SEO, also Suchmaschinenoptimierung, ist für jede Website im Netz wichtig. Für das Employer Branding und Recruiting von neuen Talenten ist sie umso bedeutender, weil von guten Mitarbeitern der Erfolg eines Unternehmens entscheidend abhängt. Andersherum lockt das Recruiting eine Menge Interessenten auf die Website. SEO für Recruiter bringt also neben neuen qualifizierten Mitarbeitern noch einiges mehr für das Unternehmen. Hier ein paar Tipps, wie Sie es verbessern können.
 

Warum es sinnvoll ist, sich auch im Recruitment Gedanken über SEO zu machen, liegt klar auf der Hand: Nur, wenn ein Unternehmen den Kontakt zu potenziellen Bewerbern pflegt und für ein gutes Image seines Unternehmens sorgt, hat es Chancen auf qualifizierte Kandidaten. Dabei reicht es schon lange nicht mehr, einfach eine Webseite oder eine Stellenbeschreibung ins Netz zu stellen und zu hoffen, dass man anschließend mit guten Bewerbern überflutet wird.

 

Warum sich SEO für Recruiter lohnt

Im Zuge von immer mehr Digitalisierung und Fachkräftemängel ist geradezu ein Kampf um passende Mitarbeiter entbrannt.

SEO für Recruiter birgt dabei einige Vorteile:

 

  • Kosten: Zum einen sind Suchmaschinen kostenlos. Auch wenn natürlich die Erstellung der entsprechenden Contents auch etwas kostet, werden die Inhalte, wenn sie gut sind, kostenlos in den Ergebnissen gelistet.
  • Sichtbarkeit: Sucht ein potenzieller Bewerber nach einer neuen Stelle, ist die Sichtbarkeit von Stellen im Netz ein ausschlaggebendes Kriterium. Denn: wer schneller gefunden wird, hat gegenüber dem Wettbewerb klare Vorteile.
  • Recruiting und Employer Branding: Wie schon erwähnt, geht es beim Recruiting schon lange nicht mehr nur um das Werben neuer Talente, sondern gleichzeitig auch um die Darstellung des Unternehmens als guter Arbeitgeber, also ums Employer Branding.

 

Jobseiten sind die heimlichen Stars im Netz

Grundsätzlich haben Recruiting-Seiten im Vergleich zu anderen einen guten Stand. Das liegt zum einen daran, dass sie eine große Schlüsselwort-Dichte aufzeigen und regelmäßig mit neuen Contents, nämlich neuen Jobs upgedatet werden. Außerdem sind Sie bei den Crawlern, also den Programmen, die durchgängig das WWW durchsuchen und analysieren, aufgrund Ihrer klaren Struktur mit Zwischenüberschriften, Stichwortlisten und wiederkehrenden Keywords beliebt.

Harte SEO-Basics, die für alle gelten

Das Ziel guter Suchmaschinenoptimierung ist es, so hoch wie möglich in der Google-Suche zu ranken. Auch wenn es noch einige andere Suchmaschinen gibt, ist Google mit einem Marktanteil von über 90 Prozent von absoluter Relevanz, so dass sich die Empfehlungen in diesem Artikel vorrangig auf Google beziehen. Im Falle von SEO für Recruiter heißt dies, dass die entsprechenden Stellenbeschreibungen auf den ersten zwei Seiten erscheinen sollten. Denn weiter als bis zum dreißigsten Treffer reicht das Interesse der meisten Nutzer in der Regel nicht.

Eine Dimension für sich

Wie aber funktioniert die Technologie dahinter? Wie schafft man es unter die ersten 30? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Denn, um den Algorithmus von Google spannten sich schon immer Mythen. Sicher ist, dass ca. 200 bis 260 Faktoren die Stellung im Suchmaschinenuniversum von Google beeinflussen. Unmöglich, diese alle zu kennen.
 

  • Wie Pandas, Kolibris und Co. die Google-Welt verändern

    Nun ist es nicht so, dass gar nichts über die Google-Algorithmen bekannt wird. Regelmäßig gibt es Updates. Manchmal werden diese von Google, wenn auch oft erst später, erläutert. Meistens, wie beim letzten so genannten Phantom-Update, das seinem Namen alle Ehre macht, wird es erst entdeckt, weil einzelne Domains weltweit 20 bis 60 Prozent an Sichtbarkeit verloren hatten.

    Eines der bedeutendsten Updates der letzten Jahre war sicherlich das Hummingbird-Update, auf deutsch Kolibri, bei dem zum ersten Mal signifikant die Semantik in den Vordergrund gestellt wurde. Es handelt sich dabei streng genommen nicht nur um ein Update, sondern um einen gänzlich neuen Algorithmus. Das Kolibri-Update leitete die semantische Suche ein, die 2015, vor allem durch RankBrain – im Prinzip ein Algorithmus, der das maschinelle Lernen ermöglichte – verfeinert wurde. Dabei werden die Suchanfragen von Nutzern besser analysiert und interpretiert. Mehrdeutige Suchen können sinnvoller gedeutet werden und verwandte Ergebnisse werden ausgespielt, auch wenn sie nicht direkt der Suchanfrage entsprechen.

