Was ist die WordPress-Mediathek? Ein zentraler Speicherort Ihrer WordPress-Installation. Die Mediathek enthält sämtliche Bilder, Videos, Audiodateien und weitere Medien, die Sie im Laufe der Zeit in Ihr WordPress hochgeladen haben.
Nicht in der Mediathek enthalten sind hingegen alle Bilder, die Ihr WordPress-Theme bereits mitbringt. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Mediathek funktioniert und was dort hinein gehört. Bei einigen Anwendungsfällen ist es nämlich besser, Medien von externen Plattformen wie beispielsweise YouTube einzubetten.
Die Mediathek aufrufen
Am besten machen Sie gleich mal eine kleine Bestandsaufnahme. So öffnen Sie Ihre WordPress-Mediathek:
- Loggen Sie sich in das WordPress-Backend ein.
- Klicken Sie in der schwarzen Menüleiste links auf den Menüpunkt Medien.
- Klicken Sie auf den Unterpunkt Mediathek.
Jetzt haben Sie eine Übersicht aller Medien, die Sie seit der Installation von WordPress hinzugefügt haben. So funktioniert die Mediathek:
- Eine Mediendatei, die Sie zum Beispiel beim Anlegen eines Blogbeitrags in WordPress hochladen, wird automatisch in der Mediathek gespeichert.
- Sie können eine Mediendatei auch direkt in die Mediathek hochladen, um sie später an einer oder mehreren Stellen Ihrer Website zu verwenden.
Tipp:
Mit ALT-Texten, also beschreibenden Texten für Ihre Bilder, unterstützen Sie die Barrierefreiheit Ihrer Website und verbessern gleichzeitig Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Wenn Sie einen ALT-Text in der Mediathek hinterlegen, müssen Sie ihn nur ein einziges Mal eingeben, auch wenn das Bild mehrmals auf Ihrer WordPress-Website eingespielt wird.
Die Bildvorschau in der Mediathek
WordPress erzeugt aus den hochgeladenen Bildern weitere Bilder für unterschiedliche Ansichten, zum Beispiel für die Startseite der Mediathek. Dort werden alle Bilder als quadratische Kacheln angezeigt.
Lassen Sie sich davon jedoch nicht verwirren, es ist nur eine Voransicht. Nach dem Einfügen auf eine Seite oder einen Blogbeitrag werden Ihre Bilder wieder im ursprünglichen Größenverhältnis präsentiert.
Dateien in die Mediathek hochladen
Mit einem Klick auf den Button Mediendatei hinzufügen können Sie die Mediathek befüllen. Zugelassen sind dabei zwar viele, aber nicht alle Dateiformate. WordPress nimmt nur Formate an, die von den gängigen Browsern auch erkannt werden.
Dateiformate für die Mediathek
In der WordPress-Mediathek können Sie Bilder, Audio-, Video-Dateien sowie Dokumente in folgenden Formaten speichern:
- Bilder: Formate: JPG, JPEG, PNG, GIF und ICO
Seit WordPress 6.7 akzeptiert WordPress auch Bilder im iOS-Format HEIC. Diese werden automatisch in JPEG umgewandelt. - Audiodateien: Formate: MP3, M4A, OGG und WAV
- Videodateien: Formate: MP4, M4V, MOV, WMV, AVI, MPG, OGV und weitere
- Dokumente und Tabellenkalkulationen: Formate: PDF, DOC, DOCX, ODT, XLS, XLSX und weitere
Videos, auf die Sie lediglich von Ihrer Website verlinken – zum Beispiel YouTube-Videos – erscheinen nicht in der Mediathek. Dort sind ausschließlich Videos enthalten, die Sie selbst in WordPress hochgeladen haben.
Videos in WordPress präsentieren
Für die Darstellung von Videos auf Ihrer WordPress-Website haben Sie zwei Möglichkeiten:
- WordPress-Mediathek verwenden:
Sie laden das Video in die Mediathek hoch und spielen es von dort auf Ihrer Website aus. - WordPress-Mediathek nicht verwenden:
Der Clip befindet sich auf YouTube, TikTok oder einem anderen Video-Netzwerk. In WordPress wird es nur eingebettet, aber nicht gelagert.
Was für die erste Methode spricht (mit Mediathek)
- Bequemlichkeit: Sie möchten sich die Mühe ersparen, auf einem Video-Netzwerk einen Account anzulegen und einen Kanal einzurichten und zu betreiben.
- Datenschutz: Sie möchten sich keine Gedanken um Datenschutz-Bestimmungen und Cookie-Banner machen. Video-Netzwerke verarbeiten nämlich Ihre Besucherdaten.
