Für viele Shop-Besitzer stellte sich bereits vor der Pandemie nicht nur die Frage ob, sondern hauptsächlich wann der Schritt hin zur Digitalisierung gemacht werden soll. Lohnt es sich denn wirklich, auch für kleine Läden einen Webshop einzurichten? Nun, wenn die analogen Ladentüren geschlossen bleiben müssen, bleibt nicht viel anderes übrig.

Schaut man sich den Marktanteil der populärsten Shop-Lösungen an, sticht WooCommerce ins Auge. Laut WebsiteToolTester setzen rund ein Viertel aller E-Commerce-Lösungen darauf. Das war im April 2020 noch so. Mittlerweile liegt der Marktanteil von WooCommerce bereits bei 30%, das zumindest laut BuiltWith. WooCommerce hat sich klar als Marktführer bei den Online-Shop-Lösungen etabliert und setzt sich im Vergleich zu Shopify hauptsächlich mit seiner Flexibilität durch: Mittels Plugins lässt sich die Funktionalität beträchtlich erweitern.

So weit, so klar. Das populärste und wohl für die meisten Anwendungsfälle am besten geeignete Shop-System der Welt? Check. Technische Voraussetzungen für einen WooCommerce-Shop? Check, und zwar mit den umfassenden Angeboten von Host Europe. Dazu später noch etwas mehr. Neues Problem: Welche der mehr als 1000 verfügbaren Plugins braucht man für einen modernen Online-Shop? Wir stellen Ihnen nachfolgend 10 nutzbringende WooCommerce-Plugins vor, welche Ihrem Shop einen echten Mehrwert bieten, mindestens in einer Version kostenlos verfügbar sind und vom Blumenladen über den Lageristen bis hin zum Softwarehändler gewinnbringend genutzt werden können.

Enhanced E-Commerce Google Analytics

Wie verknüpft man Google Analytics richtig mit WooCommerce, damit alle Daten so wie bei den Profis vorliegen? Mühsam. Nicht so mit diesem Plugin: Auf “Verbinden” klicken, das entsprechende Konto auswählen, Rechte freigeben, und die Verknüpfung steht. Damit fliessen bereits Daten vom Shop hin zu Google Analytics. Und dank der IP-Anonymisierung und dem Opt-Out auch bereits etwas datenschutzfreundlicher als ohne, obwohl ersteres beim neuen Google Analytics 4 sowieso Standard ist.

Die kostenlose Version erlaubt nur vier Enhanced E-Commerce Reports, die Premium Version kennt da kein Limit. Diese Berichte werden vor allem dann interessant, wenn es nicht nur um das Total der Verkäufe geht, sondern wenn die Customer Journey und die einzelnen Verkaufsschritte einbezogen werden sollen. Die bezahlte Variante ergänzt zudem Google Ads Tracking und unterstützt ein Child oder Custom Theme. Eine vollständige Liste der Premium Features gibt es auf der Seite des Plugin-Herstellers. Da diese Liste nicht besonders übersichtlich ist, hier noch die Zusammenfassung:

Abbildung01 WooCommerce-Plugins – Plugin-Übersicht

Zum WooCommerce-Plugin – Enhanced E-Commerce Google Analytics

Smart Manager For WooCommerce

WooCommerce über alles? Nur in bestimmten Bereichen. Eine der wohl größten Schwächen von WooCommerce ist die fehlende Massenbearbeitung. Natürlich würden mittlerweile ein paar Dutzend Plugin-Hersteller ihr Geschäftsmodell verlieren, wenn WooCommerce dieses Feature zukünftig einbauen würde. Ob das geschehen wird, sei dahingestellt, fürs Erste ist man für die Bulk- oder Massenbearbeitung aber auf Plugins angewiesen, sofern man einen Live Shop hat.

Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, alle WooCommerce-Produkte zu exportieren, Änderungen mit einem beliebigen Programm vorzunehmen und die Produkte dann wieder zu importieren. Die manuelle, saubere Führung von Beständen und Bestellungen ist allerdings fehleranfällig und zeitaufwendig, weshalb ein Live Shop immer mal wieder kurzzeitig in den Wartungsmodus versetzt werden müsste, was sich natürlich negativ auf das Kundenerlebnis auswirkt. Deswegen wird gerne auf Plugins gesetzt.