    Wie mystisch sich die Legenden um die Google-Algorithmen auch anhören: Ziel von Google ist es immer, dass der Nutzer die optimalen Suchergebnisse zu seiner Suche erhält. Deshalb ist die wichtigste Regel, die es bei der SEO für Recruiter zu beachten gilt: Wer seinem Nutzer individuelle Mehrwerte bietet und sich intensiv mit den Gründen beschäftigt, warum dieser eine Website besucht und sie dahingehend optimiert, ist immer auf dem richtigen Weg – ganz gleich, ob Pandas, Pinguine oder aber Kolibris gerade im Google-Universum das Sagen haben.

  • Organische Suchmaschinenoptimierung zählt

    Kein Wunder also, dass Content Marketing seit einiger Zeit einen solchen Höhenflug erlebt. Denn letztlich geht es bei einer guten SEO-Strategie um nichts anderes, als um guten, sinnvollen Inhalt, der dem User einen Mehrwert bringt. Der Trend geht somit schon lange weg von der technischen Suchmaschinenoptimierung, die zum Beispiel auf die Keyword-Dichte abzielte, hin zur so genannten „organischen“ Suchmaschinenoptimierung.

  • Die moderne Art des Empfehlungsmarketings: Social Media

    Und hier spielt ein weiterer Aspekt eine neue große Rolle. Ging es früher um den erstellten Content an sich, geht es heute vor allem auch darum, wieviel über die Inhalte gesprochen wird. Social Media, eine neue Art Online-Mund-zu-Mund-Propaganda, bestimmt das Ranking durch ein modernes Empfehlung-Marketing. So bekommen Retweets, Favoriten, Likes, Blogartikel mit Kommentaren oder Verlinkung und Empfehlungen in den sozialen Netzwerken häufig einen größeren Einfluss auf das Ranking als keyword-optimierte Inhalte.

 

Drei ultimative SEO-Tipps nur für Recruiter:

 

1. SEO für Recruiter mit Social Media verbessern

Social Media ist im Zusammenhang mit SEO nur so gut, wie es aktiv zur Interaktion genutzt wird. Also reicht einfaches Posten und Sharen nicht. Es kommt darauf an, wie ernst Sie den Austausch mit Ihren Fans nehmen. In Bezug auf das Ranking auf der ersten Google-Seite spielen Social-Media-Profile auch eine große Rolle, denn Google zeigt die interaktivsten Social-Media-Accounts mit an. Die interaktive Social-Media-SEO erobert im Ranking der Suchkriterien zunehmend die oberen Plätze.

Praxis-Tipp: Erstellen Sie so viele Social-Media-Kanäle, wie es sinnvoll ist und Sie sie aktiv bespielen können. Motivieren Sie auch Ihre Mitarbeiter auf Ihren Social-Media-Accounts aktiv zu werden, insbesondere Ihre Recruiter sollten sich mit ihren persönlichen Accounts verlinken.

2. Bewerbersuche und Employer Branding verbinden

Aber eine der besten Methoden ist, Talentsuche und kluges Employer Branding so geschickt zu verbinden, dass User überhaupt gar nicht um Ihre Inhalte umhinkommen. Sind sie davon auch noch begeistert, rühren Sie kostenlos die Werbetrommel. Dabei haben Shares von Influencern einen größeren Wert. Allerdings zählt der Tweet des Influencers erst, wenn Sie wiederum ihrerseits darauf reagiert haben. Also, erst die Interaktion wird von Google wirklich honoriert.

Praxis-Tipp: Sprechen Sie in Ihren Social-Media-Posts aktiv Influencer an, die zum Thema passen. Außerdem sollten Sie dann posten, wenn Ihre Follower auch online sind. Außerdem werden Ihre Beiträge mehr geteilt, wenn auch Sie von Zeit zu Zeit Fremd-Content sharen.

3. Nutzen Sie die personalisierte Suche!

Wenn fünf User das gleiche Thema oder den gleichen Suchbegriff googeln, erhalten sie aufgrund des Google-Features „personalisierte Suche“ fünf unterschiedliche Resultate. Besonders seit dem mobilen Algorithmus-Update ist die personalisierte Suche noch ortsbezogener.

Praxis-Tipp: Bauen Sie Ihr Netzwerk auf Google+ aus und teilen Sie hier regelmäßig Inhalte und pflegen Sie „Google My Business“. Nutzen Sie außerdem relevante Keywords, also die Jobtitel zum Beispiel, in allen Ihren Social-Media-Beiträgen.
 

Fazit

SEO für Recruiter ist nicht nur wichtig, um erfolgsversprechende Talente zu gewinnen. Durch Ihre gute Online-Reputation erhalten Sie damit einen Vorteil im Kampf um die besten Kandidaten. Dabei sind Suchmaschinen immer weniger an technischen Aspekten interessiert. Was wirklich zählt, sind qualitativ hochwertige, frische und interessante Inhalte, die berühren.

Quellen:

Jana Behr

Jana Behr ist IT-Fachredakteurin, PR-Beraterin sowie Bloggerin aus Köln und beschäftigt sich leidenschaftlich gern mit allen Themen rund um IT, Telekommunikation und Digitalisierung.

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