- Kurze Videos: Ihre Clips sind nicht länger als etwa zehn Minuten, verbrauchen also nicht allzu viel Platz auf Ihrem Webspace.
- Besucherbindung: Sie wollen vermeiden, dass Ihnen Ihre Besucher nach dem Betrachten Ihres Clips die kalte Schulter zeigen – und auf dem Video-Netzwerk weitersurfen.
Was für die zweite Methode spricht (ohne Mediathek)
- Den eigenen Videokanal stärken: Sie sind stolzer Kanal-Betreiber auf YouTube oder einem anderen Video-Netzwerk? Wenn Sie dort eine ordentliche Followerschaft aufbauen und Ihre Reichweite erhöhen möchten, benötigen Sie Klicks, Likes, Abos und Kommentare. In diesem Fall ist es erwünscht, dass Ihre Besucher direkt auf dem jeweiligen Netzwerk aktiv werden.
- Fremde Videos: Sie möchten nicht selbst produzierte, sondern fremde Videos auf Ihrer Website präsentieren? Dann wäre es eine schlechte Idee, ein Video einfach herunterzuladen und in Ihrer WordPress-Mediathek zu speichern. Besser ist die Einbettung des Videos über dem Netzwerk, auf dem der Clip ursprünglich veröffentlicht wurde.
- Lange Videos: Sie produzieren gerne Videos in Spielfilmlänge? Lange Clips brauchen viel Speicherplatz und belasten die Performance. Mit der Auslagerung auf ein Netzwerk entlasten Sie Ihren Webspace.
Das Bildformat HEIC
Noch einmal zurück zu den Bildformaten. Seit WordPress 6.7, erschienen im November 2024, nimmt WordPress auch das Bild-Format HEIC an. HEIC ist ein Format aus der Apple-Welt. Dank der Unterstützung können Sie beispielsweise mit einem iPhone Bilder aufnehmen und auf WordPress hochladen.
Weil nicht alle Browser HEIC-Bilder korrekt darstellen können, wandelt WordPress solche Bilder automatisch in das JPEG-Format um. Voraussetzung ist allerdings, dass auf Ihrem Webspace das Modul ImageMagick installiert ist.
So prüfen Sie, ob Ihr Hoster ImageMagick für Ihren Webspace aktiviert hat:
- Klicken Sie in der linken Menüleiste auf Werkzeuge → Website-Zustand.
- Wechseln Sie zum Reiter Bericht.
- Öffnen Sie das Dropdown-Menü Server.
- Scrollen Sie nach unten zum Punkt Ist die Imagick-Bibliothek verfügbar?. Wenn dort ein Ja steht, können Sie HEIC-Bilder für Ihre WordPress-Website nutzen.
Filtern in der Mediathek: nach Medientyp
Wenn Sie WordPress erst wenige Wochen betreiben, ist die Mediathek noch überschaubar. Mit dem Ausbau Ihrer Website, zum Beispiel durch das Hinzufügen von Blogbeiträgen, wird sich das aber schnell ändern. Zum Glück können Sie Ihre Medien auf verschiedene Arten filtern.
Über das Drop-down-Menü Alle Medien können Sie zum Beispiel nur bestimmte Medientypen anzeigen lassen. Zur Auswahl stehen:
- Bilder: zum Beispiel JPEG-Dateien.
- Audio: zum Beispiel MP3-Dateien.
- Video: zum Beispiel MP4-Dateien.
- Dokumente: zum Beispiel PDF-Dateien.
- Tabellenkalkulationen: zum Beispiel XLS-Dateien.
- Archive: zum Beispiel ZIP-Dateien.
- Nicht verknüpft: Mediendateien, die Sie noch nicht auf Ihrer Website ausgespielt haben.
- Eigene: Alle Mediendateien, die von Ihnen selbst hochgeladen wurden. Dieses Feature ist nur relevant, wenn Sie als Team arbeiten und mehrere Personen Bilder in WordPress veröffentlichen.
Filtern in der Mediathek: nach Upload-Monat
Sie können die Medien auch nach dem Monat filtern, in denen Sie diese hochgeladen haben. Für jeden Monat, in dem irgendetwas in die Mediathek hochgeladen wurde, legt WordPress einen Ordner an. Monate, in denen Sie nichts hochgeladen haben, lässt WordPress aus.
Der folgende Screenshot zeigt eine WordPress-Installation, die im Januar, Februar, Juli und September 2025 mit Medien ergänzt wurde.
