Cloud Hosting ist ein Teilbereich von Cloud Computing und umfasst ein Konzept, das sowohl IT-Management als auch die IT-Infrastruktur bzw.
IT-Architektur umfasst. Obwohl es keine einheitliche Definition von Cloud Hosting gibt, kann man als Kernaspekt festhalten, dass eine Cloud-Infrastruktur Ressourcen on demand bereitstellt. Gemeint ist damit, dass Ressourcen wie CPU-Leistung, RAM und Storage, die von der Hardware bereitgestellt werden, bei Bedarf flexibel abrufbar und skalierbar sind. Im Gegensatz zu klassischen Modellen, bei denen Hardware und System in der Regel eine 1:1 Beziehung eingehen, wird dies bei Cloud Hosting über Virtualisierung abstrahiert. Die Cloud besteht aus einer beliebigen Anzahl von Hardware deren Ressourcen zusammengefasst in einem Pool - also der Wolke oder Cloud - betrachtet werden. Während die Ressourcen einer Hardware, z.B. eines Servers, physikalisch begrenzt sind (da z.B. nur eine gewisse Menge an RAM verbaubar ist), sind die Ressourcen einer Cloud theoretisch unendlich, da die Ressourcen aller in der Cloud befindlichen Hardware-Komponenten als ein Ressourcen-Pool betrachtet werden können und jederzeit zusätzliche Hardware in der Cloud bereitgestellt werden kann. Der Vorteil liegt auf der Hand: während man bei klassischen Modellen mit seinen Systemen und Applikationen irgendwann an die physikalischen Grenzen der Hardware gelangt, können die Ressourcen in der Cloud flexibel zugewiesen und skaliert werden. Neben der Flexibilität und Skalierbarkeit spielt bei einem Cloud-Infrastruktur-Konzept die Ausfallsicherheit, auch als Verfügbarkeit oder Redundanz referenziert, eine weitere wichtige Rolle. Bei einem klassischen Konzept stehen System und Hardware in einer 1:1 Beziehung. Fällt die Hardware aus, so ist davon auch das System betroffen. Bei einer Cloud stehen Systeme und Hardware nicht mehr in einer direkten Beziehung. Fällt eine Hardware in der Cloud aus, so verringert das zwar den zur Verfügung stehenden Ressourcen-Pool auf den die Cloud zurückgreifen kann, führt aber nicht zu einem Ausfall des Systems. Entsprechend bietet eine Cloud-Architektur Hochverfügbarkeit für Systeme. Ein weiterer Aspekt mancher Cloud-Services ist das Modell der flexiblen Abrechnung, auch Provisioning genannt. Während man bei klassischen Infrastrukturen z.B. einen Server mietet, den man bezahlt, egal ob man die Ressourcen ausnutzt oder nicht, steht bei manchen Cloud-Produkten die Idee im Vordergrund, Ressourcen on demand zu nutzen und abzurechen. Einfacher ausgedrückt: man bezahlt nur das, was man wirklich verbraucht. Aufgrund all dieser Vorteile wird Cloud Hosting als eines der zukunftsfähigsten IT- Konzepte gehandelt. Derzeit werden bereits unterschiedliche Services auf dem Markt angeboten: Cloud Storage, Dedicated Private Cloud, Virtual Private Cloud und auch Cloud Server. Die Services unterscheiden sich zum Teil sehr grundlegend und richten sich auch an unterschiedliche Anforderungen: Bei einer Dedicated Private Cloud nutzt man eine eigene dedizierte Cloud-Infrastruktur, während man bei einem Cloud Server eine virtuelle Maschine nutzt, die in einer Cloud mit vielen weiteren Cloud Servern gehosted ist. Eine Dedicated Private Cloud bietet mit einer eigenen Cloud-Infrastruktur entsprechend mehr Sicherheit, während ein Cloud Server dafür eine bessere Kostenstruktur aufweist. Welcher Service der Richtige ist entscheidet sich demnach anhand der individuellen Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.