Die lise GmbH ist ein Unternehmen für agile Software-Entwicklung mit Sitz in Köln. Neben der individuellen Software- und Web-Entwicklung hat sich die lise GmbH auf das Thema Digital Workplace spezialisiert und entwickelt individuelle Workflows, mit denen Unternehmensprozesse z.B. über Sharepoint und Office 365 abbildet werden können. Wir sprachen mit Daniel Schwarz, einem der Geschäftsführer.

Hallo Daniel, du bist einer der Geschäftsführer der lise GmbH. Die lise GmbH gehört zu unseren treuesten Kunden. Seit wann seid ihr eigentlich Kunde bei Host Europe?

Unsere Firma gibt es seit 1999. Wir waren Studenten und haben uns überlegt, dass wir Dienstleistungen im Bereich Software-Entwicklung anbieten wollen, denn wir haben das zuvor schon hobbymäßig betrieben haben und einige Leute kamen mit Anfragen auf uns zu. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die lise GmbH. Unser Firmenname steht für Lösungen in der individuellen Software-Entwicklung – kurz lise.

Damals waren wir auf der Suche nach einem Provider, bei dem wir die Domain lise.de registrieren konnten und sind auf die Firma One2One gestoßen, aus der später die Host Europe wurde. Das war damals schon ein Kölner Unternehmen. Wir haben dort unsere Domain registriert und die ersten Hosting-Pakete bestellt.

… und seitdem seid ihr zusammen mit Host Europe gewachsen und habt euer Unternehmen und euer Dienstleistungsangebot weiter ausgebaut. Kannst du dich noch daran erinnern, wie ihr auf Host Europe aufmerksam geworden seid?

Ja, das war eine spannende Zeit. Um die Jahrtausendwende gab es Anbieter, die sich als Domainer bezeichnet haben. Es herrschte damals eine gewisse Goldgräberstimmung. Es ging vor allem darum, wer sich besonders attraktive Domains sichern konnte. Die Domainer, mit denen wir damals Kontakt hatten, haben uns auf Host Europe (oder damals One2One) aufmerksam gemacht, weil es dort einen E-Mail-Bot gab, über den man besonders schnell Domains registrieren konnte. Wenn eine neue TLD verfügbar war, konnte man dann diesen E-Mail-Bot, er hieß DrBopp, glaube ich, sofort – also über Nacht – vorbereitete E-Mails schicken lassen und hat dann automatisch eine Antwort bekommen. In den meisten Fällen hat man die gewünschte Domain dann auch tatsächlich bekommen. Das war das, worauf wir aufmerksam gemacht worden sind. Da haben wir gemerkt, dass Host Europe ein interessantes Unternehmen ist.

Das heißt: Schnelle und komfortable Domain-Registrierung war damals der USP von Host Europe.

Ja.

Abbildung - Webseite der lise GmbH

Webseite der lise GmbH – https://www.lise.de/

Ihr seid eine Agentur für Web-Entwicklung. Was macht Ihr genau?

Wir bezeichnen uns lieber als Agile Software Factory, aber das Wort Agentur beschreibt unser Vorgehen schon recht gut. Wir arbeiten mit einem Team von über 50 Leuten an einem einzigen Standort hier in Köln. Wir bündeln unser Team. Wir sind keine Consultants, die Bodyshopping betreiben und ihre Mitarbeiter montags früh in den Flieger setzen und dann kommen diese Mitarbeiter freitagnachmittags zurück und man sieht sich einmal im Jahr auf Mallorca. So läuft es bei uns nicht, sondern bei uns funktioniert agile Software-Entwicklung innerhalb unseres Büros. So wir nicht, wie gerade bedingt durch Corona, alle Home-Office machen. Wir haben cross-funktionale Teams, die eigenverantwortlich und produktverantwortlich für unsere Kunden arbeiten.

Das waren jetzt sehr viele Buzzwords. Kurz gesagt: wir machen Software-Entwicklung für unsere Kunden. Aber wir schauen dabei über den Tellerrand und beraten unsere Kunden auch darüber hinaus, was man machen kann.

Gibt es über die Software- und Web-Entwicklung hinaus noch weitere Bereiche, die ihr abdeckt?

Ja, wir sind seit über 10 Jahren Microsoft Gold Certified Partner und haben uns frühzeitig mit dem Thema Sharepoint beschäftigt. Heute kann man den Begriff wesentlich weiter fassen. Digital Workplace ist ein wichtiges Thema für uns. Das heißt: wir unterstützen unsere Kunden z.B. dabei, Mitarbeiterportale auf Basis von Sharepoint zu implementieren. Wir helfen unseren Kunden dabei, individuelle Workflows zu entwickeln, wo Unternehmensprozesse über Sharepoint und Office 365 abgebildet werden. Wir binden Kunden-ERP-Systeme (SAP usw.) mit ein und versuchen das Ganze in eine einheitliche Oberfläche zu bringen.

Wir helfen unseren Kunden auch, moderne Kommunikationswerkzeuge wie beispielsweise Microsoft Teams zu implementieren. Das ist natürlich ein Thema, das aktuell wichtiger denn je ist, denn wir bekommen zurzeit sehr viele Anfragen von Kunden, die dieses Thema aufgeschoben haben und die jetzt merken, wie wichtig es ist, dass man jederzeit und überall arbeiten kann und alle wichtigen Dokumente und Informationen auch korrekt verteilt bekommt.

