Fast nichts geht über Google AdWords, wenn es darum geht, online auf sein Produkt oder seine Dienstleistung aufmerksam zu machen. Aber gerade am Anfang gilt es, die einzelnen Features des Tools zu verstehen und optimal zu nutzen. Die wichtigsten Infos dazu haben wir Ihnen in unserem Artikel Erfolgreich AdWords Kampagnen starten zusammengestellt. Im zweiten Teil unserer Google AdWords Guides zeigen wir Ihnen, wie Sie konkret eine Kampagne erstellen.

Bevor Sie beginnen, Ihre erste AdWords-Kampagne einzurichten, sollten Sie folgende Todos erledigen:

  • eine Landingpage erstellen, die Sie bewerben möchten,
  • Keywords recherchieren,
  • eine grobe Vorstellung von Ihrem Budget und
  • ein Gefühl dafür haben, wie Ihr Anzeigen-Text, basierend auf Ihren Keywords, aussehen wird.

Bevor wir beginnen, noch eine kurze Bemerkung: Google aktualisiert AdWords regelmäßig. Auch wenn Sie in unserem Artikel den heutigen State of the Art kennenlernen, kann sich dieser in einigen Wochen schon verändert haben.

Ihrer erste AdWords-Kampagne: Lassen Sie uns anfangen!

Gehen Sie auf http://www.google.de/adwords/ und klicken Sie auf „Jetzt starten!“. Füllen Sie die relevanten Details aus. Wenn Sie noch keinen Google Account haben, müssen Sie einen im Vorfeld anlegen. Wählen Sie aus, ob Sie individuelle Tipps zur Verbesserung erhalten möchten oder nicht. Bei kleineren Websites stellt Google direkt AdWords Express zur Verfügung. So erstellen kleine Unternehmen und AdWords-Anfänger in einigen angeleiteten Schritten kinderleicht eine Werbekampagne.

Wer eine umfangreichere AdWords-Kampagne plant, wechselt zur normalen AdWords-Ansicht.

So starten Sie Ihre erste AdWords-Kampagne.

1. Budget:

Gleich zu Beginn legen Sie das Budget pro Tag fest. Dieses sollte gerade zu Beginn nicht zu hoch sein, denn Sie üben noch. Allerdings ist der voreingestellte Euro etwas wenig. Denn sobald der Betrag an einem Tag erreicht ist, spielt Google die Anzeige nicht mehr aus. Übrigens: Kosten entstehen nur, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Gleich bei der ersten Eingabe errechnet Google die tägliche potenzielle Reichweite, die sich mit den weiteren Angaben ändert.

2. Zielgruppe

Location: Wenn Sie deutschlandweit oder international agieren, geben Sie diese umfassende Ortseingabe ein. Für lokale Geschäfte lohnt es sich allerdings, den Standort so weit wie möglich zu begrenzen, damit nur wenige User auf die Anzeige klicken, die sich gar nicht im Umfeld Ihres Geschäfts befinden. So geben Sie nicht unnötig Geld aus.

Werbenetzwerke: Hier können Sie wählen, ob Sie auch auf Websites Dritter, wie zum Beispiel Blogs, angezeigt werden möchten. Für den Anfang empfiehlt es sich, diese Auswahl erst einmal zu deaktivieren. So sind Sie sicher, dass Sie nur auf Google oder Seiten, die Google als Suchmaschine nutzen, werben.

Keywords: Zu Beginn geben Sie die Website an, für die Sie werben möchten. Google AdWords schlägt Ihnen dann zahlreiche relevante Keywords vor, die Sie nutzen, selektieren oder mit denen Ihrer Recherche ergänzen können.

Gebote: Sie zahlen für einen Klick einen im Vorfeld maximalen Gebotsbetrag (CPC, Cost per Click). Für den Anfang sollten Sie das AdWords-Feature nutzen, das Ihre Gebote so festgelegt, dass Sie mit Ihrem voreingestellten Budget die maximalen Klicks erzielen. Später, wenn Sie das System durschaut haben, lohnt es sich, zum Beispiel bei für Sie wichtigeren Keywords höhere Gebote einzustellen. Zum Prinzip: Da viele Unternehmen gleiche Keywords nutzen und Google bei der Ausspielung von Anzeigen nur einen begrenzten Platz hat, werden die Anzeigen von Google-Kunden, mit höherem CPC öfter ausgespielt als von Denjenigen mit kleinerem Budget. Allerdings ist das zum Glück nicht der einzige Faktor: Die Auslieferung von Anzeigen erfolgt anhand des Anzeigenranges des gebuchten Keywords (Adrank). Die Formel für den Adrank lautet: Adrank = CPC-Gebot x Qualitätsfaktor. Ohne tiefer in diese komplexe Materie einzugehen, hat Google diese „Versteigerungsmethode“ eingeführt, damit nicht nur der Werbetreibende mit dem höchsten Budget an erster Stelle ausgespielt wird.

3.Textanzeige erstellen

Hier erstellen Sie Ihre Anzeige mit Live-Vorschau. Arbeiten Sie mit einer attraktiven Head und einer griffigen 80-Wörter-Beschreibung, die einen Call-to-Action, zum Beispiel zu einer Sonderaktion enthält. Sie nutzen dazu Ihre im Vorfeld recherchierten Haupt-Keywords. So verführen Sie die User, auf Ihre Anzeige zu klicken! Vergessen Sie nicht, Ihre URL einzutragen!

