Um die Marke zu etablieren, müssen Sie so viel wie möglich über Ihre eigene Zielgruppe wissen. Diese gilt es über den richtigen Werbekanal zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt im richtigen Format zu erreichen. Dabei hilft Programmatic Advertising Unternehmen, welche den Erfolg ihrer Werbekampagne nicht dem Zufall überlassen wollen. Durch die Technologie kontrollieren Werbetreibende wie, wo und wem ihre Kampagne angezeigt wird. Die potentiellen Kunden können so zielorientierter und nachweisbar erreicht werden.

Fast seit einem Jahrzehnt wird über Programmatic Advertising gesprochen. Doch was hat es damit auf sich? Welche Tools können Sie einsetzen, um effizient Ihren Umsatz zu steigern? In diesem Beitrag erfahren Sie es!

 

Was ist Programmatic Advertising?

Unter Programmatic Advertising wird der automatisierte, individualisierte Einkauf von Werbeflächen in Echtzeit verstanden. Der Einkauf relevanter Werbe-Impressionen erfolgt nach einem Gebotsverfahren. Der Algorithmus berechnet die preisliche Relevanz der Werbefläche und platziert sein Gebot, anhand der gesetzten Parametern und definierten Ziele automatisch. Ausschlaggebend ist dabei vor allem, wie relevant der zu erreichende Endverbraucher ist. Hatte er z.B. schon Kontakt mit der Zielseite oder hat er nach kurzer Zeit die Seite wieder geschlossen. Die Bewertung dabei findet fast in Echtzeit statt.

Abbildung: Vergleich - Einzelseitenbuchung - Programmatischer Einkauf

Welche Tools können Sie einsetzen?

Mit Programmatic Advertising-Tools können Sie das Bieten, Kaufen und Platzieren digitaler Anzeigen (weitestgehend) automatisieren. Es wird auch verwendet, um digitale Werbekampagnen zu tracken, zu überprüfen und zu optimieren. Da es eine riesige Zahl an Anbietern gibt, werden im Folgenden drei dargestellt:

Logo des SEO-Tools semrush

SEMrush ist eine Art Schweizer Taschenmesser, mit dem sich auf simple Art und Weise eine Mitbewerberanalyse oder komplette Keyword-Analyse anfertigen lassen. Das Tool sammelt eine Vielzahl an Datensätzen aus unten genannten Quellen:

  • Keywords
  • Domains
  • Google Ads Texte
  • Suchvolumen
  • CPC
  • Positionen der organischen Suche für Domains und Landing Pages
  • Wettbewerb
  • Anzahl der Ergebnisse usw.
Screenshot des SEMrush Tools

Abbildung 1: Screenshot des Tools SEMrush; Quelle: SEMrush

Durch die Daten, erhalten Sie Einblicke in eine Fülle höchstinteressanter und relevanter Daten: Sie können z.B. die Anzeigentexte Ihrer Konkurrenz studieren oder herausfinden, wie viel Budget eine bestimmte Domain für Anzeigen für ein bestimmtes Keyword ausgibt. Zudem erfahren Sie, zu welchen anderen Keywords Ihre Mitbewerber im Ranking erscheinen oder welche Anzeigen bei Ihrer Konkurrenz besser und welche schlechter laufen. Mit dem neuen In-App-Tool „CPC-Map“ (Cost per Click) haben Sie eine Methode, Klickpreise und Suchnachfragen für Ihr Angebot in Ihren bestimmten Ländern oder Regionen auszuwerten. Ebenso können Sie Klickpreise und Suchvolumen von Keywords auf lokaler Ebene in unterschiedlichen Branchen vergleichen. Damit gehört das „Würfelspiel“, bei dem Sie zu erraten versuchen, in welchen Gebieten Anzeigen am besten laufen und am erschwinglichsten sind, der Vergangenheit an.

Logo des Retargeting-Tools AdRoll

Viele Kunden besuchen einen Online-Shop, ohne etwas zu kaufen. Sie zurückzuholen und im besten Fall zum Kauf zu bringen, ist das Ziel von Retargeting. Richtig eingesetzt, generiert das eine hohe Kundenbindung. Das Unternehmen AdRoll hat sich darauf spezialisiert und zählt in diesem Bereich zu den Marktführern. Zum Repertoire gehören unter anderem:

  • Video-Anzeigen
  • E-Mail-Anzeigen
  • Social-Media-Anzeigen
  • Display-Anzeigen

