Mit Google Chrome können Sie Passwörter für beliebige Websites speichern. Wie das geht und wie Sie die Informationen konkret verwalten,

lesen Sie in diesem Guide.

Inhaltsverzeichnis:

Passwörter in Chrome speichern: Praktisch und zeitsparend

Soziale Medien, Marktplätze, Onlineshops, E-Mail-Accounts: Internetnutzer verfügen über dutzende Konten bei verschiedenen Online-Diensten. Jeder dieser Services erfordert ein eigenes Passwort. Sich all diese Zugangsdaten zu merken, ist annähernd unmöglich. Davon abgesehen ist es unkomfortabel, den Benutzernamen und das Passwort bei jedem Anmeldevorgang manuell einzugeben.

Glücklicherweise können Passwörter heute in jedem gängigen Browser gespeichert werden – so auch in Google Chrome. Dies erfolgt aufgrund einer Synchronisation sogar geräteübergreifend, sofern Sie in Chrome mit Ihrem Google-Konto angemeldet sind. Wie das Passwort-Management im Einzelnen funktioniert, hat Host Europe im Folgenden für Sie zusammengefasst.

So speichern Sie Passwörter in Google Chrome

Damit Chrome Ihre Passwörter speichern kann, muss diese Option „Speichern von Passwörtern anbieten“ in den Einstellungen aktiviert sein. Um das zu überprüfen, klicken Sie im Browser oben rechts auf die Schaltfläche „Profil“ und anschließend auf „Passwörter“. Letztere Schaltfläche erkennen Sie an einem Schlüssel-Symbol. Nun aktivieren Sie die Einstellung, sofern noch nicht aktiviert. Zudem können Sie an dieser Stelle festlegen, ob Sie zukünftig automatisch bei Websites angemeldet werden möchten.

Ist die Einstellung aktiv, fragt Chrome bei jeder Eingabe eines neuen Passworts, ob dieses gespeichert werden soll. Prüfen Sie vor dem Abspeichern, ob der korrekte Nutzername eingegeben wurde, und korrigieren Sie ihn bei Bedarf.

Wo speichert Google Chrome Passwörter?

Die Speicherung erfolgt verschlüsselt auf Ihrer lokalen Festplatte. Sofern Sie die Synchronisierung aktiviert haben, werden die Daten bei der nächsten Anmeldung auch auf Ihre anderen Geräte (z. B. weiterer Windows-PC, Android-Smartphone oder iPhone) übernommen und dort ebenfalls lokal abgelegt.

Chrome-Passwörter anzeigen

Selbstverständlich können Sie all Ihre gespeicherten Anmeldedaten anzeigen lassen. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

  1. Rechts oben auf „Profil“ -> Passwörter klicken.
  2. Auf das Auge-Symbol klicken, um das Passwort anzeigen zu lassen.
  3. Es erfolgt nun eine Abfrage Ihrer Windows-Anmeldedaten (Benutzername, Kennwort).

Abbildung - Chrome-Passwörter verwalten - Einstellungen von Google Chrome

Achtung: Diese Kennwort-Abfrage ist neben der verschlüsselten Speicherung im Übrigen das einzige Feature, das Ihre Passwörter vor der Einsichtnahme durch unberechtigte Dritte schützt. Jeder Hacker, der Ihre Windows-Zugangsdaten kennt, kann also zugleich auch all Ihre anderen gespeicherten Passwörter einsehen und nutzen. Dies stellt ein nicht unerhebliches Risiko dar.

Passwörter in Chrome löschen

Sie möchten ein gespeichertes Passwort bei Google Chrome wieder herausnehmen? Auch dies erledigen Sie in der Passwortverwaltung des Browsers („Profil“ -> Passwörter). Suchen Sie den gewünschten Eintrag in der Liste und klicken Sie anschließend auf das Dreipunkt-Menü in der entsprechenden Zeile. Nun wählen Sie „Entfernen“, um die Aktion abzuschließen.

Passwörter in Chrome exportieren und importieren (CSV)

Auch zum Exportieren und Importieren von Chrome-Passwörtern müssen Sie zunächst die Passwortverwaltung öffnen. Hier klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü über der Passwortliste und wählen anschließend „Passwörter exportieren“. Sie erhalten nun einen Sicherheitshinweis, den Sie bestätigen müssen. Jetzt erstellt Chrome eine CSV-Datei mit all Ihren gespeicherten Passwörtern. Diese können Sie als Datensicherung verwenden und bei Bedarf erneut in Chrome importieren – auch auf einem anderen Computer.

Der Import von Chrome-Passwörtern läuft wie folgt ab:

  1. Geben Sie Folgendes in die Adresszeile ein: chrome://flags/#password-import-export
  2. Sie befinden sich jetzt in den „experimentellen Funktionen“ von Chrome.
  3. Suchen Sie hier nach dem Eintrag „Password import“ und wählen Sie „Enabled“ aus.
  4. Starten Sie den Browser neu.
  5. Begeben Sie sich in die Passwortverwaltung („Profil“ -> Passwörter).
  6. Klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü über der Passwortliste.
  7. Hier steht jetzt der Eintrag „Importieren“ zur Verfügung. Wählen Sie diesen aus.
  8. Öffnen Sie die zuvor exportierte CSV-Datei – fertig.

Achtung: Das Exportieren gespeicherter Passwörter ist risikobehaftet. Jeder, der Zugriff auf die CSV-Datei hat, kann diese in seinen Chrome-Browser importieren. Die Datei sollte daher ausschließlich an einem sicheren Speicherort aufbewahrt werden.

Fazit: Komfortabel, aber nicht völlig sicher

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Speicherung von Passwörtern in Chrome einerseits komfortabel, andererseits riskant ist. Gehen Sie daher behutsam mit den Funktionen um. Mehr Sicherheit bieten Passwort-Manager wie LastPass.

Bildnachweis: Titelmotiv von Gerd Altmann auf Pixabay

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