Das Smart Manager Plugin kann leicht zusammengefasst werden: beinahe nutzlos in der kostenlosen Version, aber ein echter Lebensretter in der bezahlten Version, weil nur letztere die Massenbearbeitung von Produkten erlaubt. Dabei werden alle Produkte wie in einer Excel-Tabelle aufgelistet, und beliebig viele Felder können auf einmal bearbeitet werden (gilt auch für variable Produkte). Hier wieder ein Vergleich zwischen der kostenlosen und der bezahlten Version:

Abbildung02 WooCommerce-Plugins – Kostenlose und kostenpflichtige WooCommerce-Plugins

Genervt von den vielen Abos? Dieses Plugin bietet einen Einmalkauf an, allerdings hat es der Preis in sich: $479 bezahlt man für eine Lizenz auf Lebenszeit, welche auf fünf Webseiten gleichzeitig verwendet werden kann. Die Alternative ist ein Abonnement für $149 pro Jahr für eine einzelne Webseite. Der Smart Manager ist nicht das einzige Bulk-Manager-Plugin auf dem Markt, weswegen sich ein Plugin-Vergleich anbietet. Bei unseren Projekten hat sich das Plugin bisher bewährt, und wir werden auch weiterhin darauf setzen.

Zum WooCommerce-Plugin – Smart Manager For WooCommerce

SeedProd

Genau betrachtet handelt es sich hierbei um einen umfangreichen Website-Builder mit einem (Marketing-)Fokus auf Landingpages. Beauftragt man eine Webdesign-Agentur oder nutzt man die Angebote von Hosting Europe ist man unter Umständen nicht auf einen Pagebuilder angewiesen und glänzt stattdessen mit professionellen Designs. Brauchen kann man das Plugin aber trotzdem für einen ganz bestimmten Zweck: den Coming Soon-Modus und den Maintenance-Modus.

Die sind glücklicherweise auch in der kostenlosen Version verfügbar. Dabei wählt man entweder ein Template aus oder drag&droppt einige Elemente zusammen. Überschriften, Textblöcke, Bilder, Videos, Spalten und Custom HTML und sogar eine Vorschau für das generierte responsive Design sind in der kostenlosen Version verfügbar. Damit ist das Plugin fast schon ein mini Content Management System und damit alles, was man für eine „Bald verfügbar“-Seite braucht. Ein schlichtes Beispiel für eine Coming Soon-Page und den Page Editor:

Abbildung03 WooCommerce-Plugins – Coming-Soon-Page

Oder hier eine der Vorlagen für den Wartungsmodus:

Abbildung04 WooCommerce-Plugins – Vorlage für Wartungsmodus

Beide Modi, d.h. der Coming Soon-Modus und der Wartungsmodus lassen sich, nachdem sie initial eingerichtet wurden, mit nur einem Klick aktivieren und deaktivieren. Frustfrei, einfach und schnell: Darin liegt die Nützlichkeit dieses WooCommerce-Plugins.

Die Pro-Version geht dann noch einige Schritte mehr Richtung vollumfängliches CMS: Für $39.90 pro Jahr gibt es mehr als hundert Templates und über zwanzig Blöcke und daneben noch Marketing-E-Mail-Integrationen und Support. Die teureren Angebote umfassen mehr Lizenzen und ermöglichen den Zugang zu über zwei Millionen Archivbildern. Falls der Anwendungsfall dafür gegeben ist, lohnt sich ein vertiefter Blick in das Plugin. Falls man allerdings sowieso mit einem anderen Design fährt, bieten sich immer noch die zwei kostenlosen Modi an.

Zum WooCommerce-Plugin – SeedProd

Relevanssi

Wieder ein mächtiges Plugin, welches an sich in der kostenlosen Version für die meisten Anwendungsfälle ausreichen dürfte. Was macht das Plugin? Es fügt WooCommerce (oder allgemein WordPress) eine Suchfunktion hinzu und indexiert alle spezifizierten Seiten, Beiträge und Produkte.

Hier habe ich fünf Testprodukte und einige Inhaltsseiten indexieren lassen:

Abbildung05 WooCommerce-Plugins – Suchfunktion für WooCommerce

Das ging schnell, nur vier Sekunden. Natürlich dauert das bei einem etwas grösseren Shop auch mal etwas länger, allerdings performt Relevanssi generell betrachtet gut. Der Index ist live, sobald er abgeschlossen wurde. Das Styling erfolgt via Theme, Relevanssi verbessert eigentlich nur den Standard WordPress Index und die Suchfunktion.

