Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Online-Marketing-Maßnahmen zu nutzen, um Ihre Website zu stärken? Dann gibt es neben Werbebannern und unterschiedlichen Anzeigenschaltungen unter anderem die Möglichkeit des Linkmarketings. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei Formen: Das klassische Linkmarketing und das Content Seeding. Was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und mit welchem Effekt und Aufwand diese verbunden sind, klärt dieser Beitrag.

Das klassische Linkmarketing

Ihnen ist sicherlich schon ein Beitrag begegnet, der – wie dieser hier – auf einer Website veröffentlicht wurde, die nicht die eigene ist. Solche Beiträge werden als „Gastbeitrag“ bezeichnet. Man muss hierbei zwischen einem informativen Text, der weitere Informationen zu einem Thema für den Leser verlinkt und einem Artikel, der eine Firma oder ein Produkt näher vorstellt, unterscheiden. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben und dieser bekannter werden soll, sollten Sie sich mit der klassischen Möglichkeit des Linkmarketings näher befassen.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Advertorials
  • Artikelanzeigen
  • Sponsored Posts
  • Native Advertising

Diese Formen eint, dass es sich hierbei häufig um bezahlte Beiträge mit einem Link zu einer kommerziellen Seite handelt. Neben dem bekannten Werbebanner und den Google Ads Anzeigen bildet das klassische Linkmarketing mehr als nur einen kurzen Wink zum Webshop. In einem Advertorial lassen sich zum Beispiel neben Informationen zum Unternehmen, Shop und Produkt interessante Neuigkeiten oder Anwendungsbeispiele aufzeigen. Dadurch wird der Leser nicht direkt auf den kommerziellen Inhalt aufmerksam, sondern erfährt Wissenswertes zu dem Produkt oder der Firma dahinter.

Solche Artikel werden zum Beispiel auf Websites großer Zeitungen publiziert und sind deutlich als solche zu erkennen. Sie erscheinen entweder in einer eigens dafür vorgesehenen Rubrik oder werden thematisch passend untergebracht. In jedem Fall werden sie mit einem Hinweis gekennzeichnet, der meist über dem Artikel steht. Dadurch ist ersichtlich, dass es sich um einen Artikelplatz mit Werbung handelt, die der jeweilige Shop-Betreiber in Auftrag gegeben und veröffentlicht hat.

Bei diesen bezahlten Beiträgen ist es neben der Kennzeichnung wichtig, dass der Link im HTML-Quellcode mit dem Attribut „rel=nofollow“ gekennzeichnet wird. Nähere Infos dazu finden Sie bei den Google Webmasterrichtlinien.

Das Content Seeding

Während Sie beim klassischen Linkbuilding gezielt Webmaster kontaktieren, die gegen Bezahlung einen Beitrag auf Ihrer Seite veröffentlichen, geht es beim Content Seeding darum, mit einem guten Inhalt zu überzeugen und eine Verlinkung auf einer anderen Website zu erreichen.

Hierbei handelt es sich zum Beispiel um:

  • E-Books
  • Infografiken
  • Online-Tools
  • Whitepaper

Ziel ist es, einen so guten Inhalt zu erstellen, dass Webmaster und Blogger diesen ohne Ihr Zutun verlinken. Um das zu erreichen, müssen Sie zunächst eine gute Idee haben, die sich webwirksam umsetzen lässt. Das Thema sollte spannend und aktuell sein. Dem Nutzer dürfen außerdem keine Kosten entstehen und der Inhalt muss werbefrei sein. Das bedeutet im Klartext: Wenn Sie ein E-Book erstellen, muss dieses kostenlos direkt downloadbar sein, um möglichst viele Leser zu erreichen. Außerdem ist es ratsam, nicht zu viele Daten der Nutzer zu erfragen. Das kann sich negativ auf das Userinteresse auswirken und die Downloadzahl drastisch nach unten regulieren.

