Keine Frage: Content-Marketing ist erfolgreich. Doch wissen Sie, wie gut Ihr Blog, Ihre Website und Ihre Social-Media-Kanäle wirklich sind? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Content-Marketing-Erfolg messen können, und welche Zahlen und Tools Sie benötigen, um die Güte Ihrer Content-Marketing-Strategie schwarz auf weiß zu belegen.

Dafür können Ihre strategischen Ziele im Content-Marketing sehr unterschiedlich sein: wie zum Beispiel Brand Awareness, Traffic-Steigerung, Leadgenerierung, Customer Conversion, Kundenbindung oder reiner Vertrieb. Nicht nur die Ziele unterscheiden sich, sondern auch die Medien, mit denen diese erreicht werden sollen. So sind zum Beispiel für Blogartikel andere Kennzahlen wichtig als für Facebook. Wir stellen die wichtigsten KPIs und Messwerkzeuge für Content-Typen und Ziele vor.

 

Im „Auge“ des Content-Marketing-Erfolgs: die Website

Da sich im Online-Marketing alles um die Website dreht, fangen wir bei ihr an: Zuallererst interessiert die Reichweite. Dabei stehen verschiedene Kennzahlen zur Verfügung:

  • Einzelne Seitenaufrufe (Aufruf der Seite pro Sitzung): Mit dieser Zahl lässt sich die Beliebtheit der Seite/eines Themas auf einen Blick gut erfassen.
  • Verweildauer/Absprungrate: Auch noch interessant sind in diesem Zusammenhang die durchschnittliche Zeit, die der Besucher auf der Seite verbringt, die Absprungrate und die Ausstiege. Die Verweildauer zeigt, ob ein Blogartikel gut ankommt. Sie sehen, ob Ihre User die nötige Zeit auf der Seite verbringen, die es zum Lesen des Artikels braucht. Eine hohe Absprungrate muss nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein. Beim Blog heißt dies vielleicht, dass die User genug Infos erhalten haben. Allerdings kann wiederum eine sehr hohe Absprungrate natürlich auch zeigen, dass etwas am Inhalt oder Workflow nicht stimmt, wenn zum Beispiel übermäßig viele User an einer bestimmten Stelle im Bestellprozess aussteigen.
  • Gerätenutzung: Im Zuge von „Mobile first“ ist der Check wichtig, wie sich Ihre mobilen Nutzer verhalten. Wer schaut sich Ihre Website und Inhalte auf dem Smartphone an?
  • Standort und Uhrzeit: Wo wird Ihr Content am meisten konsumiert? Die Antwort auf diese Frage liefert Ihnen wertvolle Informationen, um Ihr Produkt noch gezielter zu verkaufen oder für die Schaltung von Ads. Außerdem erfahren Sie so, wann Sie Ihre Inhalte am besten veröffentlichen sollten.

 

Das soziale Potenzial nutzen

Social Signals zeigen Ihnen, wie gut Ihr Inhalt in den sozialen Netzwerken ankommt. Dazu zählen: Retweets, @-Mentions, Likes und Reactions auf Facebook, Shares, Einbettungen (von Videos) und Kommentare. Wie bei der Website spielt die Reichweite eine große Rolle. Auf Facebook erfahren Sie in den „Insights“, wie viele Nutzer Ihren Beitrag gesehen haben. Nicht nur das: Auch zum Engagement liefert Facebook Zahlen. Auf einen Blick sehen Sie, wie viele Klicks Sie für einen Beitrag erhalten haben oder auch, wie viele Kommentare ein Beitrag ausgelöst hat.

Tipp: Setzen Sie die Interaktionen ins Verhältnis zur Reichweite. Daraus können Sie wichtige Informationen zur Kundenbindung und -Loyalität schlussfolgern.

Doch Achtung: Nur, weil viele User kommentieren, heißt das noch lange nicht, dass Sie erfolgreich posten. Es kommt auf die Qualität der Kommentare an. Nutzen Sie die Chance, an der Art der Kommentare zu erkennen, warum ein bestimmter Content bei Ihrer Zielgruppe gut ankommt oder nicht.