Von Vorteil ist, dass alle Standard Post Types und Taxonomien vom Index ausgeschlossen oder diesem hinzugefügt werden können. Kommentare, Autorennamen und Beschreibungen können ebenfalls indexiert werden. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Wörter auch von der Suche ausschließen, was die Suche deutlich angenehmer gestaltet, weil dann beispielsweise keine Resultate nur aufgrund von „und“ oder den bestimmten Artikeln “der”, “die”, “das” angezeigt werden. (Die gesuchten Begriffe lassen sich auch mit text_decoration Elementen hervorheben.)

Die bezahlte Version lässt einen nicht nur zwischen „und“ und „oder“ Suchparametern unterscheiden, sondern fügt auch noch den „not“ Parameter hinzu. Außerdem können mit der bezahlten Version auch Anhänge in verschiedenen Dateiformaten (darunter PDF, DOCX, ePub, etc.) und Nutzerprofile indexiert werden.

Schön ist, dass auch die kostenlose Version mit WPML funktioniert und damit Multilang-Shops kein Problem darstellen. Ein Vergleich zwischen der WordPress-Suche, den Verbesserungen durch Relevanssi und den Premium Features gibt es hier.

Was Relevanssi nicht bietet, sind Echtzeitsuchen (normalerweise Ajax basiert), was bedeutet, dass erst nach dem Abschicken der Suchanfrage via Enter tatsächlich gesucht wird. Für kleinere Shops sollte das aber auch kein Problem darstellen. Abgemildert wird das durch die Unterstützung von Synonymen und einer „Meintest du …“ Funktion, so wie sie Google anbietet.

In der Gratisversion basieren diese Suchvorschläge auf vergangene Suchanfragen, welche ein Resultat zurückgegeben haben. Bei der bezahlten Version basieren sie auf den tatsächlich vorhandenen Inhalten. Die Gratisversion kann damit etwas irreführend wirken, wenn oft nach einem Begriff gesucht wird, welcher auf nicht relevante Inhalte verweist. Falls das eher einer Verschlimmbesserung entspricht, ist das kein Problem: Dieses Feature lässt sich in beiden Versionen deaktivieren.

Zum WooCommerce-Plugin – Relevanssi

YITH WooCommerce Wishlist

Kurz: Es handelt sich hierbei um eine auf Cookies basierte Wunschliste. Die kostenlose Version ermöglicht es Shop-Besitzern, unterhalb eines Produkts einen Button mit einem Herz und dem Text „Auf meine Wunschliste“ einzufügen. Klickt man darauf, wird ein Cookie gesetzt und sowohl das betreffende Produkt als auch die gewählte Stückzahl im Cookie vermerkt.

Die Premium-Version kostet €94.99 pro Jahr für eine einzelne Webseite. Kauft man sich die Premium-Version nicht, verfällt das gesetzte Cookie nach einem Monat.

Im WordPress-Backend kann mittels Shortcode eine Seite für die Wunschliste eingerichtet werden. Einfach [yith_wcwl_wishlist] einfügen und den Rest das Plugin übernehmen lassen. Das Standardstyling wurde durch die Version 3.0 merklich verbessert und sollte für kleinere Shops ausreichend sein, lässt sich aber natürlich beliebig modifizieren.

Auf der Seite für die Wunschliste wird das Produkt vollständig mit Thumbnail, Titel, Preis und Lagerbestand angegeben. Zusätzlich lässt sich ein „Dem Warenkorb hinzufügen“ Button und ein teilbarer Link für die jeweilige Wunschliste einfügen. Für ein kostenloses Plugin bietet es eine stattliche Zahl an Individualisierungsmöglichkeiten, einen Überblick erhält man in der Plugin Dokumentation.

Die Premium-Version kann alles, was die kostenlose Version auch kann, fügt aber hauptsächlich noch drei Funktionen hinzu:

  1. Wunschlisten werden gespeichert, sofern Kunden im Benutzerkonto angemeldet sind.
  2. Zweitens generiert das wiederum neue, durchsuchbare Daten: Wie oft welches Produkt einer Wunschliste hinzugefügt wird, kann beispielsweise Aufschluss über die Beliebtheit eines Produkts geben. In Kombination mit Aktionen und Lieferengpässen ergibt das bereits einen vertieften Einblick in die Bedürfnisse der Kunden.
  3. Shop-Besitzer können E-Mails an Kunden schicken, welche bestimmte Produkte in der Wunschliste gespeichert haben.

