Beim Website Cookie Tracking werden die Aktivitäten von Internetnutzern auf einer Website protokolliert, um daraus individuelle Nutzerprofile oder statistische Analysen zu erstellen. Insbesondere Unternehmen können davon profitieren. Hier erfahren Sie, wie Tracking funktioniert, welche Kennzahlen erfasst werden und welche Analysetools Sie bei der Auswertung unterstützen. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Tracker DSGVO-konform gestalten.

Was sind Tracker auf Webseiten?

Für das Tracking nutzen Webseitenbetreiber sogenannte Cookies. Diese Dateien werden auf dem Gerät des Nutzers hinterlegt und weisen jedem Besucher eine Nummer zu. So können Websites beispielsweise wiederkehrende Besucher erkennen.

Weitere Tracking-Methoden liefern ebenfalls wertvolle Informationen zum Nutzerverhalten: Die IP-Adresse zur Standortbestimmung, das Fingerprinting – gesammelte Daten zur Konfiguration von genutzten Geräten und Browsern – sowie das App-Tracking.

Diese Kennzahlen sind relevant

Was konkret beim Cookie Tracking auf der Website gemessen wird, hängt vom genutzten Tool ab. Relevant sind folgende Kennzahlen:

  • Anzahl der Webseitenbesuche
  • Anzahl der aufgerufenen Einzelseiten pro Sitzung
  • Quellen: Woher kommen die Besucher (über eine Suchmaschine, den Newsletter, Social Media oder direkt über die URL)?
  • Wie lange bleiben sie?
  • Auf welchen Seiten halten sich die Besucher besonders lange auf und wo ist die Absprungrate hoch?

Warum die Analyse des Nutzerverhaltens wichtig ist

Als Unternehmen über eine Business Website zu verfügen, ist eine Sache. Zu wissen, wie die Besucher damit umgehen, eine andere. Daher sind Analysen des Nutzerverhaltens notwendig. Sie erfahren, wie relevant der Content Ihrer Website für die User ist oder wie benutzerfreundlich sie gestaltet ist. So haben Sie die Möglichkeit, das UX Design Ihrer Website zu optimieren und Ihr Content Marketing erfolgreich umzusetzen.

Zudem liefern Ihnen die gesammelten Daten wertvolle Informationen über Ihre Zielgruppe. Für Werbekampagnen in sozialen Netzwerken können Sie so Ihre Wunschkunden anhand verschiedener Kriterien wie Wohnort, Geschlecht, Alter, Interessen passgenau auswählen. Damit steigen Ihre Chancen, dass die Ads insbesondere den Menschen gezeigt werden, die Ihr Produkt oder Ihren Service interessant finden.

DSGVO: Die rechtliche Perspektive zum Website Cookie Tracking

Die Abkürzung DSGVO steht für Datenschutz-Grundverordnung. Sie wurde 2016 von der Europäischen Union beschlossen und gilt seit dem 25. Mai 2018. Mit dieser Verordnung sollen die verschiedenen nationalen Gesetzgebungen zum Datenschutz in Europa vereinheitlicht werden. Die DSGVO hat folgende Ziele:

„Diese Verordnung enthält Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten. Diese Verordnung schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten.“ 

Art. 1 DSGVO, Abs. 1 und 2.

Wer eine Website betreibt und Daten über das Nutzerverhalten mittels Tracking sammeln möchte, muss die Seite so gestalten, dass sie der DSGVO entspricht. Konkret heißt das:

  • Klar und transparent zu kommunizieren, wie welche Daten gesammelt, zu welchem Zweck sie verwendet und wie lange sie gespeichert werden.
  • Die Nutzer über ihre Rechte bzgl. ihrer personenbezogenen Daten aufzuklären.

Diese Punkte erläutern Sie in der Datenschutzerklärung, die auf Websites häufig über den Footer abrufbar ist.

Damit Sie als Unternehmen oder Privatperson überhaupt Daten von Dritten sammeln dürfen, ist deren aktives Einverständnis notwendig. Sind sie nicht mit dem Cookie Tracking ihrer Aktivitäten auf der Website einverstanden, dürfen keine Daten über sie gesammelt werden.

Tracking Tools – Ein Überblick

Es gibt zahlreiche Tracking Tools, die Sie für die Datenanalyse verwenden können. Einige davon sind gratis, andere kostenpflichtig. Doch der Preis ist nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal. Hier finden Sie drei bekannte Tracking Tools mit ihren Vor- und Nachteilen:

Google Analytics

Google Analytics gehört zu den kostenlosen Tools und bietet vielfältige Funktionen wie Besucherzählung, qualitative und quantitative Analysen zum Nutzerverhalten, Details zu Website-Besuchern sowie in der Suchmaschine eingegebene Keywords. Der Nachteil: Das Tool gerät aufgrund der Datenschutzbestimmungen immer wieder in die Kritik. Eine umfangreichere, kostenpflichtige Version des Tools ist Google Analytics 360.