Sie haben hierbei zwei Möglichkeiten:

  1. Sie entwerfen eine sogenannte Landingpage, über welche der Nutzer direkt über einen Downloadbutton das fertige Dokument (z.B. als PDF) herunterladen kann.
  2. Sie möchten eine Option einrichten, dass dem User das E-Book per Mail zugeschickt wird. Verzichten Sie hierbei auf zu viele persönliche Daten. Die E-Mail-Adresse und eventuell der Name sind vollkommen ausreichend. Schließlich handelt es sich um ein digitales Dokument, wofür die postalische Adresse nicht benötigt wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das gewählte Medium (E-Book, Infografik etc.) werbefrei gestaltet sein muss. Viele Menschen nutzen heutzutage einen Adblocker, um bestimmten Werbeformen aus dem Weg zu gehen. Der Anteil in diesem Bereich steigt immer weiter an. Dadurch wird deutlich, dass Sie einem werbefreien, informativen Medium immer den Vorzug geben sollten. Die Internetnutzer finden hektisch blinkenden Bilder, Pop-Ups und dergleichen nicht ansprechend und blockieren diese entsprechend.

Abbildung - Anzahl der Nutzer von Werbeblockern in Deutschland - Quelle Statista 2019

© Statista 2019 / Quelle: eMarketer

Gestalten Sie Ihr E-Book oder ein sonstiges Content Seeding Produkt in jedem Fall so werbefrei wie möglich. Selbstverständlich stehen Sie als Urheber im Impressum, sodass jeder weiß, von wem das E-Book ist. Außerdem werden Sie es auf Ihrer Website hochladen und es entsteht eine klar erkennbare Verbindung.

Unterschiede in Bezug auf Budget- und Zeitaufwand

Wie Sie inzwischen festgestellt haben, unterscheiden sich diese beiden Linkmarketing-Möglichkeiten erheblich voneinander. Während Sie beim klassischen Linkmarketing dauerhaft wertvolle Ressourcen aufwenden müssen, sollte sich das Content Seeding Produkt von selbst verbreiten.

Budgetaufwand

Beim Content Seeding wird das meiste Budget vor der Fertigstellung benötigt. Das gefundene Thema muss ausgearbeitet werden, ein passendes Layout muss her und eventuell wird ein Programmierer benötigt, der alles in die Website einpflegt. Die eigentlichen Kosten entstehen hier also früher. Wenn Sie sich entscheiden, Statistiken zu entwerfen und Umfragen durchführen zu lassen, ist immer zu bedenken, dass Sie hier ebenfalls Budget benötigen. Es ist zudem zu berücksichtigen, dass spezielle Experten ebenso eine Aufwandsentschädigung verlangen können.

Im Gegensatz dazu werden beim klassischen Linkmarketing immer wieder Ressourcen gebraucht. Je nach dem, wie viele Beiträge Sie im Monat veröffentlichen möchten und um welche Websites es sich handelt, müssen Sie hier mit einem kontinuierlichen Budgetaufwand rechnen.

Zeitaufwand

Der zeitlich größte Aufwand findet beim Content Seeding zu Beginn statt. Schließlich müssen Sie den Inhalt nicht nur erstellen, sondern ihn ebenfalls bekannt machen und somit selbst aktiv werden, damit überhaupt jemand von dem Produkt erfährt. Näheres zu diesem Vorgehen und zum sogenannten Pre-Outreach erfahren Sie im Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Ihren SEO-Erfolg“.

Beim Linkmarketing wird je nach Bedarf oder Budget eine bestimmte Stundenanzahl im Monat benötigt. Das zieht sich dann allerdings über einen längeren Zeitraum, beziehungsweise über das ganze Geschäftsjahr.

Fazit

Um die eigene Bekanntheit zu steigern, sollten Sie sich mit diesen Möglichkeiten befassen. Da Links für das Ranking bei Google nach wie vor ein wichtiger Faktor sind, ist es ratsam, diesen Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Für was Sie sich letztendlich entscheiden, sollten Sie je von den vorhandenen Ressourcen abhängig machen. Eine Kombination aus klassischem Linkmarketing und Content Seeding ist empfehlenswert. So haben Sie zum einen die klassischen Advertorials mit einem Link zur kommerziellen Seite und zum anderen einen interessanten Inhalt, der die Nutzer von ganz alleine auf Ihre Website aufmerksam macht.

 

Bildnachweis: Pixabay Free Pictures

Patricia Unfried

Patricia Unfried

Patricia Unfried ist Teil des Content-Outreach-Teams bei eology und betreut Kunden im nationalen und internationalen Raum. Neben ihrer Aufgabe als Content-Marketing-Managerin verfasst die studierte Germanistin Blogbeiträge zu aktuellen SEO-Themen.
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