Hinweis: Letzteres ist mit Vorsicht zu genießen: Natürlich können Erinnerungsemails Verkäufe ankurbeln, aber nicht, wenn sie als unerwünschte Werbung interpretiert werden. Die Erlaubnis der Kunden fürs E-Mail-Marketing sollte deswegen bereits beim Erstellen der Benutzerkonten eingeholt und am besten via Double Opt-In sauber gelöst werden.

Zum WooCommerce-Plugin – YITH WooCommerce Wishlist

Mit Host Europe Geld sparen

Beim Erwerb eines WordPress-E-Commerce-Hosting-Pakets von Host Europe bekommt man Zugriff auf satte 84 normalerweise kostenpflichtige Plugins. Keines davon ist direkt Teil dieser Liste, allerdings werden einige gute Alternativen zu den hier vorgestellten Produkten angeboten. Für den Smart Manager oben gibt es zum Beispiel das Bulk Stock Management Tool, welches normalerweise $49 pro Jahr kostet.

Und für die Nummer zehn auf dieser Liste, einem Plugin zur Generierung von PDF-Rechnungen und Packlisten, gibt es als Alternative das WooCommerce Print Invoices & Packing lists Plugin für normalerweise $79 pro Jahr einfach so oben drauf. Das sind nur zwei der insgesamt 84 WooCommerce-Plugins. Deswegen unbedingt mal bei den Host Europe Angeboten vorbeischauen.

YITH WooCommerce Compare

Das zweite Plugin von YITH in dieser Liste. Ebenso leicht überschau- und bedienbar wie die Wunschliste, nur, dass dieses Plugin eine Vergleichstabelle erstellt. Das ist dann auch alles, was im Hintergrund vonstatten geht: Man legt fest, welche Spalten miteinander verglichen werden sollen, und das Plugin fügt im Frontend nur noch einen “Vergleichen”-Knopf hinzu und generiert die Vergleichstabelle.

Zugegeben, nachfolgendes Beispiel gewinnt keinen Schönheitspreis. (Ebenso wenig wie das vielgelobte, wenngleich aus persönlicher Sicht etwas dürftig scheinende, 2020 Theme von WordPress, welches hier als Grundlage dient.) Als Demonstration für die Funktionalität eignet es sich allerdings gut:

Abbildung06 WooCommerce-Plugins – Vergleichstabelle

Die Tabelle kann so eingerichtet werden, dass sie direkt nach dem Hinzufügen eines Produktes auf die Vergleichsliste geöffnet oder erst nach erneutem Drücken auf den Knopf aufgerufen wird.

In der kostenlosen Version ist es nicht möglich, das Pop-up zu deaktivieren, wenn nur ein Produkt der Vergleichsliste hinzugefügt wurde.

Braucht man die Premium-Version für €59.99 im Jahr pro Webseite überhaupt? Falls dieses Verhalten nervt, fügt kein Weg daran vorbei. Die Premium-Version wartet zusätzlich mit einigen netten Features auf. Dazu gehören:

  • Eine eigene Seite für die Vergleichstabelle, damit diese nicht mehr als Pop-Up erscheint
  • Die Möglichkeit, nur Produkte innerhalb derselben Kategorie vergleichen zu können, um Verwirrung seitens Kunden vorzubeugen
  • Dynamische Felder, damit nur Felder mit Inhalt in der Tabelle ausgegeben werden

Und noch einige mehr. Eine vollständige Liste ist hier verfügbar.

Zum WooCommerce-Plugin – YITH WooCommerce Compare

WP Product Feed Manager

Hierbei handelt es sich um ein Tool zur einfachen Generierung und Bearbeitung von Produkt-Feeds. Diese werden verwendet, um Produkte in das Google Merchant Center zu integrieren, was wiederum Produktanzeigen via Google ermöglicht. Die kostenlose Version ist limitiert auf das Google Merchant Center, die bezahlte Version unterstützt über 20 Channels verschiedenste Anbieter. Sobald das Plugin installiert, aktiviert und die WooCommerce-Datenbank indexiert ist, kann man damit auch schon arbeiten. Hier wurden einige Produkte einem Testfeed hinzugefügt:

Abbildung07 WooCommerce-Plugins – Bearbeitung Produkt-Feeds

Der Vorteil dieses Plugins ist die einfache Bedienung: Weil alle Felder bereits vorkonfiguriert sind, können Fehler in der generierten XML Datei ausgeschlossen werden.

