Dynamische Webseiten sind ein essenzieller Bestandteil des heutigen Internets. Sie nehmen den Webseiten-Betreibern viel Arbeit ab, indem sie über Skripte bestimmte Inhalte dynamisch laden oder anzeigen. Ebenso können sie Webseiten auf verschiedenen Endgeräten anders darstellen, damit jeder Besucher die Inhalte auch erkennen kann. Besonders im weiterwachsenden eCommerce-Bereich sind dynamische Webseiten, die auch mobil optimiert, sind ein Muss.

Dynamische Webseite – Das Wichtigste in Kürze

  • Dynamische Webseiten bieten für Nutzer einige Vorteile. Denn Webseiten werden so auf verschiedenen Endgeräten, darunter auch mobil, optimiert dargestellt.
  • Ein responsives Design einer Webseite wird von Google seit September 2020 sogar honoriert.
  • Dynamische Webseiten laden zwar etwas länger als statische, aber können dafür auch auf eine personalisierte Datenbank zugreifen.

Dynamische Webseite

Ohne Skriptsprachen wie ASP oder PHP wären komplexe Webseiten nahezu undenkbar. Onlineshops, Content Management Systeme (CMS) oder Nachrichtenseiten würden schnell unüberschaubar und die Pflege dieser Seiten sprengt jeden Rahmen.

Jede Unterseite soll im besten Fall immer gleich aussehen. Bei dynamischen Webseiten wird hier einfach mit Variablen gearbeitet. Das Menü beispielsweise wird dynamisch eingefügt. In der PHP-Datei wird lediglich gesagt, dass an einer bestimmten Stelle ein Menü erscheint, die Daten dazu sind in der Datenbank. Hier werden sie zentral gepflegt und dann dynamisch auf jeder Seite ausgegeben.

Auch Benutzerdaten können in dynamischen Seiten verarbeitet werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Login-Seiten
  • Mitgliederbereiche wie in Foren
  • Webseiten wie Facebook

Das Grundgerüst sieht für jeden zwar gleich aus, allerdings werden die Inhalte individuell geladen. Bei Foren sind das beispielsweise die privaten Nachrichten und welche abonnierten Forenbeiträge Sie noch nicht gelesen haben. Vielleicht sogar Vorschläge, welche anderen Foren oder Beiträge Ihnen gefallen könnten.

Dynamische Webseiten sind zwar rechenintensiv, vor allem auf der Serverseite, bieten aber dafür auch viele Vorteile gegenüber statischen Seiten.

Webseite dynamisch der Browsergröße anpassen

Aber dynamische Webseiten können noch mehr. Dynamisch bedeutet hier nicht nur, dass über Skripte und Datenbanken personalisierte Inhalte zur Verfügung gestellt werden, obwohl dies selbstverständlich einen Großteil ausmacht.

Seit einiger Zeit rückt auch die korrekte Darstellung von Webseiten auf anderen Geräten immer mehr in den Vordergrund. Seitdem Tablets und Smartphones immer beliebter werden, sind mobil-freundliche responsive Webseiten im Kommen. Schnell nach neuen Rezepten suchen, sehen gerade in der Umgebung passiert oder E-Mails checken. Das gehört heute zum Standard, genau wie mobil shoppen.

Aber nicht jeder Onlineshop lässt sich wie eine App programmieren. Dafür ist eine responsive Webseite vorhanden, die sich dem verwendeten Endgerät anpasst.

Im Quellcode dieser Seiten steht dann, in CSS verpackt, ungefähr diese Anweisung:

Ist der Bildschirm breiter als 960 Pixel, verwende für <h1>-Überschriften die Schriftart Roboto in Größe 16. Ist der Bildschirm zwischen 450 und 960 Pixel groß, soll eine <h1>-Überschrift in Roboto nur 12 Punkte groß sein.

Dies ist eine sehr einfache Anwendungsmöglichkeit, es gibt darüber hinaus noch wesentlich mehr, denn:

  • So können Sie Tabellen anders darstellen, wenn sie sonst nicht auf den kleinen Bildschirm passen würden,
  • Bilder eher unter dem Text als daneben positionieren und sogar die Hintergrundfarbe verändern.

