Das kennen Sie bestimmt auch: Sie wollen nur noch mal schnell in den Supermarkt, der gerade auf Ihrem Weg liegt, weil zuhause Backpapier fehlt. Und dann eilen Sie durch die Gänge des riesigen, fremden Markts und suchen und suchen und finden es nicht. Dieses Lebensmittelgeschäft ist ganz anders sortiert als das, in das Sie normalerweise gehen. Sie finden sich im Sortiment nicht zurecht, vertrödeln mit der Suche unnötig viel Zeit, geben schließlich auf und verlassen den Laden verärgert wieder.

Dieses kleine Beispiel aus dem realen Leben erklärt, warum eine gute Onlineshop-Struktur so wichtig ist. Gerade Käufer, die online auf der Suche nach etwas Bestimmtem sind, wollen das passende Angebot dafür auch schnell finden. Online sind wir gewohnt, Informationen unmittelbar verfügbar zu haben. Deshalb ist ein Kunde, der nicht sofort findet, was er sucht, ein verlorener Kunde.

Ihrem Onlineshop-Struktur geben

Produktkategorien anzulegen, ist im Online-Shop von Host Europe  nicht schwer. Sie brauchen dafür keine Programmierkenntnisse, sondern müssen nur im Administrationsbereich Ihres Shops „Produkte“ und „Kategorien verwalten“ auswählen und schon können Sie eine Kategorie hinzufügen, die im Hauptmenü Ihres Shops angezeigt wird. Unterkategorien können Sie ebenso leicht anlegen. Schwieriger jedoch ist das Ordnungssystem dahinter und das sollten Sie entwickelt haben, bevor Sie beginnen, Ihren Shop mit Produkten zu befüllen.

Stellen Sie sich einen Online-Shop für Schuhe vor. Die erste Unterscheidung, die ein Kunde sicher treffen möchte, ist die zwischen Herren-, Damen- und Kinderschuhen. Danach lässt sich das Angebot nach Schuharten organisieren: Sneaker, Sandalen, Stiefel und so weiter. Aber wo soll man beispielsweise Crogs einsortieren? Sind das nun Badeschuhe, Slipper oder Sandalen? Selbst für gängige Produkte wie Schuhe ist es nicht immer einfach, eindeutige und klare Produktkategorien zu definieren, die dem Onlineshop-Struktur verleihen und die Suche erleichtern. Deshalb sollten Sie auf die Bildung und Benennung von Produktgruppen einige Überlegungen verwenden. Und mit Produktkategorien allein ist es nicht getan.

Eine Taxonomie für Ihre Produktdaten

Ihre Onlineshop-Struktur sollte Ihre Produkte logisch und hierarchisch organisieren. Ein solches Klassifikationsschema für Produktdaten nennt man auch „Taxonomie“. Was Sie dafür brauchen? Empathie mit Ihren Kunden! Denken Sie von den Kunden aus, denn ihnen wollen Sie eine einfache Navigation ermöglichen. Ähnlich wie die Beschilderung in einem Einzelhandelsgeschäft hilft die Produkttaxonomie Ihres Onlineshops den Kunden, relevante Informationen leicht zu finden. Neben dem Verbessern des Kundenerlebnisses besteht der zweite Zweck einer Produkttaxonomie darin, Ihnen als Shopbetreiber die Verwaltung Ihrer Produktdaten und das sogenannte Cross-Selling zu erleichtern. Was das ist und wie das funktioniert, erklären wir weiter unten.

Die Taxonomie Ihrer Produkte besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten:

  • Kategorien
  • Attributen
  • Varianten

Die oberste Strukturebene: Produktkategorien

Eine Kategorie in Ihrer Onlineshop-Struktur ist eine definierte Gruppe, die Produkte anhand von bestimmten Merkmalen zusammenfasst. Die Kategorie „Herrenschuhe“ umfasst alle für Männer gefertigten Schuhe. Haben Sie in einer Kategorie sehr viele Produkte, ist es sinnvoll, weitere Unterkategorien zu bilden, wie „Hausschuhe“, „Halbschuhe“, „Stiefel“. Auch hier müssen Sie wieder schauen, ob eine Kategorie zu groß gerät und weitere Differenzierungen sinnvoll erscheinen. Die Kategorie „Halbschuhe“ könnte man beispielsweise weiter in „Slipper“ und „Schnürschuhe“ unterteilen. So hätten Sie dann Produktkategorien in einer Hierarchie organisiert, dass ein Kunde, der gezielt nach geschnürten Halbschuhe sucht, sie einfach durch Navigieren findet:

Startseite -> Herrenschuhe -> Halbschuhe -> Schnürschuhe

Was können Sie noch tun, um die oberste Ebene der Produktkategorien festzulegen? Schauen Sie sich die Webseiten von Onlineshops an, die ähnliche Produkte verkaufen wie Sie. Dann wissen Sie, welche Navigation Ihre Kunden gewöhnt sind. Sie machen es Ihnen leicht, wenn Sie ähnlich vorgehen. Es kann aber auch gute Gründe geben, davon abzuweichen. Nehmen wir beispielsweise an, Sie verkaufen in Ihrem Onlineshop Schuhe mit einem besonderen Schwerpunkt auf robustem Schuhwerk. Dann könnte die oberste Ebene der Produktkategorien bei Ihnen auch so aussehen: „Damen“, „Herren“, „Arbeit“, „Wandern“.