Eine Beschränkung der Anzahl der Feeds gibt es nicht. In der kostenlosen Version kann allerdings der kleine Haken beim Feld „Produktvariationen einbeziehen“ im Screenshot nicht gesetzt werden. Dafür ist die Pro-Version notwendig. Eine Lizenz für ein Jahr für einen Shop kostet €69. Dafür kriegt man nebst diesem Haken noch ein wenig mehr: Support und Updates sowie individualisierbare Filter, um einzelne Produkte auszuschließen. Die Filter greifen über alle Product Source Fields und sind nicht auf SKU oder ID limitiert, schließen diese aber natürlich ein.

Die nächstteurere Version kostet €99 im Jahr und bringt keine neuen Features, unterstützt aber auch die Marketing Channels von Facebook, Amazon und Ebay (eine vollständige Liste aller Channel gibt es hier). Die nächstteureren Versionen für jeweils €169 und €300 fügen jeweils nur noch neue Lizenzen obendrauf, falls man mehrere Shops hat. Zwei Lizenzen für Erstere und fünf Lizenzen für Letztere.

Zum WooCommerce-Plugin – WP Product Feed Manager

WooCommerce Multilingual

Dieses kostenlose Plugin sorgt dafür, dass das kostenpflichtige WPML-Übersetzungstool für WordPress zusammen mit WooCommerce funktioniert. WPML ist zwar nicht kostenlos, gehört aber zu den besten Übersetzungsplugins auf dem Markt. Für Blogs reicht die $29 Variante, für eine komplette WordPress-Seite reicht die $79 Variante, und für uns als Agentur eignet sich die $159 Variante gut, weil WPML damit für eine unbegrenzte Anzahl an Projekten benutzt werden kann (hier die Preisübersicht).

Nachdem WPML installiert, konfiguriert und aktiviert wurde, geht es weiter mit der Einrichtung von WooCommerce Multilingual. Dafür gibt es einen Wizard, welcher einem das Leben einfacher macht und darüber hinaus auch durchdacht daherkommt:

Abbildung08 WooCommerce-Plugins – Übersetzungstool

Ob die Inhalte möglichst schnell verfügbar gemacht werden sollen oder ob die Nutzererfahrung im Vordergrund steht, wird einem hier selbst überlassen, was mir persönlich gut gefällt, weil das Plugin so unterschiedlichen Anwendungsfällen gerecht wird. Nach Beendigung des Wizards werde ich erst einmal von Fehlermeldungen begrüßt:

Abbildung09 WooCommerce-Plugins – Fehlermeldung

Da es sich hierbei nur um einen schnell aufgesetzten Testshop handelt, ist das nicht weiter verwunderlich. Der Status-Tab bleibt aber fortan aktiv und informiert zusammen mit den Symbolen in den Reitern über etwaige Probleme. Hat man bereits mit WPML Erfahrungen gesammelt, verringert das die Lernkurve deutlich. Falls noch nicht mit WPML gearbeitet wurde, steht immer noch die Dokumentation oder Learning by Doing zur Wahl.

Ein Plus unter der Spalte mit der Flagge der Zielsprache initialisiert eine neue Übersetzung und setzt die Ausgangssprache neben der Zielsprache in eine Spalte. Übersetzungen einpflegen, “Speichern” drücken und fertig. (Erwähnenswert ist hier auch, dass andere Plugins wie der oben vorgestellte Bulk Editor mit WPML funktionieren. Einfach im WordPress Top Bar Menü die Sprache ändern und schon werden alle Produkte in der jeweiligen Sprache angezeigt und können en gros editiert werden.)

Zum WooCommerce-Plugin – WooCommerce Multilingual

WP Mail SMTP

Wird WordPress nicht von WordPress-Experten, sondern beispielsweise mit gekauften Themes aufgesetzt, kann es schnell einmal vorkommen, dass die SMPT-Einstellungen für den Emailversand nicht richtig konfiguriert wurden. WordPress stützt sich dabei auf PHP, was für sich genommen einwandfrei funktioniert.