Dann speichern Sie alles und geben im letzten Schritt Ihre Zahlungsdaten ein!

 

Bei einer AdWords-Kampagne kommt es auf den richtigen Mix von Gebot, Budget und Keyword an!

Kommen wir nun nochmal zum Gebot und Budget. Ziemlich schnell werden Sie erkennen, dass die aktuelle Anzeigengruppe nicht optimal eingestellt ist. Nur drei bis fünf Personen pro Tag sehen Ihre Anzeige (Impressionen), was nicht ausreicht, Besucher auf die Webseite zu bekommen (Klicks). Das liegt oft daran, dass die ausgewählten Keywords über niedrige Suchvolumina verfügen. In diesem Fall müssen Sie eine weitere Keyword-Recherche durchführen, um relevante Keywords mit höheren Suchvolumina zu finden.

Je mehr Keywords ausgewählt werden, desto mehr Impressionen erhalten Sie. Was bedeutet, dass mehr Menschen die Anzeigen sehen und schätzungsweise mehr Klicks folgen. Wie finden Sie den goldenen Mittelweg zwischen Zeit-  und Budget-Investition und guten Ergebnissen? Nun, hier können Sie, vor allem bei der ersten Kampagne, nur nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ agieren. Aber wir geben Ihnen eine Vorstellung, wie viel Geld Sie in eine Kampagne investieren dürfen:

Sagen wir, dass Sie wissen, dass auf Ihrer Herren-Tennisschuh-Seite ein Paar Schuhe alle 20 Besucher verkauft werden und dass der Gewinn pro Paar 30 Euro ist. Klar ist, wenn Sie mehr als 30 Euro ausgeben, um diese 20 Besucher durch AdWords zu gewinnen, fährt die Kampagne einen Verlust ein. Stellen Sie Gebot und Budget so ein, dass die täglichen geschätzten Kosten niedriger als Ihr erwarteter Gewinn sind.

Eine weitere Lösung: Finden Sie Keywords, die zwar gut performen, aber deren geplantes Gebot niedriger ist. Der Google Keyword-Planer stellt Ihnen diese Informationen zur Verfügung. Wenn Sie bereits Conversions in Google Analytics oder einem ähnlichen Programm eingerichtet haben, können Sie diese Informationen verwenden, um Ihre Gebote und Ihr Budget zu steuern. Unabhängig davon, welche Methode Sie verwenden, ist es wichtig, zu beobachten, wie Ihre Anzeigen performen und Ihr Gebot oder das Budget, wenn nötig, anzupassen. Tipp: AdWords empfiehlt, mindestens zwei Anzeigen pro Anzeigengruppe zu erstellen. AdWords zeigt dann im Dashboard alle Anzeigen einer AdGroup an und nutzt jeweils den besten Entwurf.

Letzte Schritte zur ersten AdWords-Kampagne

Sobald Sie mit Ihren Anzeigengruppen, Keywords, Anzeigen, Geboten und Budget zufrieden sind, speichern und pausieren Sie die Kampagne. Sie müssen dies tun, damit Sie das Keyword-Matching, wie im ersten Teil beschrieben, ändern können. Klicken Sie auf die Registerkarte Keywords, um alle Schlüsselwörter auszuwählen, indem Sie das obere Kästchen ankreuzen. Klicken Sie dann auf Bearbeiten und „Keyword-Optionen ändern“. Wählen Sie „genau passend“ und dann „Änderungen vornehmen“.

Und das war’s – Ihre erste AdWords-Kampagne ist online! Das Prinzip für alle nachfolgenden Kampagnen ist das Gleiche.

 

Überwachen Sie Ihre erste Kampagne

Sie sehen, dass die AdWords-Plattform zahlreiche Daten über Klicks, durchschnittliche CPC, CTR und so weiter, liefert. Auch wenn diese nützlich sind, sind die wichtigsten Metriken die Kosten und Conversions. Im Wesentlichen sollten Ihre ersten Kampagnen darauf abzielen, dass Sie von AdWords profitieren. Dafür konzentrieren Sie sich auf Ihren ROI mit der Formel, die wir Ihnen im ersten Teil vorgestellt haben: Umsatz – Kosten für die Herstellung von Waren und Adwords Ausgaben/Kosten für die Herstellung von Waren und AdWords-Kosten.

 

Ihre erste AdWords-Kampagne – Fazit

Denken Sie daran – es braucht Zeit, um AdWords zu verstehen und effizient zu nutzen. Seien Sie bereit, ein vernünftig großes Budget für Ihre ersten Kampagnen einzusetzen. Experimentieren Sie mit Keywords, der Anzeigen-Copy, Geboten und Budgets, bis Sie den richtigen Mix für sich finden, der für Sie funktioniert. Wir sind davon überzeugt, dass Sie durch unseren kleinen AdWords-Guide gegenüber Ihrer Konkurrenz einen großen Vorsprung haben.

Jana Behr

Jana Behr ist IT-Fachredakteurin, PR-Beraterin sowie Bloggerin aus Köln und beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um IT, Telekommunikation und Digitalisierung.

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