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Dark Social: So bringen Sie Licht ins Dunkel

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Über den Rückzug der User ins Private und wie Unternehmen Dark Social als Chance nutzen können. 4 Kriterien und 2 Aktionen als Leitfaden für Content, der das soziale Netz rockt.

Intro

WhatsApp hat in den letzten zwei Jahren einen rasanten Aufstieg hingelegt. Mittlerweile nutzen mehr als eine Milliarde Menschen weltweit die Instant Messaging App, davon alleine etwa 40 Millionen Deutsche. Genutzt wird die App hauptsächlich für die Kommunikation mit Freunden, Kollegen und Bekannten. Neben Text-, Sprach- und Bildnachrichten werden vor allem Links mit Empfehlungen zu Artikeln oder Produkten verschickt. Und genau hier werden Marketer unruhig, da etwas geschieht, das in Zeiten von Social Media Marketing kaum noch denkbar ist: Der User entzieht sich der Öffentlichkeit.

User Experience: Rückzug ins Private?

Denn gerade die Kommunikation über WhatsApp lässt sich nicht wirklich tracken. Brands haben kaum eine Chance zu erfahren, was dort – also im „Dark Social“ – besprochen wird. Es scheint, als würden Emotionen öffentlich auf Facebook geteilt, Empfehlungen jedoch eher im Hintergrund stattfinden. Die wirklich spannenden Links werden über WhatsApp, den Facebook Messenger, Instagram, Twitter, LinkedIn, Xing oder über E-Mail geteilt. Also gerade dann, wenn die Unterhaltung interessant wird, vollzieht der User den Rückzug ins Private. Kurz: Die Marketer tappen im Dunkeln.

Spurensuche: Business Intelligence

Die Herausforderung ist also die menschliche Interaktion zu tracken. User, die beispielsweise einem empfohlenen Link in WhatsApp folgen, werden von der Seite nur als direkter Zugriff gezählt. Die Empfehlung des anderen Users kann der Marketer nicht sehen – was natürlich schade ist, weil er ja gerne wüsste, wer den Link weshalb empfohlen hat. Zusätzlich fehlt auch die Information, wie oft ein Content im Hintergrund geteilt wurde.

Tracken kann man dafür aber andere Apps –­ wie zum Beispiel, ob ein User über Facebook (oder den Messenger) oder über Instagram (Nachrichten) auf die Seite kam. Weitere Informationen liefern auch Tools, die auf der Website implementiert werden und die aufzeigen, wie oft und über welche Kanäle der Artikel geteilt wurde. Ein Tipp von Tobias Kräft, Director of Business Intelligence and Analysis bei Trust Agents: „Das Unternehmen sollte den Content auch in der eigenen Facebook Timeline posten. Dadurch kann eruiert werden, welcher Artikel besser performt oder welche Gruppen von Menschen diesen öfter teilt.  Auf diesem Weg können auch neue Zielgruppen erkannt werden.“

Content Marketing Strategie: Es werde Licht!

„Dark Social“ ist zu groß, um es zu ignorieren, so viel steht fest. Aus Content Marketing Sicht ist es jedoch nur ein weiteres Argument dafür, dass Content ohne Strategie keine Chance hat zu performen. Die Strategie denkt die Verlängerung in die sozialen Medien seit jeher mit, ob diese dann öffentlich oder privat stattfindet, spielt keine große Rolle.

Eine exakte Analyse der Zielgruppe in Kombination mit einer gut recherchierten und qualitativ hochwertigen Story sollte aus Content-Strategie Sicht die Basis für jeden Content sein. In Kombination mit der Datenanalyse, also dem Wissen um die Performance eines Contents, und einer gut durchdachten User Experience hat man das ganze Werkzeug, das man benötigt, um den User zum Teilen zu animieren.

Fazit: Die Story wird im Content Marketing zum Produkt, der User zum Push. Daher ist „Dark Social“ vor allem eine Chance, um interessierte Zielgruppen oder bereits bestehende Kunden mit guten Inhalten dazu zu animieren, weitere zu rekrutieren.

 

4 Kriterien, die ein Content erfüllen sollte, um es ins Dark Social zu schaffen:

 2 Dark Social Aktionen zur Inspiration

 

Unser Extra-TIPP: Empfehlen Sie gerne diesen Text einem Bekannten oder Freund über ein soziales Netzwerk.

Bildnachweis: Pixabay – Free Pictures

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