Musikanten aufgemerkt! Sie sind quasi mit Ihrer Gitarre verheiratet oder ein begnadeter Virtuose auf dem Keyboard und verbringen Ihre Zeit am liebsten im Proberaum, um Ihren schöpferischen Ideen freien Lauf zu lassen? Dann zählen Sie zu den geschätzten Menschen, die sich als musikalisch engagiert bezeichnen können.

Leider ist damit nicht zwangsläufig die Fähigkeit verbunden, Noten korrekt niederzuschreiben. Um Ihre Kreationen allerdings dauerhaft zu speichern und sie Ihren Bandkollegen oder Ihrer Fangemeinde vorstellen zu können, haben Sie nun mehrere Optionen:

  • Sie sind stets persönlich vor Ort, um Ihre Ideen über die eigene Darstellung zu teilen.
  • Oder Sie nehmen die Ergebnisse auf einen Tonträger auf und hinterlegen diesen zur weiteren Verwendung. In diesem Fall würde von der Nachwelt allerdings eine gewisse Abstraktionsfähigkeit abverlangt, da die Hinterlassenschaft nur über das Gehör wahrgenommen werden kann.
  • Oder Sie schreiben Noten!

Noten im Web schreiben ist kein trivialer Vorgang

Wer im Musikunterricht nicht wirklich interessiert aufgepasst hat und sein Instrument zudem als Quereinsteiger erlernt hat, dem fällt es ggf. schwer, Noten fachgerecht zu aufzuschreiben. Sehr hilfreich sind in diesem Zusammenhang Akkordangaben zur Begleitung mit der Wandergitarre über den durchaus formschönen, parallel verlaufenden Linien mit den schwarzen Punkten und Symbolen, wie man sie aus Liederbüchern aller Art kennt.

Tabulatur ist ebenfalls ein recht simples Pendant zur ausreichenden Fixierung beliebter Klangfolgen auf dem Papier. So jedenfalls kann man das aus der bescheidenen Sicht eines Amateur-Gitarristen beurteilen. Für richtige Noten mit Taktstrichen, Pausenzeichen, Notenschlüsseln, Tempo-Angaben, Haltebögen, Triolen, etc. ist es allerdings am Ende wohl doch sinnvoller, Musiknoten fachgerecht zu verwenden. Insbesondere dann, wenn eine Transformation der Noten auf ein anderes Instrument, z.B. von Gitarre auf Klavier stattfinden soll. Andererseits ist das auch wieder viel zu kompliziert. 
Vor allem dann, wenn die Noten auch noch im Internet, z.B. im eigenen Blog veröffentlicht werden sollen, oder nicht?

ABC-Notation

Wir behaupten: „Nein, das ist wirklich alles ganz einfach!“ Denn mit einem kleinen Umweg kann auch der Musiklaie ein Noten-Output generieren, mit dem ein Profi-Musiker etwas anfangen kann. Die Lösung lautet: „ABC-Notation“. Bereits seit 1991 existiert dieser offene Standard zur Musiknotation mit Hilfe von ASCII-Zeichen.
Wer sein Instrument ein wenig besser kennt, ist sicher in der Lage, einen Ton zu benennen, der gerade gespielt wird. Sei es nun aufgrund des Gehörs oder durch die reine Beobachtungsgabe. Sofern diese Grundvoraussetzung erfüllt ist, kann mit Hilfe der ABC-Notation und ein wenig Übung das erste fertige Notenblatt bereits in kurzer Zeit entstehen. Der Feinschliff inklusive aller Pausen, etc. kann unkompliziert und jederzeit nachträglich implementiert werden.

Mit „abcjs“ Musiknoten rendern

abcjs“ ist ein Open Source Projekt von Gregory Dyke und Paul Rosen, welches sich mit dem Rendering von Musiknoten im Browser auf Basis von JavaScript befasst. Als Input wird dabei die ABC-Notation nach geltendem Standard verwendet, als Output werden fertige Musiknoten produziert und im Browser dargestellt. Unterstützt wird dabei der komplette Umfang des ABC-Notationsstandards.



