Das Problem mit nutzergeneriertem Spam ist den allermeisten Website-Betreibern bekannt: Hauptsächlich geht es um Spam-Nachrichten in den Kommentaren und Forenbeiträgen. Es kommt häufig vor, dass Seitenbesucher einen Beitrag kommentieren und dabei einen Backlink in Form von SPAM hinterlassen. Daraus ergeben sich Nachteile für die Suchmaschinenoptimierung, denn Webseiten mit Links zu SPAM-Sites bewerten die Suchmaschinen schlechter. Auch schrecken solche Links andere Seitenbesucher ab und sie trauen Ihrer Website weniger. Mit den folgenden Maßnahmen wie schützen Sie Ihren Internetauftritt vor nutzergeneriertem Spam und profitieren von mehr Sicherheit. SPAM-Filter, CAPTCHAs, Blacklists uvm.

1. Software updaten

Unabhängig vom zugrundeliegenden System für die Website muss dieses mit allen Plug-ins, Komponenten und Modulen immer auf dem aktuellsten Stand sein. Updates und Patches müssen Sie so früh wie möglich aufspielen. Nur so können Sie sich vor Angriffen durch Cyberkriminelle und nutzergeneriertem Spam schützen.

2. CAPTCHA verwenden

Mithilfe von CAPTCHAs lassen sich Seitenbesucher eindeutig als „echte“ User identifizieren. Das Hinterlassen von automatisch generierten Nachrichten in Kommentaren und Forenbeiträgen kann so vermieden werden. Hierbei wird meist eine Zahlen- oder Buchstabenkombination eingeblendet, die der Besucher dann korrekt in ein entsprechendes Feld eintragen muss.

3. Übermäßigen Traffic von einer IP-Adresse blockieren

Untersuchen Sie den Seiten-Traffic mithilfe von Analysesoftware und prüfen Sie, ob von einer bestimmten IP-Adresse übermäßig viel Traffic ausgeht. Meist handelt es sich dabei um Bots, die die Seite analysieren und nach Schwachstellen abklopfen.

4. Limits für Beiträge einzelner Autoren festlegen

Je nach Foren-Software lassen sich für die Mitglieder verschiedene Regeln definieren. So ist es beispielsweise möglich, einen zeitlichen Abstand zwischen zwei Postings zu definieren. Auch können Administratoren von Foren-Systemen neuen Mitgliedern das Posten von Links nur dann erlauben, wenn diese eine bestimmte Reputation erreicht haben – oder die Freigabe der Links erfolgt erst nach Zustimmung des Moderators. Zur Sicherheit können Sie das anonyme Posten deaktivieren. Für zusätzliche Kontrolle statten Sie vertrauenswürdige User mit Moderatoren-Rechten aus und überwachen die Aktivitäten gemeinsam.

5. rel=“nofollow“ für Links von Besuchern anwenden

Setzen Sie für Links in den Kommentaren und Forenbeiträgen per Default das Attribut „nofollow“. Diese Funktion gehört bei vielen Programmen zu den Standardfunktionen. Damit können sich Spammer die Arbeit ersparen.

6. Die Seite regelmäßig auf Spam-Beiträge überprüfen

Überprüfen Sie neue Beiträge am besten täglich auf Spam und sortieren Sie diese sofort aus.

7. Top-Besucher regelmäßig prüfen

Gibt es neue User mit einer sehr hohen Frequenz neuer Beiträge? Prüfen Sie die Beiträge genau – es könnte sich um einen Bot handeln, der sich Zugang zum System verschafft hat und Spam hinterlässt.

8. Externe Tools verwenden

Zur Bekämpfung von Kommentaren mit Spam werden zudem externe Tools wie Project Honeypot angeboten, mit dem Sie sich vor nutzergeneriertem Spam schützen. Die Registrierung ist kostenlos.

Weitere Informationen zu Honeypot

9. Blacklists einsetzen

Setzen Sie offensichtlichen Spam direkt auf eine Blacklist, zum Beispiel, wenn User Pharma-Produkte bewerben oder Links zu illegalen Streaming-Diensten setzen. Beispielsweise gibt es für WordPress Erweiterungen zum Erstellen einer Custom-Blacklist: Kommen darin enthaltene Wörter in den Beiträgen vor, werden diese automatisch gelöscht oder deaktiviert. Mithilfe der Liste schützen Sie die Seite vor Spam wie Glücksspiel und Artikeln aus der Sex- und Pharma-Industrie.

10. Automatische SPAM-Filter Services nutzen

Akismet analysiert Millionen von Webseiten, um die Methoden der Spammer zu analysieren und Betreiber von Websites vor diesen zu schützen. Nach der Registrierung können Sie das Akismet Plug-in oder Akismet Modul mit dem API Key aktivieren.

In der Basis-Version ist der SPAM-Filter kostenlos, für kommerzielle Webseiten beginnt der Service bei 5 $ pro Monat und Seite.

Weitere Informationen zu Aksimet

Fazit

Wehren Sie sich vor Spammern und behalten Sie die volle Kontrolle über die Inhalte Ihres Internetauftritts. Schützen Sie Ihre Website jetzt mit den aufgezeigten Maßnahmen wie SPAM-Filter, CAPTCHAs, Blacklists uvm. und profitieren Sie von hochwertigerem Inhalt, zufriedeneren Seitenbesuchern und einer besseren Bewertung durch die Suchmaschinen.

 

Benjamin Schmitz

Benjamin Schmitz

Benjamin Schmitz ist selbstständiger Systemadministrator und passionierter Webdesigner. Im Host Europe Blog schreibt er über Webanwendungen und gibt Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Benjamin Schmitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.