Das eigentliche Problem, für welches dieses Plugin die Lösung bietet, entsteht durch die Flut an Spam-E-Mails, die sekündlich rund um die Welt verschickt werden. Da die Herkunft der E-Mails mit der Standardvariante via PHP nicht immer verifiziert werden kann, landen viele E-Mails ungewollt im Spam-Ordner.

Das Plugin übernimmt zwei Dinge: Entweder rekonfiguriert es die wp_mail()-Funktion, damit die richtigen SMPT Host Credentials mitgegeben werden, oder es richtet den Versand via API und einem Drittanbieter ein. Beides via benutzerfreundlichem Wizard natürlich. Eine Voraussetzung für die zweite Variante ist, dass man bereits Kunde bei einem SMTP-Drittanbieter ist. In der kostenlosen Version gehören smpt.com, Sendinblue, Mailgun, SendGrid und Gmail dazu. In der bezahlten Version sind außerdem noch Amazon SES, Outlook und Zoho Mail verfügbar.

Abbildung10 WooCommerce-Plugins – Konfiguration SMTP-Einstellungen

Das entspricht dem Standard PHP Mailer, den man von WordPress her kennt. Wie leider üblich werden die Vorteile der Premium-Version nur abgespeckt in einer kurzen Vergleichsliste in der Preistabelle aufgeführt. Im WordPress-Backend hingegen wird ausführlich beschrieben, was die Premium-Version alles beinhaltet:

Abbildung11 WooCommerce-Plugins – Vergleichsliste

In der Premium-Version werden außerdem E-Mail-Logs angelegt, welche über das Plugin-Backend eingesehen werden können. Dazu gehören auch Fehlermeldungen, falls eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte. In der kostenlosen Version ist dagegen bereits der Testversand für E-Mails inbegriffen, was das Setup erleichtert.

Zum WooCommerce-Plugin – WP Mail SMTP

WooCommerce PDF Invoices & Packing Slips

Dieses Plugin macht genau das, was es im Titel verspricht: Es erzeugt PDF-Rechnungen und Verpackungslabel. Zudem kann es in der gratis Version die PDFs an die von WooCommerce erzeugten E-Mails hängen und archiviert alle generierten Dateien im WordPress-Backend. Alle verfügbaren E-Mails werden auch im Installationsassistenten angezeigt:

Abbildung12 WooCommerce-Plugins – Erstellung-PDF-Rechnungen und Verpackungslabel

Was auf der Rechnung aufgeführt werden soll, lässt sich ebenfalls einstellen. Dazu gehört der Name und das Logo des Unternehmens, die Lieferadresse, das Rechnungsdatum, die Rechnungsnummer und das Format derselben, etc.

Natürlich gibt es auch hier noch eine Premium-Version. Die braucht man, wenn man den Rechnungen eigene Titel und Namen geben möchte, wenn diese bei jeder neuen Bestellung gleich an einen Drucker oder an die Dropbox geschickt werden sollen, wenn man sie gebündelt exportieren möchte oder, wenn man auf eine Auswahl von Vorlagen zugreifen möchte. Außerdem braucht man die Premium-Version zwingend, wenn mit Übersetzungen in WPML und Polylang-Setups gearbeitet werden soll.

Eigene Vorlagen lassen sich allerdings interessanterweise bereits mit der kostenlosen Version erstellen. Dazu einfach das Simple Template von wp-content/plugins/woocommerce-pdf-invoices-packing-slips/templates/Simple kopieren, in wp-content/themes/my-theme/woocommerce/pdf/new-shiny-template einfügen und nach Belieben bearbeiten.

Zum WooCommerce-Plugin – WooCommerce PDF Invoices & Packing Slips

WooCommerce-Plugins als Fundament eines modernen E-Commerce-Shops

Von all den verfügbaren WooCommerce-Plugins nutzen wir, d.h. die Schweizer Digitalagentur WebKinder, die zehn hier vorgestellten Plugins am häufigsten. Das aus gutem Grund: Mit diesen Plugins erhalten Sie eine solide Grundlage für Ihren nächsten WooCommerce-Online-Shop.

Die Digitalisierung ist in vielerlei Hinsicht Fluch und Segen zugleich, bietet aber auch gerade während der Pandemie einige wenige und deswegen äußerst wertvolle Chancen. Jetzt ist die optimale Gelegenheit, um digital durchzustarten und Ihren Online-Shop mit den vorgestellten WooCommerce-Plugins aufzufrischen und zu modernisieren.

 

Euki Ziehbrunner
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