Ziel ist es, Ihren Umsatz mit dieser Kombination zu steigern, Ihre Produkte bekannt zu machen und Conversions zu generieren. Darüber hinaus werden auch die Daten geliefert um zu verstehen und zu messen, warum manche Nutzer möglicherweise nicht konvertieren und manche schon. Es gibt zahlreiche integrierte Funktionen, die Sie bei der Automatisierung der Prozesse unterstützen:

  • Ein dynamischer Ad-Builder, der das Marketing optimiert.
  • Eine Verteilung an die größten Veröffentlichungsplattformen (Google, Instagram und Facebook).
  • Integrationen für E-Commerce-Plattformen und Anwendungen von Drittanbietern.
  • Smartes Dashboard, damit Sie erkennen, welche Marketingkanäle die beste Leistung erzielen.
  • Eine Anwendung zum Analysieren des Käuferverhaltens und zum Anpassen Ihrer Nachrichten an alle potenziellen Kunden.
  • Personalisierungsoptionen: Ihre Kunden bekommen die relevantesten Produkte anstelle von zufälligen Artikeln ausgespielt.
  • Ein System, zum Ansprechen Ihrer potenziellen Kunden auf Facebook.
  • Retargeting-Lösungen, damit beim Besuch Ihrer Website Anzeigen auf anderen Plattformen wie Facebook geschaltet werden.
  • Sie erhalten Einblicke in die durchschnittliche Customer Journey, damit Sie genau wissen, wie Sie von Ihren Kunden profitieren können.
  • Ein Anzeigenmanagement, um Marketingkampagnen über E-Mail, Social-Media, Videos usw. zu erstellen.

Logo der Native Advertising Plattform outbrain

Outbrain ist eine der bekanntesten Plattformen für Native Advertising. Es fügt in Content-Portalen Links zu Ihren Nachrichten und Inhalten ein. Der Kunde kann so den Konsum von Inhalten fortsetzen. Ihre Anzeigen vermischen sich so, mit den auf dem Portal angezeigten Inhalten. Die Klickraten sind so meist höher, weil sie nicht wie eine normale Anzeige aussehen.

Beispiel - Outbrain Ad

Abbildung 2: Beispiel Outbrain Ad; Quelle: guaranteedppc.com

Für ein besseres Verständnis für die Funktionsweise von Outbrain empfiehlt sich folgendes Beispiel: Sie sind ein Sportwarenhändler und haben Content erstellt, der über Sportbekleidung zum Wohlfühlen („Athleisure-Trends“) spricht. Durch Outbrain erscheint dieser Content nun kontextbasiert in Inhalten bzw. auf Domains, die sich auf Sport, Fashion, Trends usw. beziehen (Sie wählen dieses Ziel beim Erstellen der Anzeige).

Fazit

Im Bereich Paid Advertising gibt es typische Fehler, die immer wieder gemacht werden oder Potential, welches nicht ausgeschöpft wird. Mit den genannten Programmatic Advertising-Tools können Sie schneller mehr aus Ihren Ads herausholen und Optimierungspotenziale erkennen. Google Ads, Google Marketing-Plattform, Google Ad-Manager, Rubicon project, Adobe Marketing Cloud, Choozle, DataXu, PulsePoint, Products up, Simpli.fi oder Criteo sind weitere Plattformen und Anbieter, die den Programmatic Advertising-Aspekt in ihr Portfolio aufgenommen haben.  Dennoch wird auch das beste Tool ohne die richtige Bedienung und Expertise, aufgrund der hohen Komplexität der Technologie, nutzlos bleiben. Deswegen ist es für Unternehmen relevant, die Funktionsweise zu verstehen, um maximale Erfolge zu erzielen.  Programmatic Advertising ist so eine gute Möglichkeit für Konzerne und Großunternehmen im Bereich Search Marketing. Wenn Sie die Herausforderungen, die mit der Einführung einhergehen bestehen, werden bald die Vorteile überwiegen. Firmen, die erstmals Programmatic Advertising einsetzen, sollten in Betracht ziehen einen Experten ins Boot zu holen. Unternehmen profitieren so enorm von deren Fachwissen, Tools und aktuellen Technologien.

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Photo by John Schnobrich on Unsplash

Simon Ulshöfer

Simon Ulshöfer ist Paid Advertising Consultant bei der eology GmbH in Volkach. Leidenschaftlich unterstützt er kleine Website-Betreiber bis hin zu börsennotierten Unternehmen verschiedenster Branchen. Bereits in seinem Medienmanagement-Studium sammelte er Erfahrungen im Bereich Onlinemarketing. Durch die Arbeit in der Agentur gehört für ihn die Nutzung verschiedenster Advertising-Tools zur täglichen Arbeit.
Simon Ulshöfer

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