ihre WordPress-Seite zu vergeben. Dies Bezeichnung können Sie selbstverständlich über das WordPress-Dashboard jederzeit ändern.

Bestätigen Sie Ihre Änderungen.

Step 4 – Start von WordPress

Klicken Sie nun auf Administrative Interface und Sie gelangen zum Dashboard Ihrer WordPress-Seite. Alle weiteren Einstellungen sowie die Auswahl von Themes, die Installation von Plug-Ins, das Anlegen von Seiten, die Erstellung von Beiträgen u.v.m. können Sie bequem über das Dashboard vornehmen.

Selbstverständlich können Sie sich nun auch direkt (ohne Umweg über Plesk) in das Dashboard Ihrer WordPress-Seite einloggen. Geben Sie dazu einfach in der Browserzeile IhreDomain und zusätzlich die Erweiterung /wp-admin/ ein. (IhreDomain/wp-admin/).

Die WordPress-Installation über Plesk können Sie mit allen Server-Produkten vornehmen, die Sie mit der Adminstrationssoftware Plesk verwalten, wie z.B. Virtual Server oder Root Server von Host Europe.

Mit Plesk Onyx können Sie zudem das WordPress Tool-Kit installieren. Diese Erweiterung bietet Ihnen die Möglichkeit, WordPress mittels 1-Klick-Installation schnell und einfach auf Ihrem Server einzurichten. Zudem können Sie mit dem WordPress Tool-Kit mehrere WordPress-Installationen, Plugins und Templates komfortabel und zentral verwalten.
Erfahren Sie mehr über Plesk Onyx und die Erweiterungsmöglichkeiten.

Übersicht der Serie

Teil 1: Die manuelle WordPress-Installation
Teil 2: Die WordPress-Schnellinstallation mit APS
Teil 3: Bloghosting-Produkte mit vorinstalliertem WordPress
Teil 4: Manuelle WordPress-Installation auf einem (virtuellen) Server mit Plesk
Teil 5: WordPress-Installation über Plesk
Teil 6: Lokale WordPress-Installation auf dem eigenen PC mit XAMPP

Wolf-Dieter Fiege

Wolf-Dieter Fiege ist Senior Specialist für Content Marketing & SEO und Chefredakteur des Blogs der Host Europe GmbH, einem der größten Anbieter von Domain- und Webhosting sowie Serverprodukten in Europa.

One thought on “6 verschiedene Möglichkeiten WordPress zu installieren – Teil 5: WordPress-Installation über Plesk

  1. Hallo Wolf-Dieter,
    wieder mal ein super Blogpost und ich besitze bereits Erfahrungen mit Plesk-Wordpress-Installation auf einem Rootserver bei Hetzner. Das machte ich erst vor einer Weile, was auch von Erfolg gekrönt war. Zuerst dachte ich daran, was sehr schlimm kommen wird, nämlich, dass der Username als „admin“ gelten wird. Doch das ist wohl nicht mehr so. Falls du den User-Namen „admin“ jemals irgendwo haben solltest, nutze das WP-Plugin „Edit Author Slug“, um den angezeigten User-Namen blog-weit zu ändern. Das wird allen Angreifern um ein Vielfaches erschweren, den richtigen Admin-User-Namen herauszufinden. Dieses Plugin setze ich auf allen WP-Blogs von mir gerne ein.

    Zudem ist eine neue Plesk-Version 17.x.x Onyx erschienen und man sollte schnell upgraden. Das Upgrade von Plesk wird über das Panel erledigt. Das klappte bei mir in den letzten Tagen sehr gut. Zudem kannst du noch im Falle eines Rootservers und zum Beispiel beim Betriebssystem Linux, Centos 7, deinen Server mit diesem SSH-Befehl im Terminal updaten.

    yum update

    Alles andere ist fast schon intuitiv und ich würde sagen, diejenigen, die das Plesk Panel haben, haben es sicherlich schon erkundet. Ich tendiere aber im Grossen und Ganzen zu einer manuellen WP-Installation und nur sehr selten ziehe ich die 1-Klick-Installation vor.

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