Auch Google honoriert diese Darstellung. In der Offensive „mobile first“ hat Google verschiedene Meilensteine erreicht, um mobiles Surfen angenehmer zu machen. Im September 2020 wurde ein großes Update eingespielt, wodurch Webseiten, die ein responsives Design aufweisen, bevorzugt in den Suchmaschinen dargestellt werden.

Andersherum werden Webseiten, die keine responsiven Inhalte aufweisen, abgestraft.

Die Verteilung in den Suchergebnissen ändert sich also, denn selbst Webseiten, die bisher sehr erfolgreich besucht wurden, können jetzt abrutschen.

Ein Vergleich: Static vs dynamic Website

Dynamische Webseiten haben allerdings nicht nur Vorteile. Sie brauchen generell länger, um sich aufzubauen, da sie bei jedem Aufruf neu erstellt werden. Große CMS haben hier schon Abhilfe geschaffen, indem sie aus den PHP-Dateien statische HTML-Dateien erstellen und so dynamisches Zusammenstellen der Seiten und Datenbankabfragen minimieren.

Viele Menschen nutzen statische Webseiten als Visitenkarte oder für Bewerbungen. Oft sind dies nur One-Pager – also Webseiten, die nur aus einer Seite bestehen. Manchmal sind Links zu PDF-Dateien, wie einem Lebenslauf oder Referenzen aufgeführt, allerdings keine aktiven Inhalte wie Kontakt- oder Login-Formulare.

Sie stellen einfach nur Informationen zur Verfügung, die für jeden Besucher gleich sind. Werden hier keine riesigen Bilder eingespielt, öffnet sich eine Seite sehr schnell und der Besucher kommt schneller an die gewünschten Infos.

Dynamische Webseiten laden langsamer, da sie trotz der vorbereiteten und zwischengespeicherten statischen Inhalte noch personalisierte Inhalte aus der Datenbank laden müssen. Das sind bei Onlineshops Daten wie Ihre Bestellungen oder ein im Vorfeld befüllter Warenkorb. Dafür können Sie mit der Webseite interagieren, also Benutzerdaten speichern und weitere Personalisierungen vornehmen.

Dynamische Webseite erstellen – Fazit

Ob Sie eher dynamische Webseiten erstellen sollten, kommt auf Ihren Einsatzbereich an. Schnell wechselnde Inhalte oder größere Webseiten sollten dynamisch programmiert sein, da Sie sich dadurch viel Arbeit ersparen und Fehler vermeiden können. Wollen Sie für jeden Besucher nur eine Infoseite darstellen, geht hier auch eine statische Webseite. Achten Sie hier nur darauf, dass die Inhalte responsiv dargestellt werden und sich an das verwendete Endgerät anpassen. Dann steht dem Erfolg Ihrer Webseite nichts mehr im Wege.

Tipps zur Typografie von Responsive Webdesign haben wir Ihnen in diesem Artikel zusammengestellt.

Titelmotiv: Photo by Walling on Unsplash

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One thought on “Wie Sie eine dynamische Webseite erstellen

  1. Webseiten, die sich dynamisch der Browsergröße anpassen (responsives Design) sind für Entwickler Fluch und Segen zugleich.

    Sie sind ein Segen, weil sie den Spielraum bei der Layout-Gestaltung deutlich einschränken. Eine Website muss auf grossen, querformatigen Bildschirmen genauso funktionieren, wie auf kleinen Bildschirmen im Hochformat. Vorbei sind damit endlich die Zeiten von wabberndem, reinfliegendem und um sich selbst drehenden Schnickschnack aus dem Flash-Baukasten.

    Genau das ist jedoch auch der Fluch. Noch immer gibt es Kunden, die davon träumen, dass ihre Website das alles haben sollte. Wieviel mehr Arbeit in einer „langweiligen“ responsiven Seite, bei der sich (anscheinend) nichts verändert, steckt, erfordert da schon ein erhebliches Maß an Überzeugungskraft.

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