Attribute und Varianten

Attribute sind zusätzliche Informationen, die einen potenziellen Kunden interessieren könnten und zur Unterscheidung von Produkten in derselben Kategorie verwendet werden. Bei Schuhen könnten das Marke und Modellname sein, denn es lässt sich vorstellen, dass ein Kunde nur Schuhe einer bestimmten Marke angezeigt bekommen möchte oder nach einem ganz bestimmten Modell sucht. Attribute sollten Sie im Produkttitel und der Beschreibung platzieren, damit eine Volltextsuche in Ihrem Shop auch dorthin führt.

Die Suche befindet sich im oberen Bereich Ihres Host-Europe-Onlineshops und ist bei den meisten Designs sichtbar, ohne dass extra ein Button geklickt werden muss. Es genügen ein paar Buchstaben und schon werden Ihrem Kunden in einem Pop-up-Fenster erste Suchvorschläge angezeigt. Je nach Shop-Paket ist auch das Anzeigen einer Filtersuche möglich. Standardmäßig bietet sie zur Filterung Kategorien und Preis an, Sie können die Filter jedoch auch weiter an Ihr Produktsortiment anpassen.

Varianten sind Merkmale, in denen sich ansonsten gleiche Produkte unterscheiden. Variieren können Schuhe beispielsweise in Farbe oder Größe. Einen Überblick über Varianten zu behalten, ist für Sie wichtig, weil Sie für Variationen eines Produkts nicht jedes Mal ein neues Produkt anlegen müssen, sondern nur mithilfe eines Assistenten die Varianten definieren. Sie spielen außerdem für das Cross-Selling eine wichtige Rolle.

Mit Cross-Selling den Umsatz steigern

Haben Sie eine gute Onlineshop-Struktur gefunden, wird das Cross-Selling zum Kinderspiel. Cross-Selling ist der Versuch, die Aufmerksamkeit eines Kunden vom Produkt, das ihn interessiert, auch auf andere Produkte zu lenken, die ihn ebenfalls interessieren könnten. Solche Cross-Selling-Produkte, die ein Kunde auf der Produktseite unter den Informationen zum Produkt angezeigt bekommt, können Sie beim Anlegen für jedes einzelne Produkt festlegen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Cross-Selling steigert den Umsatz. Im Gegensatz zu Online-Werbung genießt es einen besseren Ruf. Sollte ein Schuh in einer bestimmten Farbe nicht lieferbar sein, wird er dem Kunden in einer anderen Farbe angeboten. Nicht selten kaufen Kunden auch mehrere Produkte, wenn sie sich zwischen Farben nicht entscheiden können. Varianten, die Sie in Ihrer Onlineshop-Struktur erfasst haben, eignen sich deshalb gut als Cross-Selling-Produkte. Daneben sollten Sie auch Alternativen für Attribute anbieten: Ein ähnlicher Schuh einer anderen Marke oder ein anderes beliebtes Modell der gleichen Marke könnten Ihren Kunden auch überzeugen oder sogar zu einem weiteren Kauf anregen. Denken Sie außerdem an Dinge, die das Produkt auf der Produktseite sinnvoll ergänzen. Bei einem Velourlederschuh ein Verlourlederpflegemittel oder Schuhspanner für teure Business-Schuhe.

Eine gute Onlineshop-Struktur ersetzt das Verkaufspersonal

Im Grunde ist es ganz einfach: Stellen Sie sich Ihren Onlineshop als Einzelhandelsgeschäft vor. Vielleicht haben Sie sogar eines und wollen es nur durch einen Onlineshop ergänzen. Wie teilen Sie die Verkaufsfläche ein? Wie läuft ein Beratungsgespräch ab? Welche Fragen stellen Ihnen Ihre Kunden? Worauf wollen Sie ihre Blicke lenken? Die Antworten auf diese Fragen bieten Ihnen gute Anhaltspunkte für Ihre Onlineshop-Struktur. Eine gut sortierte und beschilderte Verkaufsfläche und eine versierte, nicht als aufdringlich empfundene Beratung sind verkaufsfördernd – im realen Leben wie im Online-Handel.

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