Ihr nutzt eine ganze Reihe von Virtual Servern und Root Servern von Host Europe. Wofür setzt ihr diese Systeme ein?

Nicht alle Kunden haben ihre Systeme in die Cloud migriert, sondern viele betreiben auch eigene Rechenzentren.

Häufig besteht die Herausforderung darin, dass wir für unsere Kunden Staging-Umgebungen aufsetzen, die genau die Infrastruktur des Kunden abbilden. Und da ist Host Europe sehr flexibel.

Daniel Schwarz, lise GmbH

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Betriebssysteme und Images, die von Host Europe unterstützt werden, die sehr einfach und schnell aufgebaut werden können und die auch kostengünstig sind. Sie können zudem von Host Europe gewartet werden. So können wir unseren Kunden Services anbieten, die sonst sehr aufwändig umzusetzen wären. Einige Kundensysteme haben wir bei Host Europe sehr realitätsnah nachgebaut.

Ihr bevorzugt Windows-Betriebssysteme – warum?

Das liegt vor allem an unserer Kundenstruktur. Viele unserer Kunden setzen Microsoft Betriebssysteme ein, auch Server-Betriebssysteme von Microsoft. Active Directory (AD), Sharepoint hatte ich eben schon erwähnt. Aber auch Internet-Information Server und MS-SQL-Server. Es nutzt einem wenig, wenn man selber alles cloud-ready über Docker-Images usw. implementiert hat, aber sehr weit vom Kundenstandard entfernt, auf dem dann die Dinge lauffähig sein müssen.

Natürlich nutzen wir die ganzen modernen Tools für uns – intern. Aber wir haben die Host Europe Systeme in unsere CI/CD- Pipeline mit einbezogen.

Manchmal brauchen wir tatsächlich genau die Systeme, die unser Kunde einsetzen möchte und das sind häufig Virtual Server und Root Server.

Daniel Schwarz, lise GmbH

Kannst du uns Beispiele von Anwendungen nennen, die ihr auf den Servern von Host Europe betreibt?

Für einen Kunden aus dem Bereich des Lebensmittel-Einzelhandels haben wir zum Beispiel Systeme entwickelt, über die Produkte zurückverfolgt werden können. So kann unser Kunde die entscheidenden Fragen beantworten: wo sind die Eier gelegt, wo ist die Sau geschlachtet und wo sind die Fische gefangen worden.

  • Für einen anderen Kunden haben wir ein Online-System entwickelt, bei dem Künstler Rechte an ihren Werken anmelden können.
  • Für verschiedene weitere Kunden haben wir Workflow-Management-Systeme entwickelt, die auf Sharepoint laufen.
  • Für einen großen Verbund von Sportvereinen haben wir eine Plattform geschaffen, wo Sportvereine ihre Veranstaltungen als gesundheitsfördernde Maßnahme anmelden können und die dann entsprechend von der Krankenkasse gefördert werden.

Kommen wir zu eurer Arbeit selbst, die Arbeit als Web-Entwickler: Welche Frameworks benutzt ihr hauptsächlich?

Wir nutzen natürlich das, was aktuell der „heiße Scheiß“ ist. Also: wenn wir in der Microsoftwelt unterwegs sind, dann ist es NET Core.  Bei Java sind wir mit SpringBoot unterwegs. Im Frontend nutzen wir Angular, Vue und React. Und darunter liegen in der Regel dann entsprechende Docker Images und für Infrastructure as Code nutzen wir Terraform.

Also alles das, was man ebenso braucht, um moderne Software-Entwicklung zu betreiben.

Ihr managt eure Server selbst. Wie bindet ihr das Management der Server in eure Prozesse ein?

Einmal machen wir natürlich das, was man machen muss: die Server sind natürlich in unser Monitoring und in unsere Backup-Systeme entsprechend eingebunden. Aber wir produzieren unsere Software immer auch cloud-ready. Deshalb haben wir die Systeme über verschiedene Tools z.B. „Kubernetes“ und eine integrierte CI/CD-Pipeline eingebunden, sodass wir unsere Software entsprechend zentral und hardware-unabhängig verwalten können.

Wie häufig nutzt ihr den Support von Host Europe?

Da alles so reibungslos und flexibel funktioniert, äußerst selten – muss ich gestehen.

Was schätzt ihr an Host Europe besonders?

Bei Host Europe bekommt man immer einen Ansprechpartner, wenn man ihn braucht. Die Flexibilität hinsichtlich der Produkte ist sehr groß. Wir hatten einmal einen Kunden aus der Gesundheitsbranche, für den war es sehr wichtig, dass er eine Begehung des Rechenzentrums machen konnte, um den Datenschutz zu überprüfen. Und auch das ist möglich bei Host Europe. Da war es auch ganz praktisch, dass Host Europe in Köln ist, so wie wir. Und unsere Kunden kommen in der Regel ebenfalls aus Köln oder der Umgebung. Deshalb haben wir damals, als viele Server von Host Europe in das Rechenzentrum nach Straßburg umgezogen wurden, darauf bestanden, dass unsere Server hier in Köln bleiben. Das ist einfach schön und gibt uns ein gutes Gefühl.

Vielen Dank, Daniel für die interessanten Einblicke in eure Arbeit.

Auch als PDF zum Download

Unser Interview mit der lise GmbH zum kostenlosen downloaden finden Sie hier.

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