Nach Informationen von w3Techs nutzen knapp 54 Prozent aller großen Internetseiten Google Analytics, unter den Traffic-Analyse-Tools macht das einen Marktanteil von knapp 83 Prozent aus. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie einen Tracking-Code erstellen und Ihre Internetseite für Google Analytics vorbereiten. Die fundierten Informationen, die Ihnen das kostenlose Werkzeug liefert, sind ein wesentlicher Bestandteil für die erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

So nutzen Sie die Vorteile von Google Analytics für Ihre Internetseite

Mit Google Analytics haben Sie als Webseitenbetreiber ein starkes Tool zur Hand, um das Verhalten Ihrer Besucher mit detaillierten Traffic-Kennzahlen zu analysieren. Mithilfe der Software erfahren Sie unter anderem:

  • wie viele Besucher welche Seiten täglich oder monatlich aufrufen,
  • von welchen Quellen die Besucher auf Ihre Webseite gelangen,
  • aus welchen Ländern und Regionen Ihre Leser kommen,
  • welches Betriebssystem und Endgerät verwendet wird.
  • uvm.

Verbinden Sie Ihre Webseite mit Google Analytics

Für die Verwendung von Google Analytics ist ein Google-Konto erforderlich. Falls noch nicht vorhanden, können Sie zum Erstellen Ihres Accounts unter http://www.google.com/analytics/ auf Konto erstellen gehen. Anschließend klicken Sie auf den Button Anmelden und wählen unter Was möchten Sie erfassen die Option Webseite aus.

Tragen Sie den Namen der Webseite, die URL, die Branche und die Zeitzone ein und wählen Sie die Datenfreigabe nach Ihren Bedürfnissen aus.

Tipp:
Je mehr Daten erfasst werden, desto bessere Daten kann Google Analytics liefern.

Klicken Sie jetzt auf Tracking-ID abrufen, lesen Sie die AGBs durch und klicken Sie auf Akzeptieren. Anonymisieren Sie die IP-Adresse Ihrer Besucher: Fügen Sie dafür zwischen GA (create,UA-xxxxx-x, auto) und GA (send,pageview) den Codeschnipsel GA (’set‘,’anonymizeIp‘, true) ein (siehe Abbildung).
Jetzt kopieren Sie den Trackingcode und fügen diesen auf Ihrer Webseite ein.

Den Tracking-Code auf der Webseite einbinden

Der Tracking-Code muss im Header der Webseite integriert werden, die Sie analysieren möchten. Bei Content-Management-Systemen wie Joomla! und WordPress stehen dafür praktische Plug-Ins zur Verfügung, die diese Aufgabe übernehmen – Sie müssen nur den Trackingcode in das entsprechende Feld kopieren. Benutzen Sie ein eigenes System, fügen Sie den Code manuell in den Quelltext ein, damit er zuverlässig ausgeliefert wird.

Der Google Analytics Tracking-Code wird im Header der Webseiten eingefügt.

Hinweis:
Nach der Konfiguration beginnt Google mit der Datensammlung. Nach ein paar Wochen stehen Ihnen aussagekräftige Daten zur Verfügung.

Tipps zur optimalen Nutzung

Google Analytics bietet hochinteressante Informationen für Anfänger genauso wie umfangreiche Analysen für Profis. Optimieren Sie die Auswertung mit den folgenden Tipps:

  1. Der Google-Tag-Manager
    Mithilfe des Google-Tag-Managers können Sie Regeln über mehrere Seiten hinweg festlegen, Quellcodes müssen Sie dafür nicht lesen. So erfassen Sie zum Beispiel mit wenigen Schritten alle Klicks auf externe Links. Dieses Werkzeug eignet sich für Internetseiten mit regelmäßig wechselnden Inhalten.
  2. Verbindung zu den Webmaster-Tools und AdWords herstellen
    Google bietet Ihnen weitere nützliche Programme für die Analyse und Vermarktung Ihrer Seite. Die Webmaster-Tools helfen Ihnen zum Beispiel bei der Analyse relevanter Keywords zur Suchmaschinenoptimierung, AdWords informiert über laufende Werbekampagnen. Für die Integration klicken Sie auf den Menüpunkt Verwalten und wählen die gewünschten Tools unter Verknüpfung mit Produkten aus. Mit AdWords können Sie Ihre Seite bei relevanten Keywords in der Google-Suche anzeigen lassen, Sie zahlen für jeden Nutzer, der über diese Anzeige auf Ihre Seite kommt.

    Verknüpfen Sie Google Analytics mit weiteren hilfreichen Produkten.

  3. Mehr über die Interessen Ihrer Besucher erfahren
    Über das Google-Display-Netzwerk liefert Ihnen Google Analytics Informationen zu den Interessen und zur Demografie Ihrer Seitenbesucher. Aktivieren Sie die Funktion unter Zielgruppe / Demografische Merkmale. Je nach Branche kann die Herkunft oder die technische Ausstattung des Besuchers für Sie interessant sein.

    Aktivieren Sie für noch mehr Informationen das erweiterte Tracking.

Wichtig: Cookie-Hinweise sind jetzt Pflicht

Ihren Webseitenbesuchern müssen Sie eine sogenannte Opt-Out-Lösung angebieten, durch deren Aktivierung das Besucher-Verhalten nicht aufgezeichnet wird. Google stellt selbst solch ein Add-On für den Widerspruch zur Verfügung. Seitenbesucher können sich alternativ dieses Browser-Add-On herunterladen und installieren.

Fazit

Testen Sie einfach einmal das kostenlose Tool Google Analytics und nutzen Sie die gewonnenen Informationen für die Suchmaschinenoptimierung und die Verbesserung Ihrer Webseite.

Bildnachweis: Fotolia, Lizenz: Host Europe

Wolf-Dieter Fiege

Wolf-Dieter Fiege ist Senior Specialist für Content Marketing & SEO und Chefredakteur des Blogs der Host Europe GmbH, einem der größten Anbieter von Domain- und Webhosting sowie Serverprodukten in Europa.

3 thoughts on “Tracking-Code erstellen – Wie Sie Ihre Internetseite für Google Analytics vorbereiten

  1. Hallo Wolf-Dieter,

    du hast es in deinem Artikel schon angesprochen. Eine alternative Möglichkeit ist es, den Google Code über den Google Tag Manager einzubauen. Das würde ich auch jedem empfehlen. Theoretisch musst du dann nur einmal zur IT gehen und dir den Container einbauen lassen.

    Ich hätte für die Einbindung von Google Analytics über den Tag Manager eine kleine Anleitung geschrieben: http://www.wrel.de/google-analytics-mit-google-tag-manager/

    Grüße
    Tom

    • Hallo,
      vielen Dank für den Hinweis. Ja, das ist natürlich richtig, wenn man sich bei Google-Analytics anmeldet, sollte man sich schon bewusst sein, auf wen man sich da einlässt. Piwik kann in vielen Punkten eine gute Alternative zu Google Analytics sein, für eine professionelle und vor allem detaillierte Seiten-Anaylse führt aktuell aber kaum ein Weg an Google Analytics vorbei, da man bei seiner Analyse auch von Googles-Datenhunger profitieren kann.

      Mit besten Grüßen
      Wolf-Dieter Fiege

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