Antworten auf Ihre häufigsten Fragen

Wie führe ich einen Erreichbarkeitstest durch?
pdf print

Wenn Ihr Server bei uns nicht oder schlecht zu erreichen ist, ist es für die Fehlersuche oft nötig, das Problem mit einer Routenverfolgung einzugrenzen. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Kurz und schmerzlos - Einen Traceroute per MTR erstellen ohne viel zu lesen:

Wenn Sie einfach nur einen Traceroute erzeugen möchten, ohne viel darüber wissen zu wollen, führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Laden Sie auf dem Rechner das Programm (Win)MTR herunter (Links s.u.). Unter Windows Vista nutzen Sie den Befehl "pathping", da WinMTR nicht lauffähig ist.
  2. Starten Sie dieses und geben Sie dort die Adresse des problematischen Zielservers an.
  3. Starten Sie die Routenverfolgung und lassen Sie sie einige Zeit laufen (30 Sekunden sind ein guter Anfang).
  4. Gehen Sie auf https://lg.core.heg.com/ und klicken Sie auf "mtr to your IP address".
  5. Kopieren Sie die beiden Ausgaben (bei Windows "Export Text") in eine E-Mail und schicken Sie uns diese zu.

Downloadlinks:

Ausführlichere Infos:

Die vermaschte Struktur des Internets führt dazu, dass Daten um von einem Punkt zum anderen zu kommen oft mehrere Möglichkeiten ("Routen") haben. Wenn also ein Server Erreichbarkeitsprobleme aufweist, kann man eine Routenverfolgung dazu benutzen herauszufinden, wo Daten verloren gehen oder nur langsam transportiert werden.

Eine solcher Aufruf auf dem Quellrechner (hier ein Dedicated Server bei uns) erfolgt durch Angabe eines Zielrechners (in diesem Fall www.hosteurope.com, ein Server in England), am besten per MTR.

(Win)MTR stellt die Ergebnisse der Routenverfolgung sehr übersichtlich dar, dort werden auch Paketverluste und einige statistische Daten mehr angezeigt:

Wenn MTR bei Ihnen nicht geht, können Sie alternativ den Befehl "traceroute" (Linux), "tracert" (Windows) oder auch "pathping" (Windows XP und Vista) nutzen. Wenn es irgendwie möglich ist, nutzen Sie bitte stattdessen MTR, wie oben angegeben.

Unter MacOS 10.x können Sie auch das Modul "Trace" unter "Finder > Programme > Dienstprogramme > Netzwerkdienstprogramm" nutzen um eine Traceroute zu Ihrem Server zu erstellen.

Eine solcher Aufruf auf dem Quellrechner (hier ein Dedicated Server bei uns) erfolgt durch Angabe eines Zielrechners (in diesem Fall www.hosteurope.com, ein Server in England), z.B. so:

oder unter Windows:

Unter Windows Vista:

Die Angaben sind so zu verstehen, dass die Position und Namen der Netzwerkknoten (Router) auf dem Weg dargestellt werden, dazu drei Messwerte für die Laufzeit eines Datenpaketes. Bei den ersten vier Punkten ("Hops") liegt die Zeit bei unter einer Millisekunde. Zum fünften Hop sind es dann plötzlich schon 20. Wie man aus dem Namen des Routers erschließen kann, befindet sich dieser schon in LONdon/England, so dass sich diese Laufzeit tatsächlich realistisch ist. Die Zeiten variieren beim gleichen Hop leicht durch verschiedene variable Eckdaten wie Auslastung der Leitung.
Beim 12 Hop, dem eigentlich Ziel erscheinen keine Daten mehr. Eine Firewall sorgt anscheinend dafür, dass hier keine Antworten auf unsere Datenpakete erzeugt werden (Traceroute benutzt unter Linux sog. UDP-Pakete, die gefiltert werden können, die Option "-I" schaltet auf ICMP um. Unter Windows wird normalerweise ICMP verwendet).

Auch kann es nützlich sein, eine Routenverfolgung von unserem Rechnenzentrum aus zu Ihnen (oder anderen externen Adressen) durchzuführen, da der Hin- und Rückweg nicht zwangsläufig gleich ist ("asymetrisches Routing"). Hierfür haben wir eine Webseite (ein sog. "Looking glass") für Sie vorbereitet: lg.core.heg.com. Dort geben Sie einfach an, wohin die Route bestimmt werden soll.

Problemanalyse:

Typische Netzwerkprobleme äußern sich auf folgende Arten und Weisen:

  • Die Laufzeiten werden von einem Hop zum nächsten plötzlich und unerwartet massiv größer. "Unerwartet" ist dies dann, wenn keine Leitungseigenschaften dies erwarten lassen; eine gängige DSL-Leitung hat z.B. Laufzeiten zwischen 20 und 80 ms allein beim ersten Hop.
  • Die Route erreicht das Ziel nicht sondern endet unterwegs; die Daten erreichen also das Ziel nicht.

Solche Störungen liegen im Einflussbereich des jew. Providers, der hier ggf. durch Routingänderungen oder Kapazitätenvergrößerung reagieren kann.

Scheinbare Störungen/Paketverlust unterwegs, aber nicht zum Ziel:

Wenn Sie eine Leitungsstörung aufgrund eines Traces annehmen, der wie folgt aussieht, obwohl Sie möglicherweise noch nicht mal Probleme bemerken, finden Sie hier eine Erklärung.

Diese Anzeige ist zu entnehmen, dass der Router 4. nicht auf alle Pakete eine Antwort sendet, der angesprochene Zielserver aber schon. In diesem Fall kann man nicht auf ein Erreichbarkeitsproblem des Servers schließen.

Ursache für ein solches Verhalten liegt in der Arbeitsweise des Routers selbst begründet. Solange keine Verluste beim Zielserver (hier 8.) auftreten, liegt kein hier erkennbares Problem vor.


otto.friedrich@hosteurope.de xanthippe.ypsilante@hosteurope.de hercules.ikarus@hosteurope.de