Wer viel mit SEO zu tun hat, analysiert regelmäßig die Daten aus dem Quelltext von Websites. Ganz gleich, ob in Firefox oder Google Chrome: Es gibt für beide Browser gute SEO-Browser-Plugins, die das Auslesen der Website-Informationen vereinfachen – und das Beste: Sie sind oft kostenlos. Wir stellen Ihnen unsere Top 8+ der SEO-Browser-Plugins vor.

1. Ghost Browser

Ghost Browser ist nur für Chrome erhältlich. Highlight: die „Sessions“. Im Wesentlichen handelt es sich bei einer Sitzung um eine neue Instanz von Chrome, die in neuen Fenstern oder auf Registerkarten ausgeführt wird. So können Sie beispielsweise in einer Sitzung angemeldet sein, um eine AdWords-Kampagne zu verwalten und Sie können sich zusätzlich über ein anderes Konto anmelden, um auf die Analyse- und Suchkonsole des Kunden zuzugreifen, sofern Sie dieses Konto nicht steuern. Sie können sich damit zudem auf mehreren Social-Media-Accounts gleichzeitig mit unterschiedlichen Zugangsdaten anmelden.

Speichern Sie Registerkartensätze mit ihrem jeweiligen Anmeldestatus als Projekt! Dann müssen Sie sich nicht jedes Mal neu anmelden oder alle Registerkartensätze öffnen, die Sie regelmäßig nutzen. Die kostenlose Version unterstützt drei Sitzungen gleichzeitig. Die Pro-Version kostet monatlich 20 Euro bei monatlicher und zehn Euro bei jährlicher Bezahlung.

Zum Download von GhostBrowser

2. Ghost Proxy-Control

Die Ghost Proxy Control-Plugin ist mit Ghost Browser vorinstalliert. Grundsätzlich können Sie Ihre Proxys hinzufügen und über die Erweiterung einfach darauf zugreifen. Einer der großen Vorteile der Kombination aus Ghost Browser und Ghost Proxy Control besteht darin, dass Sie verschiedene Proxys in unterschiedlichen Sitzungen laden können und grundsätzlich für jeden Standort eine Registerkarte haben. Dies ist nützlich, um SERP-Ergebnisse von mehreren Standorten aus zu überprüfen und sie gleichzeitig nebeneinander anzuzeigen, was vor allem für lokales SEO interessant ist. Dabei erlaubt das Steuerelement die Zuweisung eines Proxys zu einer einzelnen Registerkarte oder zu einer gesamten Sitzung. Das SEO-Browser-Plugin kostet 8,25 $ im Monat bei jährlicher und 16 Euro bei monatlicher Zahlung. Hinzukommen die Kosten für die Proxys.

Zum Download des Add-Ons Ghost Proxy-Control

3. Chrome-Entwicklertools (DevTools)

Das Tool ist in Chrome integriert und wird über das Chrome-Menü > Weitere Tools > Entwicklertools aufgerufen. Die häufigste Aufgabe: Code zu finden, die Größe von Elementen zu bestimmen und Fehler zu beheben. Sie können mit dem Tool einen Mauszeiger über ein Element auf einer bestimmten Webseite hovern und es auswählen. Der Code wird angezeigt. Passen Sie den Code direkt in den Entwicklertools an, um zu sehen, wie er gerendert wird, bevor Sie die Änderungen an der Live-Site vornehmen. Der Vorteil gegenüber anderen Online-Tools? Sie sehen das Ergebnis in Echtzeit! Das Beste: Sie können die Seiten der Konkurrenz damit untersuchen und sich den einen oder anderen Verbesserungstipp „abschauen“.

4. SEO-Browser-Plugin-Klassiker: SEO Quake

SEO Quake ist der Klassiker unter den Erweiterungen und Plugins – und das aus gutem Grund. Im Wesentlichen bietet das kostenlose SEO Quake schnellen Zugriff auf 26 Ranking Parameter.

Ein Klick auf das Plugin-Symbol und schon erscheinen alle Parameter unter der Navigationsleiste oben. Mit ein paar zusätzlichen Klicks erhalten Sie Zugriff auf die internen und externen Backlinks, Informationen zur Keyword-Dichte und eine Menge Informationen zur Verwendung von Schema, Überschriften-Tags, Metas und mehr. SEO Quake ist kein wirklicher Ersatz für die Site-Prüfung und umfassendere Analyse-Tools, aber es gibt einen schnellen Schnappschuss einer Seite. Perfekt, wenn Sie nur begrenzte Informationen benötigen. Mit einer Verknüpfung zu SEMrush erhalten Sie als SEO-Experte eine grundlegende Traffic-Statistik – praktisch für die Wettbewerbs-Analyse, vor allem, wenn Sie eine neue Content-Strategie planen.

Seo Quake ist für Chrome, Firefox und Opera verfügbar.

