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Nachdem wir Ihnen im ersten Teil dieser Serie die wichtigsten Spezifikationen fürs Hosting vorgestellt haben und im zweiten Teil auf Kosten, Performance und Zuverlässigkeit eingegangen sind, zeigen wir Ihnen nun im dritten Teil, warum es sinnvoll ist, sein Webhosting managen zu lassen und welche Hosting-Faktoren ihren Marketing-Erfolg besonders beeinflussen.

Dabei sind die Service-Unterschiede zwischen Managed Service Providern enorm. Wir geben Ihnen Tipps für Ihre Hosting-Entscheidung und definieren für Sie die Mindestanforderungen an ein gutes Hosting:

  • Migrationsunterstützung: Es sollte einfach sein, Dateien und Konten von einem Host auf den anderen zu transferieren, zum Beispiel über ein Control Panel oder einen FTP-Server.
  • Systemsteuerung installieren: Unterstützung beim Installieren und Konfigurieren des Control Panels während des Bereitstellungsvorgangs.
  • Betriebssystem-Optimierung: Optimierungen nach der Installation zur Verbesserung der Effizienz und Leistung.
  • Sicherheitsoptimierung: Ihr Provider nimmt nach der Installation Konfigurationsänderungen zur Verbesserung der Systemsicherheit vor. Fakt ist : Eine schon ältere Firewall lässt bis zu 90 Prozent des Datenverkehrs durch, ohne ihn zu scannen. Der Grund: Die meisten älteren Firewalls sind nicht für SSL konfiguriert. Und so werden die vermeintlich safen Seiten zum Sicherheitsrisiko. Hier erklären wir Ihnen, warum Sie Ihre Webseite zusätzlich absichern sollten.
  • Updates für Betriebssystem und Systemsteuerung: Systemkernkomponenten werden regelmäßig aktualisiert.
  • Reparatur/Fehlerbehebung/Neuinstallation: Wenn Systeme oder Software beschädigt wurden oder etwas Anderes schiefgelaufen ist, darunter Systeme wie cPanel, Mail-Dienste, Web-Service, MySQL, Nameserver und FTP-Service, um nur einige zu nennen, behebt Ihr Anbieter die Fehler schnellstens.

Tipp: Wenn Sie sich für ein ungemanagtes Hosting entscheiden, ist dies, wie als würden Sie beim Autokauf einen Wagen ohne Reifen nehmen. Das macht wenig Sinn – für nur ein paar Cent Unterschied. Nur Leute, die sich wirklich auskennen, sollten Ihr Hosting selbst verwalten.

Ihre Hosting-Entscheidung beeinflusst den Erfolg Ihrer Marketingmaßnahmen

Zu den Marketingkennzahlen (KPIs), die häufig durch die Auswahl des Hostings beeinflusst werden, gehören:

  • Ranking
  • Traffic
  • Konvertierungen
  • wiederholte Einkäufe
  • Vertrauen
  • Betriebszeit

Ranking

Moderne Unternehmen setzen auf organischen Traffic, um neue Besucher auf ihre Website zu bringen, die Marke einzuführen, um Kundenbeziehungen zu schaffen und Interessenten zu zahlenden Kunden zu konvertieren.

Organische Keyword-Rankings werden durch den geheimen Google-Algorithmus bestimmt, der Hunderte von Faktoren umfasst. Viele davon haben nichts damit zu tun, wer die Website hostet, wie beispielsweise die Optimierung des Titel-Tags, die Autorisierung des Backlinks und die Relevanz oder das Alter der Domain.

Hosting spielt bei zwei Schlüssel-Ranking-Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Die Verfügbarkeit: Websites, die häufig offline sind, werden nicht so gut eingestuft, wie ihre zuverlässigen Nachbarn.
  • Seitengeschwindigkeit: Seiten, die schneller sind, schlagen die langsameren.

