Der Boom von Native Advertising geht weiter. Wie eine Studie von eMarketer vom März 2018 zeigt, sollen die Werbebudgetausgaben im Native-Bereich auch in den kommenden Jahren kräftig weiter wachsen. (Zur Studie: US Native Digital Display Ad Spending, 2016-2019 (billions, % change and % of digital display ad spending) Warum sich Native Advertising auch als Performance Marketing Kanal eignet und wie ein Zusammenspiel mit Retargeting-Kampagnen aussehen kann, wird in diesem Beitrag beleuchtet.

 

Was ist Native Advertising?

Für den Native Advertising-Kanal gibt es eine Vielzahl an Definitionen. Sie alle haben gemeinsam, dass Werbebotschaften in organischen bzw. redaktionellen Umfeldern platziert werden. Eine gängige Form ist dabei die Ausspielung von Werbemitteln über Native Advertising Netzwerke wie Outbrain, Taboola, Plista oder Ligatus. Ähnlich wie bei Google Adwords werden Werbeplätze über ein Bieterverfahren auf CPC-Basis vergeben. Im Gegensatz zu den meist transaktionsorientierten SEA-Anzeigen steht bei Native Advertising die Verbreitung von interessanten und unterhaltenden Inhalten im Vordergrund. Diese befinden sich häufig in Magazin-, Blog- oder Inspirations-Bereichen einer Website und sollen den Nutzer mit möglichst mehrwertbietendem Content abholen.

Abbildung - Adform Brings Native Advertising to Scale with Programmatic Buying - Screen mit Webseite und

Quelle: adform –  Adform Brings Native Advertising to Scale with Programmatic Buying

 

Native Advertising in der Customer Journey

Awareness, Reichweite, Traffic. Häufig wird Native Advertising vor allem mit Marketing-Zielen in Verbindung gebracht, welche am oberen Ende des Conversion Funnels liegen. Und dies ist meist auch korrekt – die durch Native Advertising beworbenen Inhalte sollen die User unterhalten oder ihnen neue Informationen bereitstellen. Dies kann beispielsweise durch Ratgebertexte, Tutorials, Listicles, Infografiken oder ähnliche Formate geschehen. Die klassische Bewerbung von Produkten und der direkte Abverkauf stehen dabei nicht im Fokus. Viel eher ist es das Ziel, den interessierten Nutzer auf die eigene Website zu holen und Berührungspunkte mit der eigenen Marke zu generieren, noch bevor der User eine mögliche Kaufabsicht für das eigentliche Produkt signalisiert hat.

Dennoch sollten dabei auch hier nicht die eigentlichen Marketingziele aus den Augen gelassen werden. So ist es besonders wichtig, dass sich innerhalb der Contents auch Call-to-Actions und Conversions befinden, welche zum Inhalt passen. Dies kann beispielweise eine Newsletter-Anmeldung am Ende eines Artikels oder die Verlinkung von inhaltlich relevanten Produkten in einem Inspirationsbeitrag sein. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Produktplatzierung nicht zu plump geschieht und der eigentliche Content noch im Fokus steht.


Die Verknüpfung zum Retargeting

Der über diesen Werbe-Kanal generierte Traffic eignet sich darüber hinaus bestens zur Wiederansprache über Retargeting-Kampagnen. Qualifizierte Nutzer, welche zu kanalübergreifend verhältnismäßig günstigen CPCs eingekauft wurden, lassen sich so über Google Adwords, Criteo und ähnliche Plattformen mit einem stärkeren Produkt- und Abverkaufsfokus retargeten. Hierbei sollte regelmäßig der Budgeteinsatz zwischen Prospecting (Native Advertising) und Retargeting überprüft und optimiert werden. Ein effizientes Zusammenspiel dieser Kanäle stellt somit eine hervorragende Möglichkeit für die Erreichung zahlreicher (Performance) Marketing-Ziele dar.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in folgenden Blogs:

Bildnachweis – Titelmotiv: Pixabay Free Pictures

Marc Anders

Marc Anders

Marc Anders ist Teamlead Performance Marketing bei der Online-Marketing-Agentur Trust Agents. Dort ist er zuständig für die Strategie und operative Umsetzung von kanalübergreifenden Performance-Kampagnen mit Fokus auf Social Media und Native Advertising. www.trustagents.de
Marc Anders

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