5. „eology site metrics“ für Chrome

Ähnlich, aber relativ neu auf dem Markt ist die Chrome-Erweiterung „eology site metrics“. Sie liest den Quellcode und den HTTP-Header einer Webseite aus und vereinfacht Suchmaschinenoptimierern, Websitebetreibern und Programmierern die Arbeit. Übersichtlich und mit einem Klick liefert das Plugin zehn relevante Kennzahlen:

  • Title
  • Meta-Description
  • URL
  • URL der Robots.txt
  • Meta-Robots
  • X-Robots-Tag
  • Canonical aus den Meta-Daten
  • Canonical aus dem Header
  • Content Encoding
  • Protokoll

Mit diesen Informationen identifizieren Sie Ihre Ranking- oder Indexierungs-Probleme schnell. Das Tool steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Zum Download von eology-site-metrics

6. User-Agent Switcher

Dieses Tool ist äußerst hilfreich beim Entwickeln neuer Websites, insbesondere wenn diese mit weniger bekannten Technologien erstellt wurden. Im Wesentlichen ist der User-Agent Switcher genau das, wonach er sich anhört. Es ist ein einfach einzurichtendes Plugin, das die gesendeten User-Agent-Informationen wechselt und es Ihnen ermöglicht, eine Site in einem anderen Browser oder Bot anzuzeigen. Dies kann hilfreich sein, um zu bestimmen, wie eine Site mit verschiedenen Browsern oder Betriebssystemen geladen wird.

Zum Download von User-Agent Switcher für Firefox | Zur Plugin-Variante für Chrome

7. Tag Assistant

Der Google Tag Assistant ist ein sehr nützliches Tool, insbesondere für Benutzer des Google Tag Managers. Es ist auch praktisch, wenn Sie lediglich Probleme mit Analysen oder anderen Tracking-Codes (AdWords usw.) identifizieren müssen. Das Symbol für die Erweiterung ändert die Farbe in Abhängigkeit davon, ob Probleme vorhanden sind. Das Tool meldet Warnungen und Fehler, wenn doppelte oder leere Tags oder Tags nicht ordnungsgemäß konfiguriert sind. Außerdem zeigt der Tag-Assistent Probleme mit Duplikaten oder Analysecodes an. Es ist ein unschätzbares Tool zur Fehlerbehebung für eine Reihe von Szenarien. Das Beste: Entdeckt das Web-Werkzeug einen Fehler, liefert es direkt einen passenden Verbesserungsvorschlag. Der Google Tag Assistant ist wie die oben genannten Plugins kostenlos, allerdings steht der Tag Assistant nur für Google Chrome zur Verfügung.

8. Link Research SEO Toolbar

Ein ähnlich umfassendes Tool, wie Seo Quake oder eology site metrics ist die SEO Toolbar von Link Research Tools – nur die Parameter unterscheiden sich ein wenig.

Die Toolbar zeigt:

  • den Erfolg in den sozialen Medien
  • das User Engagement unter „Impact“
  • die stärksten Seiten, gerankt nach Keywords
  • unter Buzz erfahren Sie, wie erfolgreich eine Seite in Social Media ist

Interessante Metriken sind noch: LRT Power*Trust, eine Zusammensetzung von LRT Power und dem LRT Trust. Dabei zeigt LRT Power die Stärke einer Domain oder Seite. Die Qualität der Backlinks wird mit Hilfe des LRT Trust bewertet.

Die kostenlose Toolbar ist sowohl für Google Chrome, als auch für Firefox verfügbar.

Zum Schluss noch kurz zusammengefasst ein paar kleine, aber feine Tools:

  • SeeRobots ist ein Plugin, das genau das bietet, was der Name verspricht. Sie sehen auf einen Blick die Robots-Tag-Angaben, also ob eine Seite auf follow oder nofollow, index oder noindex gestellt ist. Download: Firefox | Chrome
  • Majestic SEO Backlink Analyzer: Die Backlink-Datenbank von Majestic SEO ist eine der besten im gesamten Netz, allerdings kostet das Plugin auch etwas. Download: Firefox | Chrome
  • Link Analyzer erkennt fehlerhafte Links. Download: Firefox | Chrome
  • FireShot: Screenshots, auch von ganzen Seiten aufnehmen, funktioniert mit diesem Tool prima. Download: Firefox | Chrome

Fazit

Es gibt noch eine Menge mehr an SEO-Browser-Plugins und -Erweiterungen. Allerdings sind einige, wie zum Beispiel Moz und Buzzsumo, nicht ganz günstig oder bringen in der kostenpflichtigen Form nicht viel mehr Vorteile als ihre kostenlosen Alternativen.

Noch eins: Ohne Ahnung von SEO zu haben, bringen auch die besten SEO-Browser-Plugins nicht viel. Denn es kommt vor allem auf die korrekte Interpretation der Daten an. Bei der Flut an Tools sollten Sie sich vor der Installation deswegen immer fragen, ob Sie das Tool wirklich brauchen oder, ob es Sie eher verwirrt.

Quellen:

 

Photo by Studio Republic on Unsplash

Jana Behr

Jana Behr ist IT-Fachredakteurin, PR-Beraterin sowie Bloggerin aus Köln und beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um IT, Telekommunikation und Digitalisierung.

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