(Update 01.04.2023) Mit Google Chrome können Sie Passwörter für beliebige Websites speichern. Wie das geht und wie Sie die Informationen konkret verwalten, lesen Sie in diesem Guide.

Inhaltsverzeichnis:

Passwörter in Chrome speichern: Praktisch und zeitsparend

Abbildung - Passwörter in Chrome speichern: Praktisch und zeitsparend

Soziale Medien, Marktplätze, Onlineshops, E-Mail-Accounts: Internetnutzer verfügen über dutzende Konten bei verschiedenen Online-Diensten. Jeder dieser Services erfordert ein eigenes Passwort. Sich all diese Zugangsdaten zu merken, ist annähernd unmöglich. Davon abgesehen ist es unkomfortabel, den Benutzernamen und das Passwort bei jedem Anmeldevorgang manuell einzugeben. Glücklicherweise können Passwörter heute in jedem gängigen Browser gespeichert werden – so auch in Google Chrome.

Passwort-Manager von Google und Chrome

Die Speicherung Ihrer Passwörter in Chrome erfolgt aufgrund einer Synchronisation sogar geräteübergreifend, sofern Sie in Chrome mit Ihrem Google-Konto angemeldet sind, denn der Passwort-Manager von Google ist in Chrome integriert. Der Browser bringt aber auch eine unabhängige Management-Lösung mit. Sie können also das Passwort-Management von Chrome auch verwenden, wenn Sie keinen Google-Account haben oder nicht angemeldet sind, und Sie können den Google-Passwort-Manager nutzen, auch wenn Sie nicht Chrome als Browser verwenden.

Wie das Passwort-Management in Chrome im Einzelnen funktioniert, hat Host Europe im Folgenden für Sie zusammengefasst.

So speichern Sie Passwörter in Google Chrome

Abbildung - So speichern Sie Passwörter in Google Chrome

Prinzipiell können Sie die Einstellungen des Passwort-Managers in Chrome auf drei Wegen erreichen:

  1. Im Browser rechts oben über die Schaltfläche „Profil“ und dann das darunter stehende Schlüsselsymbol.
  2. Ebenfalls oben rechts im Browser über das Dreipunkt-Menü, dann den Menüpunkt „Einstellungen“ und dann „Autofill“ und „Passwortmanager“.
  3. Durch die Eingabe der URL „chrome://settings/passwords“ in die Adresszeile von Chrome.

Damit Chrome Ihre Passwörter überhaupt speichern kann, muss die Option „Speichern von Passwörtern anbieten“ in den Einstellungen aktiviert sein. Um das zu überprüfen, gehen Sie zunächst ins Menü des Passwort-Managers (wie gerade beschrieben).

Nun aktivieren Sie die Option „Speichern von Passwörtern anbieten“, sofern noch nicht aktiviert. Zudem können Sie an dieser Stelle festlegen, ob Sie zukünftig automatisch bei Websites angemeldet werden möchten.

Ist die Einstellung aktiv, fragt Chrome bei jeder Eingabe eines neuen Passworts, ob dieses gespeichert werden soll. Prüfen Sie vor dem Abspeichern, ob der korrekte Nutzername eingegeben wurde, und korrigieren Sie ihn bei Bedarf.

Wo speichert Google Chrome Passwörter?

Abbildung - Wo speichert Google Chrome Passwörter

Die Speicherung erfolgt zunächst verschlüsselt auf Ihrer lokalen Festplatte. Sofern Sie die Synchronisierung aktiviert haben, werden die Daten bei der nächsten Anmeldung auch auf Ihre anderen Geräte mit Chrome (z. B. weiterer Windows-PC, Android-Smartphone oder iPhone) übernommen und dort ebenfalls lokal abgelegt. Das bedeutet dann, dass die Passwörter zusätzlich auch auf den Google-Servern gespeichert werden (auch dort verschlüsselt).

Gespeicherte Chrome-Passwörter anzeigen

Abbildung - Chrome-Passwörter anzeigen

Selbstverständlich können Sie all Ihre gespeicherten Anmeldedaten anzeigen lassen. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

  1. Rechts oben auf „Profil“ -> Passwörter klicken.
  2. Auf das Auge-Symbol klicken, um das Passwort anzeigen zu lassen.
  3. Es erfolgt nun eine Abfrage Ihrer Windows-Anmeldedaten (Benutzername, Kennwort).

Abbildung - Chrome-Passwörter verwalten - Einstellungen von Google Chrome

Achtung: Diese Kennwort-Abfrage ist neben der verschlüsselten Speicherung im Übrigen das einzige Feature, das Ihre Passwörter vor der Einsichtnahme durch unberechtigte Dritte schützt. Jeder Hacker, der Ihre Windows-Zugangsdaten kennt, kann also zugleich auch all Ihre anderen gespeicherten Passwörter einsehen und nutzen. Dies stellt ein nicht unerhebliches Risiko dar.