Die Mediathek in der Listenansicht
Sie möchten schnell überprüfen, welche Medien auf einer Seite oder einem Blogbeitrag ausgespielt werden – und welche Medien gar nicht verknüpft sind? Dann navigieren Sie auf die Startseite Ihrer Mediathek und wechseln Sie links oben von der Kachel- in die Listenansicht.
Vorsicht Falle: Sie möchten Ihre Mediathek aufräumen? Da könnten Sie auf die Idee kommen, alle nicht verknüpften Medien über das Drop-Down-Menü Mehrfachaktionen zu löschen. Es kann allerdings vorkommen, dass WordPress ausgerechnet Ihr Header-Bild fälschlicherweise nicht als Nicht verknüpft einstuft.
Tipp: Wenn Sie keine unliebsamen Überraschungen erleben wollen, kontrollieren Sie alle Mediendateien vor dem Löschen noch einmal manuell.
Maximale Dateigröße für den Medien-Upload
Die maximale Dateigröße für den Upload von Dateien in Ihrer Mediathek ist von Ihrem Hosting-Paket abhängig. Wenn Sie das vom Hoster festgesetzte Limit überschreiten, wird der Upload abgebrochen. Relevant ist das Limit aber nicht für Bilder, sondern zum Beispiel für größere Video-Dateien.
Das Limit umgehen
Der Upload eines Videos ist gescheitert, weil das Dateigrößen-Limit überschritten wurde? Dieses Problem lässt sich über deinen FTP-Zugang lösen:
- Verbinden Sie sich via FTP mit Ihrem Webspace und navigiere zu Ihrem WordPress-Verzeichnis.
- Navigieren Sie zum Ordner /wp-content.
- Navigieren Sie zum Ordner /uploads.
- Navigieren Sie zum Ordner /2025 oder einem anderen Jahr
- Navigieren Sie zum Ordner /2025/10 oder einem anderen Jahr/Monat.
- Laden Sie die gewünschte Datei, zum Beispiel das Video, direkt in diesen Ordner.
Die Mediathek besser sortieren
Der Umgang mit der WordPress-Mediathek ist noch relativ komfortabel, wenn Sie eine einfache Website oder einen kleinen Blog betreiben. Vielleicht wollen Sie aber als Hochzeitsfotograf, Architektin oder Betreuer einer Vereinsseite Hunderte oder Tausende von Bildern professionell verwalten?
Dafür ist die Mediathek im Originalzustand zwar nicht geeignet, aber zum Glück hat WordPress für fast alle Anwendungsfälle ein Plugin. Zum Aufbohren der Mediathek ist Filebird eine gute Wahl. Das Plugin ist in einer kostenlosen und in einer Premiumvariante erhältlich und ermöglicht dir beispielsweise das Anlegen von individuellen Ordnern in Ihrer Mediathek.
Bonus: Das WordPress Photo Directory
Zum Abschluss gibt`s noch einen kleinen Bonus für Sie. Sie möchten Ihre Mediathek mit attraktiven Bildern füttern? Dann schauen Sie doch einfach mal beim offiziellen WordPress Photo Directory vorbei, Sie finden es unter wordpress.org/photos.
Mit rund 26.000 Bildern (Stand September 2025) ist es zwar nicht besonders groß, aber die Auswahlkriterien und die Lizenzbedingungen sind wirklich vom Feinsten:
- Alle Bilder sind kostenlos.
- Alle Bilder enthalten keine Markenzeichen oder erkennbare Personen. Sie brauchen sich also um Marken- und Persönlichkeitsrechte keine Gedanken machen.
- Alle Bilder verfügen über die Lizenz CCO. Sie dürfen die Bilder also auch verändern und für kommerzielle Zwecke verwenden.
Zusammenfassung: Die WordPress-Mediathek
Die WordPress-Mediathek ist der zentrale Speicherort für alle hochgeladenen Dateien wie Bilder, Videos, Audiodateien und Dokumente. Je nach Anzahl Ihrer Medien kann die Mediathek bald unübersichtlich werden, aber dank der integrierten Such- und Filterfunktionen lässt sich zum Beispiel ein gesuchtes Bild auch schnell wieder finden.
Für Websites mit sehr vielen Medien kann die Verwaltung durch den Einsatz von Plugins erleichtert werden. Jeder Datei können Sie direkt in der Mediathek auch einen ALT-Text hinzufügen. Diese Methode hat den Vorteil, dass Sie die Texte nur ein einziges Mal eingeben müssen, auch wenn Sie ein Medium mehrmals auf Ihrer WordPress-Website ausspielen. Wenn Sie die Mediathek clever zu nutzen wissen, sparen Sie sich lästige Routinearbeit.
Titelmotiv: Photo by Juliana Malta on Unsplash
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