Das Thema Sicherheit spielt beim Webhosting eine entscheidende Rolle. Nur wer sich gegen Malware, Hacker und Datenverluste schützt, kann das Vertrauen der Nutzer gewinnen. Dazu bedarf es diverser Maßnahmen – von Backups über SSL-Zertifikate bis hin zu geeigneten Passwörtern. Wir erklären Ihnen anhand von sieben Best Practices, wie Sie die Sicherheit Ihres Webauftritts erhöhen.

Die Wahl des richtigen Webhosters

Das Fundament jeder Website bildet der Webhoster. Alle Vorgänge inklusive der dazugehörigen Daten laufen über die Server des Hosters. Entsprechend wichtig ist es, sich nicht einfach für den Erstbesten zu entscheiden, sondern die Auswahl sorgfältig zu treffen. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: Von der Datenmenge der Website über den zu erwartenden Traffic und Malware-Scans bis hin zu Verfügbarkeitsgarantien gilt es genau zu überlegen, welches Angebot am besten zum jeweiligen Bedarf und Budget passt. Host Europe bietet Hosting-Pakete für einfache Websites ebenso wie für komplexe Projekte an.

Gute Passwörter und Nutzer-Privilegien

Alle Schutzmaßnahmen für die Website, das CMS und FTP-Zugänge helfen wenig, wenn die verwendeten Passwörter schwach sind. Simple Kennwörter lassen sich allzu leicht erraten. Zudem können Botnetze via Brute-Force beispielsweise sechsstellige Passwörter in durchschnittlich vier Stunden knacken.

Um möglichst sichere Passwörter zu finden, bieten sich mehrere Strategien an. Dazu gehört etwa die Praxis, sich Sätze auszudenken und die Anfangsbuchstaben aller Wörter aneinanderzureihen – inklusive einiger Zahlen. Eine praktischere Alternative sind Passwortmanager wie 1Password, über die sich beliebig lange Kennwörter aus zufälligen Zeichenabfolgen generieren und speichern lassen.

Zusätzlich zu geeigneten Passwörtern ist es ratsam, nur Mitarbeitern Zugriff zum CMS zu gewähren, die entsprechende Accounts für ihre Arbeit benötigen. Jeder zusätzliche Nutzerzugang ist eine potenzielle Schwachstelle. Die jeweiligen Accounts sollten zudem so wenige Privilegien wie möglich bekommen. Redakteure sollten beispielsweise nur Texte oder Bilder einfügen und nicht etwa Änderungen an den Einstellungen der Website vornehmen können.

Regelmäßige Backups beugen Datenverlusten vor

Egal ob Hacker, Malware oder falsche Einstellungen – viele Faktoren können die Funktionalität und den Datenbestand einer Website korrumpieren. Im Fall der Fälle helfen Backups dabei, verlorene Inhalte wiederherzustellen. Genauso wie beim PC sollten regelmäßige Datensicherungen daher auch zum Alltag des Webhostings gehören. Professionelle Hoster wie Host Europe machen automatisiert tägliche Backups Ihrer Daten und sorgen so für die nötige Sicherheit.

Dass auch manuelle Backups einfach von der Hand gehen, zeigen viele Plugins für Content-Management-Systeme. Für WordPress beispielsweise empfiehlt sich UpdraftPlus, das sowohl den Backup-Prozess als auch die Datenwiederherstellung benutzerfreundlich und intuitiv gestaltet. Zudem werden die Sicherungen auf Nutzerwunsch direkt zu Cloud-Diensten wie Dropbox und Google Drive übertragen.

Per Plugin zum gewünschten Feature

Moderne Content-Management-Systeme lassen sich durch Plugins von Drittanbietern um alle denkbaren Funktionen erweitern. Insbesondere für Marktführer WordPress gibt es schier unzählige Plugins. Unabhängig vom verwendeten Theme ist es so möglich, alle erdenklichen Features nachträglich in den jeweiligen Webauftritt einzubauen. Dazu zählen auch sicherheitsrelevante Features wie Backups, Spam-Schutz und Virenscanner.

SSL-Zertifikat für sichere Verbindungen

Nutzer legen mehr und mehr Wert auf Datenschutz. Der Secure Sockets Layer (SSL) gehört daher zur Mindestausstattung einer Webpräsenz. Das Zertifikat gewährleistet die verschlüsselte Datenübertragung zwischen Nutzer und Website, sodass Dritte keine Inhalte auf dem Übertragungsweg abgreifen können. Google stuft Internetseiten deshalb mittlerweile im Ranking ab, wenn sie kein SSL-Zertifikat aufweisen. Zudem warnen moderne Browser ihre Nutzer beim Besuch von Websites ohne Verschlüsselung. Um Seriosität auszustrahlen und bei Suchmaschinen gut zu ranken, sind SSL-Zertifikate deshalb unerlässlich.

Entsprechende Zertifikate stehen in verschiedenen Formen und Preiskategorien bereit. Eine besonders nutzerfreundliche Variante ist das kostenlose SSL-Inklusivzertifikat, das Sie zu jedem WebHosting- und WebServer-Produkt kostenlos hinzubekommen.

Auf Softwareupdates achten

Neben verschlüsselten Verbindungen, guten Passwörtern und regelmäßigen Backups gibt es noch weitere Maßnahmen, die für die Website-Security essenziell sind. Dazu zählen die regelmäßig erscheinenden Aktualisierungen. Egal ob CMS-Updates, Theme-Neuerungen oder Plugin-Aktualisierungen – alles sollte stets auf dem aktuellen Stand sein, sofern es keine bekannten Inkompatibilitäten einzelner Bestandteile gibt. Nur so besteht ein größtmöglicher Schutz vor Viren, Malware und Hackerangriffen. Vor jedem Update-Vorgang empfiehlt sich ein Backup der gesamten Seite, um auf unvorhergesehene Folgen des Installationsprozesses vorbereitet zu sein.

Regelmäßige Malware- und Virenscans

Eine hundertprozentige Sicherheit vor Schadsoftware gibt es nicht. Viren und Malware können sich daher trotz aller Schutzmaßnahmen einschleichen. Falls es dazu kommt, gilt es mehrere Dinge zu beachten. Wichtig ist etwa zu wissen, ob das gebuchte Webhosting-Paket einen Malware-Schutz enthält und der Anbieter automatisch geeignete Gegenmaßnahmen einleitet. Ansonsten stehen für CMS wie WordPress viele Tools – wie beispielsweise Wordfence Security – gegen Schadsoftware zur Verfügung, die Administratoren helfen, unerwünschte Software aufzuspüren. Falls eine Website irreparabel infiziert ist, bleibt Seitenbetreibern nur noch das Aufspielen eines Backups.

Geeignete Sicherheitsmaßnahmen beim Webhosting

Die richtigen Sicherheitsmaßnahmen zählen zu den Stützpfeilern jeder Website. Malware-Scans, Backups, gute Passwörter und viele weitere Dinge tragen zum Schutz bei. Auch regelmäßige Softwareupdates für das CMS und andere Website-Komponenten wie das Theme sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit. Welche WordPress-Themes besonders empfehlenswert sind, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag „Die meistverkauften WordPress-Themes von 2019 im Überblick”.

Bild von xresch auf Pixabay

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