Und noch etwas sollten Sie wissen: Die Verschlüsselung von Chrome lässt sich leicht aushebeln, etwa durch Trojaner. Es gibt sogar kostenlose Tools, die Passwörter aus Browsern inkl. Chrome problemlos auslesen können.

Passwörter in Chrome löschen

Abbildung - Passwörter in Chrome löschen

Sie möchten ein gespeichertes Passwort bei Google Chrome wieder herausnehmen? Auch dies erledigen Sie in der Passwort-Verwaltung des Browsers. Suchen Sie den gewünschten Eintrag in der Liste und klicken Sie anschließend auf das Dreipunkt-Menü in der entsprechenden Zeile. Nun wählen Sie „Entfernen“, um die Aktion abzuschließen.

Passwörter in Chrome importieren

Abbildung - Passwörter in Chrome importieren

Folgen Sie diesen Schritten, um in Chrome Passwörter zu importieren:

  1. Geben Sie Folgendes in die Adresszeile ein: chrome://flags/#password-import-export
  2. Sie befinden sich jetzt in den „experimentellen Funktionen“ von Chrome.
  3. Suchen Sie hier nach dem Eintrag „Password import“ und wählen Sie „Enabled“ aus.
  4. Starten Sie den Browser neu.
  5. Begeben Sie sich in die Passwortverwaltung („Profil“ -> Passwörter).
  6. Klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü über der Passwortliste.
  7. Hier steht jetzt der Eintrag „Importieren“ zur Verfügung. Wählen Sie diesen aus.
  8. Öffnen Sie die zuvor exportierte CSV-Datei – fertig.

Chrome Passwörter exportieren (CSV)

Abbildung - Chrome Passwörter exportieren

Um aus Chrome Passwörter zu exportieren, müssen Sie ebenso zunächst die Passwortverwaltung öffnen. Hier klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü über der Passwortliste und wählen anschließend „Passwörter exportieren“. Sie erhalten nun einen Sicherheitshinweis, den Sie bestätigen müssen. Jetzt erstellt Chrome eine CSV-Datei mit Ihren gespeicherten Passwörtern. Diese können Sie als Datensicherung verwenden und bei Bedarf erneut in Chrome importieren – auch auf einem anderen Computer.

Achtung: Das Exportieren gespeicherter Passwörter ist risikobehaftet. Jeder, der Zugriff auf die CSV-Datei hat, kann diese in seinen Chrome-Browser importieren. Die Datei sollte daher ausschließlich an einem sicheren Speicherort aufbewahrt werden.

Passwörter im Google-Passwort-Manager verwalten

Abbildung - Google Passwörter verwalten

Zusätzlich können Sie Ihre gespeicherten Passwörter online mit dem Google-Passwort-Manager in Ihrem Google-Konto verwalten. Rufen Sie dafür im Browser „passwords.google.com“ auf. Diese Seite zeigt – falls Sie mit Ihrem Google-Account angemeldet sind – eine Liste der dort gespeicherten Passwörter an. Um die Google-Passwörter zu verwalten, können Sie diese ansehen, ändern oder löschen. Suchen Sie über das Suchfeld nach Zugangsdaten zu bestimmten Webseiten. Zum Anzeigen eines Passworts klicken Sie auf das Auge-Symbol und zum Löschen auf das Papierkorb-Symbol.

Hinweis: Sie können die Passwörter auf dieser Seite nicht aufrufen, wenn Sie eine Synchronisierungs-Passphrase verwenden. In dem Fall können Sie in den Chrome-Einstellungen die Google-Passwörter verwalten.

Passwörter ohne Chrome- oder Google-Passwort-Manager speichern – alternative Passwort-Manager für Ihre Geräte

Zur sicheren Speicherung Ihrer Passwörter können Sie auf Passwort-Manager zurückgreifen, die Ihre Zugangsdaten lokal auf einem Gerät oder in der Cloud abspeichern – außerhalb von Chrome und unabhängig von Google. Dabei wird eine verschlüsselte Datenbank genutzt, häufig auf Wunsch mit Zusatzfeatures wie 2-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese Option ist daher oft sicherer als die Nutzung einer Passwort-Speicherung innerhalb des Chrome Passwort-Managers.

Viele externe Passwort-Manager bieten zusätzlich zur Nutzung einer App oder Weboberfläche auch die Verwendung einer Browsererweiterung, sodass Sie Ihre Zugangsdaten jederzeit einfach und schnell abrufen können. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Anbieter von Passwort-Managern vor, die verschiedenste Vorteile bieten – je nach Bedarf.

Wenn Sie den Passwort-Manager von Chrome schon eine Weile genutzt und daher viele gespeicherte Passwörter haben, nutzen Sie für den Umstieg am besten auch eine CSV-Datei mit exportierten Passwörtern. Lesen Sie weiter oben nach, wie Sie Chrome-Passwörter exportieren. Die meisten externen Passwort-Manager können gespeicherte Passwörter aus einer CSV-Datei importieren.

