Mit Online-Formularen sammeln Website-Betreibende diverse Informationen von den Seitenbesuchern. Allerdings können die Formulare missbraucht werden und die Internet-Sicherheit beeinträchtigen. Neben Formularen zur Registrierung und Anmeldung gibt es welche für Kommentare. Auch Einkäufe können darüber erfolgen.
Der Haken: Sobald eine Website die Interaktion mit Besuchern ermöglicht, können Hacker über diese Angriffe starten und für kriminelle Zwecke ausnutzen oder massenweise Spam-Nachrichten platzieren. Wenn Sie die Eingaben als Website-Betreiber nicht prüfen, kann zum Beispiel einfach schadhafter Code über ein Formular an den Server geschickt und dort ausgeführt werden. Lernen Sie jetzt, auf welche Weise Cyberkriminelle Formulare angreifen, wie Sie Ihre Website davor schützen und die Internet-Sicherheit steigern. 

Die Risiken bei der Verwendung von Webformularen 

Cyberkriminelle probieren eine Reihe von Methoden, um Webformulare für ihre Zwecke auszunutzen. Zum Beispiel: 

  • Bei Websites mit Kommentarfunktion können Angreifer das Eingabeformular ohne entsprechenden Schutz für Spam missbrauchen. Programme von Hackern durchsuchen das Netz rund um die Uhr nach Formularen, um in diesen Werbelinks oder Links zu Malware zu hinterlegen. 
  • Bei einer Cross-Site-Scripting-Attacke (CSS-Attacke) fügen Angreifer schädlichen HTML-Code in ein Formular ein. Ein typisches Vorgehen ist das Einfügen eines Bilds mit einem Link zu einer Website mit Malware. Dieses Bild sehen dann alle Besucher Ihrer Website und landen mit einem Klick auf der Website der Hacker. 
  • SQL-Injection-Attacken zielen auf die Manipulation der Datenbank Ihrer Website ab. Angreifer können sich beispielsweise bei Websites ohne entsprechende Schutzmaßnahmen mit angepassten SQL-Abfragen den Adminzugang verschaffen und anschließend Ihre Website nach Belieben missbrauchen. 
  • Bei einer Cross-Site-Request-Forgery-Attacke (CSRF) senden Hacker Anfragen im Namen eines anderen angemeldeten Nutzers Ihrer Website. Dafür nutzen die Angreifer unter anderem Social Engineering, um die Opfer persönlich in einer E-Mail oder in einem Chat anzusprechen, Vertrauen aufzubauen und zum Klick auf einen Link zu bewegen. Durch den Klick werden Aktionen im Namen des Opfers ausgeführt. 

Tipps: Internet-Sicherheit optimieren und die Webformulare schützen 

Nutzen Sie die folgenden Tipps und schützen Sie Ihre Website und die verwendeten Formulare bestmöglich vor missbräuchlicher Verwendung. 

1. HTTPS als Standard für mehr Internet-Sicherheit 

Verschlüsselte Verbindungen per HTTPS und SSL-Zertifikat sind inzwischen der Standard. Wenn Sie eine Website mit einem Formular betreiben, müssen die Verbindungen per HTTPS erfolgen. Auf diese Weise werden die Daten beim Versand verschlüsselt und Cyberkriminelle können diese nicht mitlesen. So beugen Sie einem sogenannten Man-in-the-Middle-Angriff vor. Hacker können den Datenverkehr zwischen Client und Server nicht mitlesen und somit auch nicht verändern. 

2. Nutzereingaben validieren 

Eingaben in Formularen dürfen nicht ungeprüft an den Server geschickt werden, Sie müssen diese begrenzen und validieren lassen. Stellen Sie unter anderem sicher, dass Nutzer in das Feld für die E-Mail-Adresse nur Adressen mit gültiger Formatierung eintragen können und Codeeingaben geblockt werden. Beliebte Formular-Erweiterungen für Content-Management-Systeme wie WordPress integrieren diese Schutzmechanismen bereits. 

3. Speichern Sie nur notwendige Informationen über Ihre Seitenbesucher 

In der Datenbank können Sie Informationen zu den Besuchern Ihrer Website speichern. Wenn Sie einen Onlineshop betreiben, gehören dazu auch Bezahlinformationen, die auf keinen Fall in die falschen Hände fallen dürfen. Zum Schutz müssen die Daten anonymisiert, verschlüsselt und sicher gespeichert werden. 

4. Captchas nutzen 

Die Tools von Hackern probieren automatisch zahlreiche Methoden aus, um Ihre Anmelde- und Kommentarformulare zu manipulieren. Captchas sind bei Nutzern zwar verständlicherweise unbeliebt, erhöhen jedoch den Schutz vor Spam und die Menge der Angriffsversuche. Wenn Sie Ihre Website mit WordPress betreiben, können Sie ein Plugin wie reCaptcha by BestWebSoft oder Advanced noCaptcha & Invisible Captcha nutzen. 

5. Formulare möglichst nur von angemeldeten Nutzern ausfüllen lassen 

Erlauben Sie keine Kommentare von unbekannten Personen. Abgesehen vom Formular zur Registrierung und Anmeldung auf Ihrer Website sollten Formulare nicht von jedermann ausgefüllt werden können. Auf diese Weise vermeiden Sie bereits viel Spam und viele Angriffe. Empfehlenswert ist, dass Nutzer erst nach Registrierung und Validierung der eingegebenen E-Mail-Adresse weitere Formulare ausfüllen können. 

6. Starke Passwörter zur Pflicht machen 

Stellen Sie sicher, dass Nutzer bei der Registrierung ein starkes Passwort eingeben. Für ein CMS wie WordPress können Sie dafür eine Erweiterung wie den Password Policy Manager herunterladen. 

WordPress-Website mit einer Rundum-Sicherheitslösung schützen 

Zum besseren Schutz der Internet-Sicherheit und der Webformulare gibt es für das CMS WordPress eine Reihe von nützlichen Erweiterungen. Eine beliebte Rundum-Lösung ist die Sucuri Website Security, mit der Sie Ihre WordPress-Website mit minimalem Aufwand und kostengünstig vor einer Vielzahl von Risiken schützen. Die Lösung mit Web Application Firewall (WAF) untersucht die Anfragen und Antworten – und schützt so umfangreich. 

Internet-Sicherheit von Formularen optimieren – Zusammenfassung 

Die Internet-Sicherheit ist für alle Website-Betreibenden ein wichtiges Thema. Es liegt in Ihrer Verantwortung, dass Ihre Website und die in der Datenbank gespeicherten Informationen der Nutzer nicht in die falschen Hände gelangen. Wenn Sie Ihre Website mit WordPress betreiben, erreichen Sie mit der Software Sucuri Website Security einen umfassenden Schutz vor Cyberkriminellen.

Titelmotiv: Photo by nordwood on Unsplash

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