Die richtigte Hosting-Entscheidung für einen zuverlässigen Provider mit hoher Leistung ist eine kostengünstige Möglichkeit, im Wettbewerb um organische Suchrankings die Nase vorn zu haben.

Traffic

Rankings bestimmen den Traffic. Der Traffic beeinflusst die Conversions. Das ist der Grund, warum Vermarkter auch auf einen hohen Daten-Traffic achten sollen und nicht nur auf die Conversion-Rate. Eine Seite, die drei Sekunden braucht, um zu laden, anstatt eine Sekunde, hat eine um 30 Prozent höhere Absprungrate. Die hohe Absprungrate ist ein Traffic-Killer. Qualitativ hochwertiges Hosting trägt zur Minimierung der Absprungrate bei.

Conversions

Beim Konvertieren von potenziellen Kunden in zahlende Kunden geht es um die Conversion-Rate. Die gute Benutzererfahrung, indem diese herumklicken, verschiedene Seiten besuchen, Grafiken betrachten, Videos ansehen und Inhalte verschiedener Arten verwenden – ist das Ziel, das Besucher beim Besuch Ihrer Website anstreben. Sie möchten informiert und unterhalten werden – und, dass Ihre Probleme gelöst werden.

Ein Besucher, der auf Fehler stößt, weil es an Hosting-Ressourcen mangelt, flüchtet. Insbesondere im Wechsel von schnell und langsam ladenden Seiten fällt der Unterschied besonders auf. Zuverlässiges Hosting, das durchgängig funktioniert, ist ein Muss für jeden Vermarkter.

Wiederkehrende Einkäufe

Unternehmen sind nur dann nachhaltig, wenn sie sicherstellen, dass Kunden zu Stammkunden werden. Jeder Marketer weiß: Es ist fünfmal so teuer, einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden zu behalten. Kunden werden zu „Wiederholungtätern“, wenn das Unternehmen über eine längere Zeit ihr Vertrauen gewonnen hat. Das schafft es zum Beispiel, wenn es einen Premium-Service zu einem erschwinglichen Preis anbietet. Dabei lautet die erste Prämisse: Versprechen halten. Die Kunden immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass das Unternehmen hält, was es verspricht, ist eine wichtige Aufgabe des Marketings.

Vertrauen

Menschen kaufen von Menschen, die ihnen gefallen und denen sie vertrauen. Vertrauensfaktoren sind Signale, die Ihre Website potenziellen Käufern mitteilt, was darauf hinweist, dass es sicher ist, bei Ihnen zu kaufen, wie zum Beispiel Datensicherheit, zuverlässige Lieferung und eine gute Website-Performance. Denn: Eine langsame, fehlerbehaftete Website mit schlechter Leistung aufgrund einer falschen Hosting-Entscheidung vermittelt KEIN Vertrauen.

Betriebszeit

Die Betriebszeit wirkt sich auf alles aus! Wenn Ihre Website offline ist, sind Ihre Website-Rankings gefährdet. Sie verärgern bestehende Kunden. Sie werfen Gewinne einfach weg und sorgen für eine Abwanderung verärgerter Interessenten und Kunden zur Konkurrenz.

Tipp: Hochleistungs-Hosting ist der De-facto-Standard. Es ist das, was Sie brauchen, um auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern zu konkurrieren.

Die wahren Störenfriede entdecken

Falsche Hosting-Entscheidungen zu treffen, kann einem kleinen Unternehmen sogar das Genick brechen, denn schlechtes Hosting kann zu folgenden Ergebnissen führen:

  • E-Mails stehen auf der Blacklist: So wandern Ihre E-Mails direkt in den Spam-Ordner.
  • Sie werden mit schlechten Rankings bestraft: Ihr organischer Verkehr, wird zu einem Rinnsal.
  • Schreckliche Benutzererfahrung: Benutzern springen ab und nicht auf!