LastPass als schnelle Alternative zum Chrome Passwort-Manager

Dieser Passwort-Manager ermöglicht die Speicherung aller Passwörter auf sämtlichen Geräten. LastPass synchronisiert sich in dem Moment, in dem Sie eine Website aufrufen, und bietet so eine blitzschnelle Anmeldung. Stärken dieses Tools sind zum einen seine automatische Generierung von starken und sicheren Passwörtern, zum anderen die Darkweb-Überwachung, die Sie informiert, wenn Ihre Zugangsdaten kompromittiert sind. Eine Nutzung ist sowohl über eine Weboberfläche als auch über eine Download-App möglich. Nachteilig ist, dass die meisten Funktionen nur in einer kostenpflichtigen Version – ab einem monatlichen Preis von 2,90 € – verfügbar sind.

Weiter zu LastPass 

Mit Bitwarden Passwörter und Daten geräteübergreifend synchronisieren

Auch dieses Tool stellt Ihnen eine kostenfreie Version zur Verfügung, die nicht alle Funktionen abdeckt. Unbegrenztes Teilen von sensiblen Daten, der Notzugang sowie Sicherheitsberichte stehen erst in den bezahlten Versionen – im geschäftlichen Bereich ab 3 $ monatlich – zur Verfügung. Der große Vorteil von Bitwarden ist die Möglichkeit, Passwörter und Daten zwischen unterschiedlichen Geräten über eine Cloud-Anbindung zu synchronisieren. Darüber hinaus bietet er eine intuitive und selbsterklärende Nutzung sowie hohe Sicherheitsstandards.

Weiter zu Bitwarden

Dashlane bietet höchste Sicherheitsstandards bei der Passwortverwaltung

Mit Dashlane erhalten Sie nicht nur einen Passwort-Manager, sondern auch eine allgemeine Sicherheits-App und digitale Geldbörse. So können Sie nicht nur Ihre Passwörter verwalten, sondern auch Dateien sicher speichern und freigeben. Zusätzlich bietet das Tool die Möglichkeit einer sicheren VPN-Verbindung, wodurch Sie jederzeit und von überall unkompliziert auf Ihre Daten zugreifen können. Er kann sowohl als Erweiterung im Browser als auch per App genutzt werden. Dashlane bietet außerdem viele zusätzliche Features, wovon die meisten nur in einer kostenpflichtigen Version – für Privatpersonen ab monatlich 5,49 € – abrufbar sind. Eines davon bietet die Möglichkeit, mehrere Passwörter gleichzeitig zu ändern, birgt aber zugleich die Gefahr von Fehlern, da es nicht auf allen Websites funktioniert.

Weiter zu Dashlane

Keeper zur professionellen Passwortverwaltung ersetzt den Chrome Passwort-Manager

Verschiedene Sicherheitsfunktionen und eine nutzerfreundliche Oberfläche zählen zu den Vorteilen dieses Passwort-Managers. Er ermöglicht eine hohe Personalisierung der Autofill-Einstellungen und bietet seinen Nutzern einen professionellen 24-Stunden-Support. Sein Nachteil: Im Vergleich zu Dashlane und LastPass verfügt Keeper nicht über einen automatischen Passwort-Wechsler. Die Business-Version startet bei einem monatlichen Preis von 3,75 €. Je nachdem, welche weiteren Features Sie nutzen möchten, steigen die monatlichen Kosten. Das Testing dieses Passwort-Managers ist lediglich mit einer 30-tägigen Testversion möglich, die Nutzung einer Gratis-Version wird hier nicht angeboten.

Weiter zu Keeper

Kostenlose Verwaltung aller Zugangsdaten mit KeePassXC

Die Besonderheit dieser Software liegt in der Speicherung Ihrer Passwörter als auch ihrer leistungsfähigen Verschlüsselung mit 2FA. Das gewährleistet einen besonders hohen Sicherheitsstandard im Vergleich zu einem Chrome Passwort-Manager. Ein Nachteil dieses Tools ist seine Benutzeroberfläche, die nicht sonderlich nutzerfreundlich gestaltet und dadurch schwieriger zu bedienen ist als andere Passwort-Manager. Dafür punktet KeePassXC neben seinen hohen Sicherheitsanforderungen durch seine kostenfreie Nutzung.

Jeder unserer vorgestellten Passwort-Manager bietet Vor- und Nachteile. Achten Sie bei der Auswahl des richtigen Tools daher darauf, ob alle von Ihnen benötigten Funktionen vorhanden und hohe Sicherheitsstandards gewährleistet sind.

Weiter zu KeePassXC

Fazit: Chrome-Passwörter verwalten – Komfortabel, aber nicht völlig sicher

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Speicherung von Passwörtern in Chrome einerseits komfortabel, andererseits riskant ist. Gehen Sie daher behutsam mit den Funktionen um. Mehr Sicherheit bieten Passwort-Manager wie LastPass.

Bildnachweis: Titelmotiv von Gerd Altmann auf Pixabay

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