Matomo – ehemals Piwik 

Das Tracking Tool Matomo bietet einen besseren Datenschutz als Google Analytics, da die Daten auf dem gleichen Server wie die eigene Website liegen. Dank zahlreicher Plug-ins lassen sich die Funktionen dem individuellen Bedarf anpassen. Es gibt zwei kostenlose Varianten: Matomo On-Premise, die technisches Know-how sowie einen Server erfordert und ein WordPress Plug-in mit vielen integrierten Funktionen.

Hotjar

Hotjar ist eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Tracking Tools, da es den Schwerpunkt auf das Besucherverhalten legt. In „Heatmaps“ können Sie sehen, wohin Nutzer klicken und wie sie über die Seiten scrollen. Anhand individueller Aufnahmen von Website-Besuchen können Sie so jede Aktion eines Besuchers nachverfolgen. Die analysierten Daten helfen Ihnen dabei, das UX Design Ihrer Website zu optimieren.

Für die Analyse des Nutzerverhaltens in den sozialen Netzwerken gibt es spezielle Social Media Tracking Tools. Hierzu zählen u. a. Hootsuite, Brandwatch und Talkwalker.

Google Analytics Tracking Code erstellen und einbinden

Damit Sie das Nutzerverhalten auf Ihrer Website mittels Cookies tracken können, benötigen Sie zunächst einen Account bei Ihrem ausgewählten Analytics Tool. Dort erhalten Sie eine Tracking-ID und generieren damit den Code für Ihre Website.

Wenn Sie für Ihre Website beispielsweise das Content Management System WordPress nutzen, können Sie den Google Analytics Tracking Code per Plug-in implementieren. Der Tracking Code für Matomo lässt sich mithilfe von Programmierkenntnissen individuell anpassen. Er sollte anschließend in den <head> des Website-Quelltextes eingefügt werden, damit das Nutzerverhalten möglichst frühzeitig – von der ersten Millisekunde an – protokolliert wird.

Einbindung eines Consent Banners

Daten über das Nutzerverhalten zu sammeln ist für Sie als Unternehmen wichtig; der Datenschutz für Ihre Website-Besucher ebenso. Deshalb sollten Sie ein Consent Banner auf Ihrer Website einbinden und dafür eine Content Management Platform (CMP) wählen. Die verschiedenen Anbieter setzen in der Regel die jeweils gültigen Datenschutzbestimmungen um.

Viele Tools bieten kostenlose Basisversionen, die aber nur für kleine Websites ausreichend sind. Wenn Sie mehrere Domains, viele Seitenaufrufe oder zahlreiche Unterseiten haben, benötigen Sie eine kostenpflichtige Version. Zu den bekanntesten CMPs gehören Usercentrics, Consent Management Provider, Cookiebot, CCM19 und Borlabs Cookie, ein spezielles Plug-in für WordPress.

Website Tracking mit Cookies rechtssicher gestalten

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Tracking bietet, um Ihre Website auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe anzupassen, mehr qualitative Leads zu generieren und die Conversion Rate zu erhöhen. Achten Sie unbedingt darauf, das Cookie Tracking DSGVO-konform zu gestalten und regelmäßig zu aktualisieren, da sich die rechtlichen Bestimmungen häufiger ändern. So sind Sie auf der sicheren Seite.

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Die häufigsten Fragen zum Website Cooking Tracking

1. Warum lohnt es sich, auf einer Website das Cookie Tracking zu nutzen?

Durch Tracking erhalten Sie wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten auf Ihrer Website. Diese Informationen helfen Ihnen dabei, Ihren Online-Auftritt benutzerfreundlicher zu gestalten und zugleich mehr über Ihre Zielgruppe zu erfahren wie Wohnort, Alter, Geschlecht, Interessen.

2. Welche Daten werden beim Tracking von Webseiten gesammelt?

Je nach Konfiguration des Tracking Codes können individuelle Profile Ihrer Kunden oder statistische Analysen erstellt werden. Relevante Kennzahlen sind u. a. Anzahl Ihrer Website-Besucher, aufgerufene Einzelseiten pro Sitzung, Verbleib- und Absprungrate sowie Lead-Quelle.

3. Welche Analytics Tools gibt es?

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Analytics Tools. Zu den bekanntesten zählen Google Analytics, Matomo und Hotjar.

4. Was ist in Bezug auf den Datenschutz zu beachten?

Da beim Tracking personenbezogene Daten gesammelt werden, muss die Vorgehensweise der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen. Die aktive Zustimmung der Website-Besucher zur Sammlung dieser Daten ist ebenfalls erforderlich.

5. Wie lässt sich ein Consent Banner integrieren?

Für das Consent Banner auf Ihrer Website können Sie auf Consent Management Provider zurückgreifen, die ihre Tools an die jeweils geltenden Datenschutzbestimmungen anpassen. So sind Sie definitiv auf der sicheren Seite.

Titelmotiv: Photo by Lukas Blazek on Unsplash

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