Wie kann Hosting dazu beitragen, zu vermeiden, dass E-Mail-Server auf Blacklists gesetzt werden?

E-Mail-Server unterscheiden sich von Webservern, obwohl sie sich häufig auf derselben Hardware befinden und dieselbe IP-Adresse haben. Während Google Websites anhand des Verhaltens anderer Websites beurteilt wird, die sich auf derselben IP befinden, beurteilen zahlreiche Blacklist-Monitore E-Mail-Server anhand des Verhaltens anderer E-Mail-Absender derselben IP.

Wie wirkt es sich aus, wenn man sich als Spammer auf E-Mail-Blacklists befindet? Ihre E-Mail, die an Kunden gesendet wird, kommt nicht in deren Posteingang an! Stattdessen wird sie herausgefiltert, bevor diese sie überhaupt mitbekommen.

Ein Maß dafür, wie „spammig“ Ihre E-Mail-Adresse ist, ist Ihre Absender Punktzahl, die Sie auf senderscore.org überprüfen können:

Tipp: Sie benötigen eine dedizierte IP-Adresse für Ihre Site/E-Mail, um nicht als Spammer eingeordnet zu werden.

Unsere Empfehlung:

  • Checken Sie Ihren Sender-Score, damit Sie wissen, ob Ihre E-Mails gut bei Ihren Empfängern ankommen.
  • Überprüfen Sie die IP-Sperrlisten der Mail-Server, um sicherzustellen, dass sie als Spam markiert werden.
  • Verschieben Sie Ihren E-Mail-Server an eine dedizierte IP-Adresse!

Ist Ihr E-Mail-Server auf einer Blacklist?

Zu überprüfen, ob Ihr E-Mail-Server auf einer Blacklist steht, ist relativ einfach. Gehen Sie zur folgenden URL der mxtoolbox und geben Sie Ihre Domain ein.

Wie kann Hosting helfen, beim Ranking nicht abgestraft zu werden?

Wenn Sie Ihre Website auf dieselbe IP-Adresse einstellen, wie andere Websites, bedeutet dies, dass Sie sich in ihrer Nachbarschaft befinden. Wenn Personen mit Websites mit Ihrer IP/Ihrem Server Spammer sind, bewertet Google Ihre Nachbarschaft als „schlechte Nachbarschaft“ und Ihr Ranking wird entsprechend schlechter sein. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Situation zu vermeiden, aber die einfachste ist, Ihre Website auf eine eigene IP-Adresse zu bringen. Dies ist in den meisten hochwertigen Hosting-Plänen enthalten. Vergewissern Sie sich jedoch vor der Anmeldung, dass dies der Fall ist.

Mit viewdns.info stellen Sie fest, welche anderen Webseiten Ihre IP-Adresse teilen

 

Wie kann Hosting dazu beitragen, eine schlechte Benutzererfahrung zu vermeiden?

Eine gute Benutzererfahrung der Website-Besucher setzt voraus, dass sie schnell und ohne Belästigungen wie Popups oder Anzeigen das Gewünschte sehen und finden.

Die richtige Hosting-Entscheidung trägt dazu bei, eine großartige Benutzererfahrung zu bieten – durch Geschwindigkeit. Eine rasant schnelle Website ist ein Muss, wenn Sie online erfolgreich konkurrieren möchten. Wir alle wissen, was passiert, wenn wir eine Website besuchen, die langsam ist. Wir springen ab, verlassen sie und gehen auf die nächste Seite.

Tipps für die richtige Hosting-Entscheidung – Fazit

Die Wahl des Hostings, das durchgängig schnell und immer online ist, ist die beste Wahl für Vermarkter, die die Bedeutung eines großartigen Nutzererlebnisses erkennen. Nutzen Sie unsere Tipps für die richtige Hosting-Entscheidung für Ihren Marketing-Erfolg.

 

Bildnachweis: Bild von tookapic auf Pixabay

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