 

Nur die Conversion zählt wirklich

Nichts geschieht im Marketing nur zum Spaß, auch wenn das manche meinen. Es wird immer ein Ziel verfolgt – eine Conversion. Die muss nicht immer rein vertrieblich ausgerichtet sein. Oft geht es auch um Newsletter-Anmeldungen, die Kontaktaufnahme oder das Angebot von Downloads. Legen Sie Conversion-Ziele fest und analysieren Sie die Conversion-Pfade Ihrer Kunden. Google Analytics bietet Ihnen zum Beispiel gleich mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Conversion-Ziele miteinander in Zusammenhang bringen.

Tipp: Sie sind mit Ihren Conversions nicht zufrieden? Dann gehen die Maßnahmen mit der Phase der Customer-Journey, in der sich der User befindet, vielleicht nicht konform. Wer sich zum Beispiel nur informieren möchte, ist mit einem konkreten Angebot überfordert. Sind alle Aktionen auf allen Devices ausführbar? Sorgen Sie für eine responsive mobile Seite, um Conversions auf dem Smartphone zu erleichtern.

 

Tools, um Content Marketing zu messen

Je nachdem, was Sie mit Ihrem Content Marketing erreichen möchten, können Sie Marketing-Software-Tools bei der Analyse unterstützen. Google Analytics und Piwik gehören zu den bekanntesten Tracking-Tools. Allerdings: Diese Software-Lösungen liefern viele nützliche Daten, sie sind zudem kostenlos aber keine Allzweck-Lösung. Deshalb ist unser Rat, bei Bedarf kostenpflichtige Tools einzusetzen. Ein gutes Werkzeug, um verlässlichere Zahlen im Social-Media-Bereich zu generieren, ist die Social-Media-Monitoring-Plattform Talkwalker. Sie bindet die Daten von Drittanbietern ein, wodurch Sie eine genaue Übersicht erhalten, wer wann wo über Sie in den sozialen Medien spricht.

Eine umfangreiche Marketing Automation Software, auch um Lead-Entwicklungen im Auge zu behalten, ist HubSpot. Die Lösung verfügt über ein mächtiges Dashboard, in dem umfangreiche Marketing-Inbound-Workflows konzipiert, geplant, umgesetzt und analysiert werden können

Mit Scompler von Content-Marketing-Experte Mirko Lange lassen sich Themen- und Redaktionspläne einfach anlegen und verwalten. Außerdem ist das Managen von Facebook-Ads und -Targeting sowie das Anlegen und Steuern einer Content-Strategie innerhalb des Tools möglich. In der Basisversion ist die Anwendung kostenlos.

 

Fazit: Eine Kennzahl ist keine Kennzahl

Jede KPI für sich allein genommen, sagt noch nicht viel über Ihren Content-Marketing-Erfolg aus. Denn der Interpretationsspielraum ist groß. Eine lange Verweildauer kann zum Beispiel auf eine intensive Auseinandersetzung des Users mit dem Thema hinweisen oder aber darauf, dass die benötigten Informationen viel zu spät genannt werden. Eine richtige Schlussfolgerung kann erst stattfinden, wenn die Absprungrate oder die Conversion ins Verhältnis gesetzt werden. Sie sollten außerdem Ihre Content-Marketing-Ziele immer im Auge behalten: Wenn Sie Ihren Blog nur als Kundenbindungstool und nicht als Conversion-Booster einsetzen, dann sind wenige blog-generierte Leads kein Problem. Denken Sie vor allem an eins: Das Auswerten von Daten ist kein Praktikanten-Job, sondern braucht Experten, die wissen, worauf es ankommt.

 

 

Quelle:

t3n – Mit diesen KPI misst du den Erfolg deines Content-Marketings

 

 

Jana Behr

Jana Behr ist IT-Fachredakteurin, PR-Beraterin sowie Bloggerin aus Köln und beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um IT, Telekommunikation und Digitalisierung.

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