Zum Test der Notation mit Hilfe von „abcjs“ kann die Seite „drawthedots.com“ verwendet werden. Sie bietet neben zahlreichen Beispielen einen Editor für persönliche Kompositionen und Notations-Tests. Ein besonderer Teil des Editors ist eine MIDI-Schnittstelle, über die das komponierte Stück auch direkt abgespielt werden kann.

Bei temporären Kompositions-Engpässen hilft eventuell der Random Letter Sequence Generator.



Vorausgesetzt, man verwendet ausschließlich die Zeichen „abcdefg“, kann eine beliebige Anzahl an gültigen Tonfolgen per Zufallsgenerator erstellt werden. Diese wiederum bringen oft mit viel Geduld und einem starken Nervengerüst tatsächlich die notwendige Inspiration und damit das fehlende Glied in einer gelungenen, aber bis dato noch unvollständigen Komposition ans Tageslicht.

Anmerkung der Redaktion: Die auf diese Weise erstellten Tonfolgen können zudem oder alternativ auch für Fingerübungen zum „Warmspielen“ und „Notenüben“ verwendet werden!

ABC in WordPress einbinden

Um nun auch als Musiklehrer, Hobbymusiker oder bereits populärer Rockstar auch im eigenen Blog in den Genuss dieser vereinfachten Schreibweise zu kommen, müsste „abcjs“ relativ aufwendig und manuell in den Code des Blogs eingebunden werden, da die Schnittstellen sowohl im Backend (Dashboard) als auch im Frontend (in den Blogbeiträgen) gebraucht werden. Glücklicherweise hat dies bereits Paul Rosen (als einer der Entwickler von „abcjs“) für den Rest der Menschheit in Form eines WordPress-Plugins mit dem sprechenden Namen „ABC Notation“ erledigt. Die Einbindung dieses Plugins ist ungleich einfacher zu bewerkstelligen. Die Installation erfolgt wie üblich über das Backend bzw. das Plugin-Verzeichnis.



Sobald das Plugin aktiviert ist, können innerhalb eines Beitrags zwischen den Zeichenfolgen „[abcjs]“ und „[/abcjs]“ beliebige Angaben in Form von ABC-Notation geschrieben werden. Diese werden dann in der entsprechenden Seite bzw. dem Beitrag vom Browser interpretiert und in Form von Noten ausgegeben.

Diese kurze Angabe mit Hilfe von ASCII-Symbolen ergibt nach dem Rendering das folgende Browser-Output:

An den Parser bzw. den Engraver können zudem Parameter mitgegeben werden, in diesem Fall „staffwidth“ und „scale“. Während die Größe (Breite) des Notenblatts durch „staffwidth“ in Pixeln definiert wird, kann mit Hilfe von „scale“ die Größe der Noten angegeben werden. Dabei ist eine Skalierung mit dem Wert „1“ als Standard definiert, Werte darunter (in diesem Fall 0,8) verkleinern die Notendarstellung, darüber liegende Werte sorgen für eine Vergrößerung der Noten.

Weitere Parameter und optionale Einstellungen werden auf Paul Rosen’s Website zum WordPress-Plugin erklärt.


Die wichtigsten Optionen von „ABC Notation“

  • Noten und deren Werte
  • Pausen
  • Taktstriche, Wiederholungszeichen, Schlussstriche
  • Akkorde
  • Textzeilen inklusive Silbenerkennung und –Modifikation unterhalb der Noten
  • Versetzungszeichen
  • Bögen, Triolen, Staccato, uvm.

Weitere Quellen im Internet

Zusammenfassend finden Sie alle im Artikel aufgeführten Verknüpfungen noch einmal in der Übersicht:

Fazit

Will man sein musikalisches Talent für die Nachwelt festhalten, kommt man über kurz oder lang nicht um die Niederschrift in Notenform herum. „ABC Notation“ hilft, professionelle Notenblätter oder Auszüge im eigenen Blog oder der eigenen Website zu veröffentlichen.

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Thomas von Mengden

Social Media Manager & PR Comms bei Host Europe GmbH
Thomas von Mengden ist als Redakteur und Autor des Blog & SEO-Teams für die Host Europe GmbH tätig, einem der größten Anbieter von Domain- und Webhosting in Europa. Privat interessiert sich Thomas vor allem für alle Art technischer Gadgets, Web-Entwicklung, SEO und Sport.

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